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Publisher Save the Children26.04.2018

Ukraine: Flüchtlinge leben unter katastrophalen Bedingungen

Seit die Gewalt in der Ukraine eskaliert ist, sind mehr als 1,5 Millionen Menschen aus ihren Häusern geflohen. Mehr als 5.000 Menschen wurden getötet. Und die Zahl steigt immer weiter an. Fast die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder – viele leben unter katastrophalen Bedingungen.

Derzeit bedroht der Winter mit Temperaturen bis zu -25° Celsius tausende Menschenleben in der Ukraine. Ein Team von Save the Children versorgt Kinder und ihre Familien mit Nothilfegütern wie Decken, Matratzen und Heizstrahlern.

Besonders in der Donbas-Region leiden die Menschen unter dem Konflikt. Die Grundversorgung ist zusammengebrochen. Banken und Geldautomaten sind nicht mehr zugänglich. Lebensmittel werden immer knapper und teurer. Unsere Mitarbeiter berichten zudem, dass die medizinische Versorgung der Menschen nicht mehr gewährleistet ist. Die wenigen Krankenhäuser, die noch geöffnet haben, sind nur unzureichend ausgestattet. In anderen Krankenhäusern leben Flüchtlingsfamilien, die Schutz vor Angriffen und der Kälte suchen – zum Teil bis zu 30 Menschen in einem Raum. Besonders Kinder benötigen dringend Schutz, Nahrung und sauberes Wasser.

Mit Hilfe des “European Union's department of humanitarian aid” (ECHO) kann Save the Children nun rund 10.000 Menschen im Land helfen. „Dank der Unterstützung können wir tausenden geflüchteten und verletzen Ukrainern helfen, die alles zurück lassen mussten“, sagt Sam Crago, Mitarbeiter von Save the Children in der Ukraine. „Es ist jedoch nicht nur die monetäre Hilfe, die wichtig ist, sondern auch, dass die Menschen wissen, dass wir uns um ihre Bedürfnisse kümmern.“
 

Unser Einsatz

Save the Children arbeitet seit mehr als 20 Jahren in Osteuropa und seit rund sieben Jahren mit Hilfe von lokalen Partnern auch in der Ukraine. Im letzten Jahr wurde im Zuge der aktuellen Krise ein Nothilfe-Einsatz gestartet. Ein Team von 30 Mitarbeitern arbeitet rund um die Uhr, um Flüchtlingsfamilien mit dem Nötigsten zu versorgen. Wir planen unsere Maßnahmen auszuweiten und sicherzustellen, dass Kinder Zugang zu Bildung und psychosozialer Betreuung bekommen, um die Erlebnisse zu verarbeiten.

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