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Publisher Save the Children26.04.2018

Syrien: Große Herausforderungen für humanitäre Organistaionen

Die fragile Situation innerhalb des Landes und die Flüchtlingsbewegungen von Syrien in die benachbarten Länder stellen humanitäre Organisationen vor große Herausforderungen. 264 Millionen USD werden für die Hilfsleistungen benötigt - doch erst ein Viertel des benötigten Geldes steht bereit.

Seit mehr als einem Jahr sind Mädchen und Jungen in Syrien erschreckenden und oft traumatisierenden Erfahrungen ausgesetzt. Tausende Tote hat der aktuelle Konflikt in Syrien bereits gefordert, zehntausende Familien sind vor Gewalt in die Nachbarländer Türkei, Jordanien und Libanon geflohen und blicken dort in eine ungewisse Zukunft. Die fragile Situation innerhalb des Landes und die Flüchtlingsbewegungen von Syrien in die benachbarten Länder stellen humanitäre Organisationen vor große Herausforderungen.

Nach Schätzungen der UN sind mindestens 1 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe innerhalb Syriens angewiesen, die Zahl der Getöteten beläuft sich auf 9000 und über 78.000 Syrer leben als Flüchtlinge in den benachbarten Staaten. Angesichts dieser Zahlen wurde beschlossen, die humanitären Einsätze innerhalb des Landes zu verstärken. Die Vereinten Nationen haben vor, in den vier Regionen Daraa, Dayr Az Zor, Homs und Idlib zu arbeiten. Außerdem leisten lokale NGOs und zivil gesellschaftliche Gemeinden gemeinsam mit den Vereinten Nationen Hilfe für die Betroffenen. Internationale NGOs, die zurzeit Irakischen Flüchtlingen in Syrien helfen, haben vor, ihre Arbeit zu erweitern, um die Einheimischen, die von den Konflikten betroffen sind, zu unterstützen. Zudem haben sich in Syrien Arbeitsgruppen zusammengeschlossen, um die Nahrungs- und Gesundheitsversorgung, Unterkunft und psychologische Unterstützung für die Betroffenen zu planen.

Die Vereinten Nationen und Partnerorganisationen benötigen USD 264 Millionen, um die Syrer innerhalb des Landes (180 Millionen) und in den benachbarten Ländern (84 Millionen) mit lebenswichtiger Hilfe zu unterstützen. Es steht einviertel der benötigten Gelder zur Verfügung - somit ist das Ziel noch lange nicht erreicht und humanitäre Organisationen fordern ihre Regierungen auf, mehr Geld für diese dringend notwendige Hilfe bereitzustellen. 

Save the Children arbeitet seit fast 60 Jahren in dieser Region. Wir erweitern unsere Hilfe  besonders im Grenzgebiet zu Syrien, um die vielen Flüchtlingskinder mit Nahrung, Unterkunft und Bildung zu versorgen. An der Grenze zu Syrien steht bereits ein Expertenteam von Save the Children bereit, um im Falle eines Zugangs zu Syrien schnellstmöglich handeln zu können. Save the Children fordert in einem Brief von der Bundesregierung dringend Unterstützung, um schnellstmöglich Zugang für humanitäre Hilfsorganisationen in Syrien zu erhalten. Innerhalb von ein bis drei Tagen könnte Save the Children in Syrien über 30000 Menschen erreichen, in zwei Wochen schon 60000. Jetzt muss dringend gehandelt werden.

Lesen Sie mehr über den Konflikt in Syrien und die schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen Kinder in unserer diesjährigen Ausgabe „Kinder der Welt“.
 

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