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Publisher Save the Children26.04.2018

Weltflüchtlingstag: Aus dem Leben gerissen

Stellen Sie sich einmal vor, Sie müssten heute ihr Zuhause verlassen, ihr Freunde, ihren Beruf. Sie wissen nicht, wann sie zurückkommen. Sie wissen nicht einmal, wo Sie hingehen sollen – das ist die Realität für über fünf Millionen Syrer und Syrerinnen!

Seit über zwei Jahren hält der Konflikt in Syrien nun an. Laut UN sind bei dem Konflikt bereits 93.000 Menschen ums Leben gekommen, darunter 8.200 Kinder. Im Land selbst sind derzeit mehr als vier Millionen Menschen auf der Flucht. Ganze Dörfer liegen verlassen da. Täglich fliehen tausende über die Grenzen. Doch nicht alle schaffen es in die Nachbarländer.


Grausamer Alltag

Eine Familie erzählt von einem 12-jährigen Jungen, der mit ansehen musste, wie seine Mutter erschossen wurde. Er selbst wurde von Granatsplittern so schwer getroffen, dass er nicht mehr weiterlaufen konnte. Die Familie konnte ihn nicht mitnehmen, sie mussten selbst um ihr Leben rennen. Während sie flüchteten, hörten sie das Flehen des Jungen hinter sich, ihn nicht im Stich zu lassen. Geschichten wie diese prägen den grausamen Alltag viele Syrer.


„Ich will nur ein Zuhause!“

Die Versorgungssituation ist sehr schlecht. Lebensmittel gelangen nur schwer ins Land, Krankenhäuser und Wasserleitungen sind zum Teil zerstört. Durch den Mangel an sauberem Wasser steigt das Risiko von Krankheiten wie Durchfall. Auch in den Nachbarländern finden die Flüchtlinge nicht ausreichend Schutz. Es fehlt an medizinischer Versorgung, Lebensmitteln, Wasser und Kleidung. Viele habe nicht einmal ein Dach über dem Kopf: „Ich brauche kein Auto und auch kein Geld" sagt ein syrischer Familienvater. „Ich will nur ein Zuhause!“


Save the Children

Trotz der unsicheren Lage in Syrien sind Mitarbeiter von Save the Children im Land unterwegs, um möglichst viele Menschen mit dem Nötigsten wie Lebensmittel und medizinischer Versorgung zu erreichen. Über 35.000 Menschen in Syrien konnte so bereits geholfen werden. In den Flüchtlingsgebieten verteilt Save the Children Essen, Decken und Kleidung. Um den Kindern ein Stück Normalität zurück zu geben, werden beispielsweise kinderfreundliche Räume errichtet, in denen die Kinder sich sicher fühlen, spielen und über ihre Erlebnisse sprechen können.

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