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Publisher Save the Children21.03.2019

Zyklon in Mosambik: Mehr als 1000 Tote befürchtet

Schwere Regenfälle und der Zyklon Idai haben in Mosambik weite Landesteile nahezu unbewohnbar gemacht. In der Nacht zum 15. März war der Tropensturm über die Region rund um die Stadt Beira gezogen. Schätzungen zufolge sind mehr als 500.000 Menschen betroffen – die Hälfte davon Kinder.

© Emidio Josine, AFP

Save the Children ist mit Partner-Organisationen bereits vor Ort. Der Präsident von Mosambik, Filipe Nyusi, sprach von mehr als 1.000 Toten, die allein der Tropensturm gefordert habe. Am stärksten betroffen sei die Provinz Sofala. Er bat um internationale Unterstützung, um den betroffenen Menschen schnell die dringend benötigte Hilfe zukommen zu lassen. Bereits seit Anfang März hatten schwere Regenfälle ganze Landstriche in Mosambik und Malawi überflutet und zahlreiche Todesopfer gefordert. Mit dem Wirbelsturm Idai hat sich die Lage weiter dramatisch verschlechtert.

Hafenstadt Beira zerstört

In der am stärksten getroffenen Hafenstadt Beira ist laut Augenzeugenberichten fast jedes Gebäude beschädigt, viele davon schwer. Beira zählt rund 500.000 Einwohner, viele von ihnen leben in Hütten in den Vorstädten. Diese konnten den Windgeschwindigkeiten von bis zu 190 km/h nicht standhalten. Weggeschwemmte Brücken und Straßen sowie Stromausfall und mangelnde Handyverbindungen erschweren die Rettungsmaßnahmen.

Viele Familien obdachlos 

Nach dem Durchzug des Wirbelsturms sind tausende obdachlose Menschen schutzlos weiteren Regenfällen ausgesetzt. Vor allem die Kinder leiden unter den Bedingungen und sind besonders von Durchfallerkrankungen bedroht.

Save the Children steht in engem Austausch mit Regierungsstellen und Partnerorganisationen, um die Nothilfe vor Ort zu koordinieren. Machiel Pouw, Mitarbeiter von Save the Children in Mosambik, beschreibt die Lage:

Die Camps, in denen Familien nach den schweren Regenfluten unterkamen, sind nicht sturmsicher. Sie müssen höchstwahrscheinlich erneut evakuiert werden, genau wie die vielen neuen Opfer, die direkt an der Küste vom Wirbelsturm getroffen wurden. Kinder sind in solchen Situationen besonders gefährdet, denn die Gefahr ist groß, dass sie in diesem Chaos von ihren Eltern getrennt werden. Darum werden wir alles versuchen, um ihnen und ihren Familien zu helfen.  

Machiel Pouw, Mitarbeiter von Save the Children in Mosambik

So hilft Ihre Spende

Unsere Expertenteams sind vor Ort, um Kindern zu helfen, die von dieser Katastrophe betroffen sind. Mit ihrer Spende ermöglichen Sie uns, wichtige Notfallhilfe zu leisten. Sie umfasst unter anderem:

  • Verteilen von Hilfsgütern, einschließlich Decken, Kanistern, Planen und Seilen für Familien, die ihre Häuser verloren haben
  • Bereitstellen von Eimern, Kanistern und Wasserreinigungstabletten, damit Familien Zugang zu sauberem, sicherem Trinkwasser haben
  • Verteilen von Hygienesets, die dazu beitragen, die Verbreitung tödlicher Krankheiten zu stoppen

 

Hilfe muss dringend ausgeweitet werden

Die Lage vor Ort ist dramatisch und die Helfer sind noch nicht in alle betroffenen Gebiete vorgedrungen. Es werden noch zahlreiche weitere Opfer befürchtet.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende für unsere Not- und Katastrophenhilfe! So können wir in Situationen wie in Mosambik schnell handeln und betroffene Kinder und ihre Familien unterstützen.

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