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InterviewPublisher Save the Children17.05.2021Interview

Testamentsspenden für Kinder in Not

Niemand denkt gern an den eigenen Tod und sein Testament. Doch dabei kann es beruhigend sein, wenn klar ist, wie der Nachlass geregelt ist. Und nicht nur das: Man kann auch über die eigene Lebenszeit hinaus Gutes tun und Kinder in Not unterstützen. Im Interview erklärt Rechtsanwalt Dr. Dietmar Kurze, was beim Thema Nachlass zu beachten ist.

Mutinta aus Sambia, Afrika, verfolgt den Schulunterricht aufmerksam. © Malama Mwila / Save the Children

Testamentsspenden helfen uns dabei, den am meisten benachteiligten Kindern dieser Welt zu einer besseren Zukunft zu verhelfen – sowohl mit schneller und effektiver Nothilfe als auch in langfristigen Projekten.

Herr Dr. Kurze, wann sollte man aus Ihrer Sicht ein Testament machen? Wann ist es überflüssig? 

Wenn man weiß, was wie die gesetzliche Erbfolge und Ersatzerbfolge sind und damit zufrieden ist, dann ist alles in Ordnung. Trotzdem ist meines Erachtens ein Testament eigentlich immer gut – man kann es ja auch immer wieder ändern und vernichten. Wenn einem etwas passiert – gerade mit kleinen Kindern – dann ist es schon sinnvoll, eine Regelung zu haben. Ich habe auch viele Streitfälle in der Nachlassabwicklung. Das kostet die Menschen viel Geld, und Zeit und Nerven.  

Dr. Dietmar Kurze, Fachanwalt für Erbrecht und Vorsorgeanwalt in der Berliner Kanzlei Kärgel, de Maizière & Partner

Wenn man will, dass das Geld, dass besondere Schmuckstück oder die Immobilie wirklich direkt zu einer bestimmten Person oder auch einer gemeinnützigen Organisation kommen, dann ist ein Testament schon notwendig. Deshalb sollte da jeder darüber nachdenken sich einen Ruck geben. Denn ja: Es beruhigt!

Dr. Dietmar Kurze, Fachanwalt für Erbrecht und Vorsorgeanwalt in der Berliner Kanzlei Kärgel, de Maizière & Partner

Warum ist es wichtig, sich Gedanken zu machen, wie man eine Immobilie im Testament vererbt? 

Bei vielen Menschen ist die Immobilie der wesentliche Vermögensgegenstand – das „Herzstück" sozusagen. Und die Immobilie ist auch Herzensangelegenheit. Mit einem Testament kann man bestimmen, was mit der Immobilie geschehen soll. Besonders wichtig ist das, wenn mehrere Personen bedacht werden, die sich nicht streiten sollen. Oder wenn eine bestimmte Person, vielleicht ein nicht-ehelicher Partner oder eine solche Partnerin dort wohnen bleiben sollen. Nicht zuletzt sind auch besondere steuerliche Aspekte zu beachten.

Welche Vorteile bietet es, die eigene Immobilie an eine gemeinnützige Organisation zu vererben? 

Als Erstes natürlich, dass damit etwas Gutes getan wird. Dass das dann auch noch steuerfrei geschieht, ist ein schöner „Bonus". Zudem handeln gemeinnützige Organisationen erfahrungsgemäß sehr professionell und sorgfältig bei der Nachlassabwicklung und beachten die Vorgaben des Erblassers. 

Online-Informationsveranstaltung: Jetzt anmelden

Save the Children erreichen immer wieder Fragen zum Thema Immobilie im Testament. Wir laden deswegen alle Interessierten zu unserer Online-Informationsveranstaltung “Mit Haus und Grund Gutes tun”  am 3. Juni um 19 Uhr ein. Gesprächspartner sind Rechtsanwalt Dr. Dietmar Kurze (Fachanwalt für Erbrecht und Vorsorgeanwalt in der Berliner Kanzlei Kärgel, de Maizière & Partner) und Joachim Rahmann (Regionalmanager Afrika, Save the Children Deutschland).

Mehr Informationen zum Thema Testamentsspende gibt es hier.

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