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Kleiner Rohingya-Junge im Monsun-Regen in einem Flüchtlingscamp in Bangladesch.

Im Einsatz
für die Rohingya

Hunderttausende geflüchtete Rohingya vom Monsun bedroht!

In Cox's Bazar, Bangladesch, leben 898.000 Angehörige der muslimischen Rohingya in riesigen Flüchtlingscamps. Sie flohen 2017 vor der eskalierenden Gewalt in ihrem Heimatland Myanmar und sind auf Hilfslieferungen angewiesen. Aktuell wird die ohnehin angespannte Lage noch durch den Monsun verschärft. Heftige Regenfälle und starke Stürme stellen die Menschen und Helfer vor Ort vor große Herausforderungen.

Kinder sind in dieser Situation besonders gefährdet.

Bitte unterstützen Sie unsere Nothilfe für die geflüchteten Rohingya.

IBAN: DE92100205000003292912
BIC: BFSWDE33BER
Stichwort: Spendenaufruf Rohingya

Nahrungsmittel

 25 € kosten Nahrungsmittel wie Reis, Öl und Mehl für eine siebenköpfige Familie für einen Monat.

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Trinkwasser

76 € kosten Wasserreinigungstabletten, mit denen zwei Familien einen Monat lang sauberes Trinkwasser herstellen können.

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Notunterkünfte

Mit 168 € helfen Sie, acht Familien mit einem Materialset für Notunterkünfte auszustatten. Darin enthalten sind u.a. Planen und Seile.

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Monsun verschärft die Lage in Cox's Bazar

Aktuell ist in Bangladesch Monsunzeit. Starke Regenfälle weichen den lehmigen Boden, auf dem die aus Bambusstöcken und Plastikplanen erbauten Hütten der geflüchteten Rohingya stehen, auf. Im Juni traf der bisher stärkste Monsun-Sturm das Flüchtlingscamp. Die Wassermassen fluteten dutzende Unterkünfte, andere wurden durch Erdrutsche beschädigt. Teile des Camps können momentan nur noch zu Fuß erreicht werden. Die Lieferung lebenswichtiger Güter für die Kinder im Camp wird so erschwert.

Wir haben bereits Anfang des Jahres mit den Vorbereitungen für die Zeit des Monsuns begonnen, um die Schäden so gering wie möglich zu halten.

Unter anderem haben wir:

  • unsere Gesundheitszentren mit Sandsäcken und zusätzlichen Bambusgerüsten befestigt
  • Rinnsteine betoniert, damit das Wasser besser abfließen kann
  • Dächer mit Seilen, zusätzlichen Planen und Sandsäcken befestigt
  • Wege mit Sandsäcken und Bambus ausgebaut, damit die Menschen sich auch während des Monsuns im Camp bewegen können
  • besonders gefährdete Häuser, z.B. an Hanglagen, identifiziert und umgesiedelt
  • Schutzpakete an die Familien verteilt
  • Kinder mit ID-Bändchen ausgestattet. Falls sie in den Wirren des Monsuns von ihrer Familie getrennt werden, können wir sie so schnell wieder miteinander vereinen.

Die Angst vor Epidemien steigt

"Wir gehen davon aus, dass ein Viertel aller Toiletten und die Hälfte der Trinkwasserbrunnen in den Lagern durch den Monsunregen beschädigt werden", warnt Myriam Burger, Save the Children Health Adviser in Cox's Bazar. "Es gab bereits Ausbrüche von Masern und Diphterie, die Lager sind überfüllt und eine alarmierende Anzahl von Kindern unter fünf Jahren ist unterernährt", so Burger. 

Save the Children ist vor Ort

Die Menschen in den Flüchtlingscamps benötigen dringend Lebensmittel, sauberes Wasser, Medikamente, Latrinen und Hygienesets. Jeden Tag werden in den Zeltunterkünften rund 130 Babys geboren. Sie und ihre stillenden Mütter sind auf besondere medizinische Unterstützung angewiesen.

Mehr als 60.000 Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt.  Durchfallerkrankungen, die häufig durch verschmutztes Wasser ausgelöst werden,  stellen ebenfalls besonders für Kinder eine Gefahr dar.

Wie wir den Geflüchteten helfen:

  • Wir unterstützen die Familien in den Camps mit Materialien für Notunterkünfte, Hygienesets und Kochutensilien.
  • Wir verteilen Nahrungsmittel und behandeln mangelernährte Kinder mit Spezialnahrung und Vitaminpräparaten.
  • Wir haben bereits über 40 kinderfreundliche Räume errichtet, in denen Kinder geschützt  spielen können. Sie erhalten dort auch psychologische Unterstützung.
  • Wir bauen temporäre Unterrichtsräume, in denen Kinder lernen können. 
  • Wir errichten und betreiben Gesundheitsstationen, die auch für Menschen in entlegenen Gebieten des Camps erreichbar sind.  Dort erhalten sie Medikamente und werden von erfahrenem Fachpersonal medizinisch betreut.
  • Wir bauen Straßen und Brücken, um sicherzustellen, dass kein Kind von humanitären Leistungen ausgeschlossen bleibt. 
  • Wir kümmern uns außerdem besonders um unbegleitete Kinder. Wir setzen alles daran, sie mit Familienmitgliedern wieder zu vereinen.  

Doch wir müssen unsere Hilfe dringend ausweiten. Bitte unterstützen Sie uns dabei mit Ihrer Spende.

Save the Children unterstützt Rohingya seit 2012

Die mehrheitlich muslimischen Rohingya werden in Myanmar nicht als Staatsbürger anerkannt und gelten laut UN weltweit als besonders stark verfolgte Minderheit. Save the Children unterstützt bereits seit 2012 Kinder und Familien in Vertriebenenlagern in Myanmar.

Ursache der aktuellen Fluchtbewegung

Ende August 2017 kam es im myanmarischen Bundesstaat Rakhine zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen dem Militär in Myanmar und einer muslimischen Rebellengruppe, die gegen die Unterdrückung der Rohingya kämpft. Nach Angriffen von Rohingya-Rebellen auf Polizeiwachen im Bundesstaat Rakhine hat das Militär mit brutaler Gewalt reagiert. Es kam zu Brandstiftungen, Vergewaltigungen und Tötungen. Innerhalb weniger Wochen flohen hunderttausende Angehörige der muslimischen Rohingya-Minderheit ins benachbarte Bangladesch. Mittlerweile leben dort mehr als 898.000 Menschen in riesigen Flüchtlingscamps, hauptsächlich im grenznahen Distrikt Cox’s Bazar. Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder.

Die meisten Menschen flohen zu Fuß und nur mit den Sachen, die sie am Leib trugen. Sie haben Schreckliches erlebt. Manche wurden verwundet, viele sind von ihren Erlebnissen traumatisiert. Tausende Kinder erreichten die Camps ganz auf sich allein gestellt, weil sie auf der Flucht von ihrer Familie getrennt oder ihre Eltern getötet wurden. In unserem Report „Horrors I will never forget“ haben wir die schrecklichen Erlebnisse der geflüchteten Kinder dokumentiert.


Save the Children Deutschland e.V. ist durch den Freistellungsbescheid des Finanzamt für Körperschaften I Berlin vom 03. April 2017, Steuernummer 27/67761587 als Körperschaft anerkannt, die ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten gemeinnützigen Zweck im Sinne von § 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 AO dient.

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