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© Mustafa Saeed / Save the Children

Alle 12 Sekunden ...

...stirbt ein Kind an Mangelernährung

Der Hunger schwächt die Kinder so sehr, dass sie nicht gegen Krankheiten wie Durchfall oder Lungenentzündung ankämpfen können. Viele sterben an eigentlich harmlosen Infekten oder Erkrankungen wie Durchfall. Mangelhafte und ungenügende Ernährung ist der eigentliche Grund für jeden zweiten Todesfall bei Kindern unter 5 Jahren. Das sind 2,5 Millionen Kinder jedes Jahr! Doch Hilfe ist möglich.

Rabiou hat überlebt

Der einjährige Rabiou aus dem Niger war schwer mangelernährt. Er konnte nicht mehr schlucken, hatte Durchfall und Fieber. Seine Mutter Fatima war krank vor Sorge um ihn und brachte Rabiou in das Krankhaus der Provinz Maradi. Dort finanziert Save the Children eine Gesundheitsstation für mangelernährte Kinder.

Rabiou bekam eine mit Vitaminen und Mineralien angereicherte Erdnusspaste und bereits nach wenigen Tagen war er wieder bei Kräften. Heute ist Rabiou ein gesundes Kind, das gerne spielt.

Es kam der Tag, an dem ich nicht mehr wusste, ob mein Sohn bis zum nächsten Morgen überleben würde. Er war so krank und schwach. Jetzt kann ich sehen, dass es ihm viel besser geht und bin darüber sehr glücklich.

Fatima – Rabious Mutter

Was ist der Unterschied?

Unterernährung

Unterernährung

Unterernährung entsteht, wenn die Nahrung nicht ausreicht, um die nötige Energie für ein aktives und gesundes Leben bereitzustellen. Laut Welternährungsorganisation (FAO) braucht ein Erwachsener durchschnittlich etwa 1.800 Kilokalorien am Tag.

Mangelernährung

Mangelernährung tritt auf, wenn essenzielle Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien fehlen. Rund zwei Milliarden Menschen weltweit sind davon betroffen. Sie sind deswegen oft krank und können nicht gut arbeiten und lernen.

Am Oberarmumfang von Kleinkindern lässt sich ihr Ernährungszustand ablesen. Er kann mit einem solchen Armband gemessen werden. Rot bedeutet akute Mangelernährung.

Warum Kinder Hunger leiden...

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Vielerorts sorgen Dürren und Überschwemmungen immer wieder für Hunger und Mangelernährung. Der Klimawandel erhöht dieses Risiko und könnte in den nächsten Jahrzehnten die Ernährung von Hunderten Millionen Menschen gefährden.
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In Kriegsgebieten wie im Jemen blockieren Kämpfe auch die Versorgung mit Lebensmitteln. Viele Menschen fliehen vor den Kämpfen ohne ausreichende Nahrung oder Trinkwasser – besonders für kleine Kinder ist das eine große Gefahr.
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Die meisten Menschen, die hungrig ins Bett gehen, haben zu wenig zu essen, weil sie arm sind. Viele bewirtschaften eigene Felder, doch die Erträge reichen oft nicht aus. Auch in Städten schaffen es viele Familien nicht, sich ausreichend zu ernähren.
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Was wir dagegen tun

Nothilfe in Hungerkrisen

In akuten Hungerkrisen verteilen wir Nahrungsmittel und versorgen Familien mit Lebensmittelgutscheinen. Akut mangelernährte Kinder behandeln wir mit Spezialnahrung wie Plumpynut, einer angereicherten Erdnusspaste. Zudem beraten wir Mütter zum Thema Stillen und darüber, wie sie die Ernährung ihrer Kinder mit einfachen Mitteln verbessern können.

Langfristige Hilfe

Wo Mangelernährung chronisch auftritt, unterstützen wir Familien durch Existenzsicherungs-Programme, die ihnen ein stabiles Einkommen ermöglichen.
Wir statten sie mit Saatgut aus und vermitteln Wissen über effektive Anbaumethoden, um Ernteerträge zu verbessern und die Familien unabhängiger von schwankenden Lebensmittelpreisen zu machen.

Politische Arbeit

Um Hunger langfristig zu bekämpfen, braucht es Veränderungen auf vielen Ebenen. So arbeiten wir beispielsweise mit Regierungen daran, Programme zur Ernährungssicherheit zu entwickeln oder die Widerstandsfähigkeit der Menschen gegenüber Dürren und anderen Naturkatastrophen zu erhöhen. Zudem setzen wir uns dafür ein, Armut zu bekämpfen, denn sie ist der wichtigste Grund für Hunger und Mangelernährung weltweit.

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