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Publisher Save the Children26.04.2018

#VaccinesWork. Aber nur, wenn sie alle erreichen.

Impfen ist der beste Weg, um vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Doch in Entwicklungsländern fehlt immer noch jedem siebten Kind der Zugang zu einer grundlegenden Impfversorgung. Das wollen wir ändern!

© Tommy Trenchard / Save the Children

Diese Woche ist Weltimpfwoche – ein guter Anlass, um die Erfolge in der Bekämpfung vermeidbarer Krankheiten zu feiern und das Thema Impfschutz in den internationalen Fokus zu rücken. Denn auch heute zählt eine grundlegende Impfversorgung, vor allem im Kindesalter, zu den wirksamsten und kostengünstigsten Gesundheits- und Präventionsmaßnahmen. Allein zwischen 1990 und 2015 starben weltweit 50 Prozent weniger Kinder dank lebenswichtiger Impfungen. In Deutschland existieren Krankheiten wie Polio weitgehend nicht mehr, weil sie zu den wesentlichen Grundimpfungen gehören,  die Kinder bereits kurz nach ihrer Geburt kostenfrei im Rahmen der Basisgesundheitsversorgung bekommen können.

Der drei Monate alte Mogua und seine Mutter leben in Bidi Bidi, einer Flüchtlingsunterkunft in Uganda. Er wurde von Save the Children gegen Polio geimpft. © Guilhem Alandry / Save the Children

Mogua hatte Glück

Auch der drei Monate alte Mogua hatte dieses Glück. Zusammen mit seiner Mutter und rund 272,000 südsudanesischen Geflüchteten lebt er in Bidi Bidi, einer Flüchtlingsunterkunft in Uganda. Dort gehört er zu den vielen Kindern, die in mobilen Notfallkliniken von Save the Children lebenswichtige Impfungen erhalten haben. Im Gegensatz zu Mogua fehlt jedoch immer noch jedem siebten Kind in Entwicklungsländern der Zugang zu einer grundlegenden Impfversorgung. Für viele von ihnen bestimmen Faktoren wie ihre Herkunft oder Armut, ob sie geimpft werden. Arme Haushalte aus ländlichen und medizinisch vernachlässigten Regionen sind oft zu weit von den nächstgelegenen Kliniken entfernt. Kinder, die wichtige Impfungen deswegen nicht erhalten können, sind dadurch besonders gefährdet, an Krankheiten wie z.B. Lungenentzündung zu sterben, die andernorts gut behandelbar wären. 

In anderen Ländern, wie in Moguas Heimat, dem Südsudan, sind andauernde Konflikte ebenfalls eine der Ursachen für die fehlende Impfversorgung. Zwei Drittel aller ungeimpften Kinder leben derzeit in Gegenden, die von Konflikten betroffen sind. Allein in Syrien fiel die Impfrate von 80 Prozent im Jahr 2010, vor dem Ausbruch des Krieges, auf nur 41 Prozent im Jahr 2015.

Kein Kind soll zukünftig an vermeidbaren Krankheiten sterben müssen

Damit Kinder wie Mogua zukünftig gegen lebensbedrohliche Krankheiten geschützt werden können, brauchen wir stabile Gesundheitssysteme, die vor allem auch marginalisierte Haushalte und Kinder in Konfliktregionen erreichen. Und wir müssen einen besonderen Fokus auf Frauen- und Kindergesundheit legen. Sowohl in unseren Programmen als auch in unserer politischen Arbeit setzen wir alles daran, dies durchzusetzen. „Es muss weiterhin eine Kernaufgabe der nationalen Regierungen sein, Impfmaßnahmen finanziell und  strukturell zu unterstützen“, betont Susanna Krüger, Geschäftsführerin bei Save the Children Deutschland. „Die Bundesregierung kann dies durch ihre Entwicklungszusammenarbeit vorantreiben.“

Organisationen wie die Impfallianz Gavi, die seit dem Jahr 2000 Gesundheitssysteme unterstützt und Kindern Zugänge zu Impfstoffen ermöglicht, spielen dabei eine besonders wichtige Rolle. Mit ihrem derzeitigen finanziellen Engagement in der Impfallianz ermöglicht die Bundesregierung Kindern in Entwicklungsländern bereits jetzt eine gesunde Zukunft. Um sicherzustellen, dass auch weiterhin Kinder von Impfungen profitieren, muss diese Unterstützung ausgeweitet werden. „Dabei geht es natürlich nicht nur um die Erhöhung der Mittel, sondern auch darum, die Entwicklung nachhaltiger Gesundheitssysteme voranzutreiben“, sagt Krüger. Denn die zahlreichen Erfolge, die wir während der Weltimpfwoche feiern, zeigen es deutlich: Impfungen retten nicht nur Leben, sie ermöglichen Lebenschancen.

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