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Publisher Save the Children26.04.2018

Tornado verwüstet Teile Oklahomas: Zehn Kinder sterben

16 Minuten bevor der Tornado den Boden berührt, ertönen in Oklahoma die Sirenen. Eigentlich genug Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen, nur gibt es nicht viele Orte in Oklahoma, die sicher sind.

Der bis zu 320 km/h schnelle Tornado bahnt sich seinen zerstörerischen Weg durch die Stadt Moore in Oklahoma. Auch zwei Grundschulen liegen auf seinem Weg. Die Schüler der Plaza Tower Elementary School und der Briarwood Elementary School haben gerade Unterricht, als der Alarm losgeht. Gemeinsam mit ihren Lehrern verbarrikadieren sie sich im Schulgebäude. Nur wenige Häuser und öffentliche Gebäude haben Keller oder Schutzräume, in denen sich die Menschen flüchten können. Also harren viele in ihren Häusern aus. 40 Minuten lang wütet der Tornado. Als der Sturm vorüber ist, ist von den zwei Grundschulen fast nichts mehr übrig geblieben. Zwei Dutzend Menschen kommen in dem Sturm ums Leben, darunter 8 Kinder und zwei Babys. 237 Menschen sind verletzt.


Eine Schneise der Verwüstung

Der Sturm hinterlässt eine drei Kilometer breite und über 30 Kilometer lange Schneise der Verwüstung. 2.400 Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Gemeinden wie Moore, Shawnee und Newcastel in Oklahoma trifft es besonders hart. Es ist wenig, was die Leute noch aus den Trümmern retten können. „Ich wünschte, ich könnte nach Hause gehen“, sagt die 3-jährige Peyten. Nur gibt es dieses Zuhause nicht mehr. Herunterhängende Stromleitungen und entweichendes Gas sorgen für Brände und erschweren die Rettungsarbeiten. Teams von Save the Children waren schnell vor Ort und versorgten Familien und ihre Kinder mit dem Nötigsten. Hierzu gehören vor allem Hygiene-Sets für Babys und Kinder. Der Tornado hat vielen Familien alles genommen. Eine Mutter aus Oklahoma erzählt: „Dir gehen so viele Dinge durch den Kopf. Du suchst eine Zahnbürste, aber du hast keine mehr. Du suchst nach einem Kamm, aber auch dieser ist weg. Es ist nichts mehr übrig.”


Der erste "kinderfreundliche Raum"

„Obwohl zahlreiche Familien alles verloren haben, sind die Menschen hier erstaunlich gefasst”, erzählt Tracy Geoghegan, Mitarbeiterin von Save the Children. „Viele sind einfach dankbar, überlebt zu haben.“ Nur um ihre Kinder machen sich viele Sorgen. Sie stehen nun auch vor den Trümmern und haben kaum Möglichkeiten zu spielen und wieder etwas Normalität einkehren zu lassen. Mitarbeiter von Save the Children haben daher den ersten "kinderfreundlichen Raum" errichtet. Hier können die Kinder spielen und zur Ruhe kommen. „Es ist sehr wichtig, dass Kinder nach einem traumatischen Erlebnis die Möglichkeit bekommen, ihre Gefühle auszudrücken.“ Gerade deswegen ist es wichtig, ihnen einen Raum zu geben, wo sie wieder Kind sein können.   


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