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Heuschreckenplage weitet sich auf Südsudan aus – Nahrungsmittelversorgung von Kindern und Familien bedroht

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Berlin, 19.02.2020. Die seit Wochen andauernde Heuschreckenplage in Ostafrika weitet sich auf den Südsudan aus. Nachdem die Insekten bereits ganze Landstriche von Kenia, Äthiopien und Somalia verwüstet und Ernte vernichtet haben, wurden Schwärme der Wüstenheuschrecken im Südsudan gesichtet. Save the Children warnt vor den Folgen auf das von Konflikt, Dürre und Überschwemmungen geplagte Land. Die Nahrungsmittelversorgung von Kindern und Familien ist ohnehin stark bedroht.

"Wir beobachten die Ausbreitung der Heuschrecken mit großer Sorge“, sagt Rama Nasraj, Länderdirektorin von Save the Children im Südsudan. „Im vergangenen Jahr hatten wir eine langanhaltende Dürre, gefolgt von Überschwemmungen, die Tausende von Menschen vertrieben und Hunderte von Häusern zerstört haben. Der Heuschreckenschwarm könnte der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt.“

Seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 2011 ist der Südsudan von bewaffneten Konflikten sowie extremen Dürren und Überschwemmungen betroffen. 1,47 Millionen Menschen wurden vertrieben. Sie leben in provisorischen Lagern mit einfachen Unterkünften, oft ohne sanitäre Einrichtungen. Mehr als sechs Millionen Menschen – knapp 60% der Bevölkerung – sind von Ernährungsunsicherheit bedroht und auf humanitäre Hilfe angewiesen. Selbst ohne die Heuschrecken wird erwartet, dass 1,3 Millionen Kinder unter fünf Jahren im Jahr 2020 an akuter Mangelernährung leiden.

„Wir fordern die Geber auf, ihre Mittel für Programme Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Gemeinden zu erhöhen“, sagt Länderdirektorin Rama Nasraj. „Die Regierung des Südsudans und die humanitären Akteure müssen mehr in den Agrarsektor investieren, um die verheerenden Auswirkungen der Heuschreckenplage im Südsudan abzuwenden.“

Die Heuschreckenplage wird voraussichtlich bis Juni andauern, bedingt durch die weiterhin zu erwartenden günstigen klimatischen Bedingungen für die Vermehrung der Tiere. Klimaextreme bleiben ein Hauptfaktor für die akute Ernährungsunsicherheit am Horn von Afrika. Im vergangenen Jahr lagen die Niederschläge zwischen März und Mitte Mai unter 50 Prozent des Jahresdurchschnitts in der Region. Anschließend wurden durch starke Regenfälle und Überschwemmungen große Teile der Ernten zerstört. Fast 2,8 Millionen Menschen in Äthiopien, Kenia und Somalia waren betroffen.

Mehr als 10 Millionen Menschen leben in den von den Heuschrecken befallenen Gebieten in Äthiopien, Kenia und Somalia. Weitere 3,24 Millionen Menschen in Uganda und im Südsudan sind durch die sich ausbreitenden Schwärme bedroht.

Hinweise für die Redaktionen:

Save the Children ist seit 1989 im Südsudan tätig. Die Kinderrechtsorganisation reagiert auf die aktuelle Hungerkrise mit der Verteilung von Bargeld und Nahrungsmitteln an fast 138.000 Menschen, darunter mehr als 58.000 Kinder. Zusätzlich verteilt die Organisation Saatgut für Getreide und Gemüse, Werkzeug und Fischereiausrüstung, bietet Viehzüchtern und Hirten tierärztliche Dienste an und unterstützt sie dabei, die Ziegenbestände wieder aufzustocken.

Save the Children hat Sprecher in der Region. Bei Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an unsere Pressestelle in Berlin.

Kontakt:
Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle – Ineke Sass
Tel.: +49 (30) 27 59 59 79 – 829
Mail: ineke.sass@savethechildren.de

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