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Unser Partner:
IKEA, IKEA Foundation & IKEA Stiftung

Mit IKEA verbindet unsere Organisation seit 1994 eine umfassende globale Partnerschaft.

Beratung zu Kinderrechten

Ein wichtiger Meilenstein unserer langfristigen Kooperation ist der „IKEA Verhaltenskodex zur Vermeidung von Kinderarbeit“, der im Jahr 2000 eingeführt wurde. Bei der Erstellung dieser Richtlinien stand Save the Children dem Unternehmen mit seiner Expertise zu Kinderschutz und Kinderrechten beratend zur Seite.

Mit Hilfe von IKEA und der deutschen IKEA Stiftung konnte Save the Children zwischen 2015 und 2016 in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof den deutschlandweit ersten Schutz- und Spielraum für Kinder errichten. Grundlage hierfür ist das von Save the Children seit Jahrzehnten in vielen Krisen erprobte Konzept der „Child Friendly Spaces“ (CFS).

© Christof Rieken

In solch einem Schutz- und Spielraum können Mädchen und Jungen sicher und betreut spielen, malen und basteln. Viele Kinder blühen hier auf und finden neues Vertrauen. Die pädagogischen Angebote geben den Kindern Struktur und bereiten sie auf den Besuch einer regulären Schule oder Kindertagesstätte vor.

Projektpartnerschaft mit IKEA

Bereitstellung von Expertise

© Christof Rieken

Eine IKEA Innenarchitektin hat für den Schutz- und Spielraum ein spezielles Raumkonzept entwickelt. Dieses Konzept wurde später in weiteren, von Save the Children betriebenen, Schutz- und Spielräumen umgesetzt. So etwa in Flüchtlingsunterkünften in Halberstadt und Eisenhüttenstadt.

Sachspenden

© Christof Rieken

Neben der finanziellen Unterstützung durch die IKEA Stiftung hat IKEA alle Schutz- und Spielräume mit Möbelspenden ausgestattet.

Begeisterte Kinder

© Piero Chiussi

Die in der Unterkunft lebenden Kinder zeigten sich schon nach kurzer Zeit sehr begeistert von dem neuen Angebot: Bis zu 90 Prozent der Mädchen und Jungen bis 13 Jahre haben in dem Raum gespielt und gelernt, getobt, gebastelt und gemalt.

Erfolgreiches Vorzeigeprojekt

Das von IKEA und IKEA Stiftung geförderte Pilotprojekt legte einen Grundstein für die weitere Flüchtlingsarbeit von Save the Children in Deutschland: Das gewonnene Wissen und die Erfahrungen helfen nun dabei, weitere Schutz- und Spielräume zu errichten.

Damit möglichst viele Kinder von der Weiterentwicklung des Konzepts profitieren können, teilt Save the Children das gewonnene Wissen außerdem mit anderen Organisationen und Einrichtungen.

Ich bin jeden Tag so oft und so lange wie möglich hier, weil es hier viel schöner ist. Ich traue mich jetzt raus aus der Wohnkabine, kann spielen und fühle mich sicher. Am liebsten spiele ich Schach mit einem der Erzieher. Auch kann ich hier in Ruhe lesen und etwas lernen – das hilft sehr, bis ich endlich hier in Deutschland auf eine Schule gehen kann.

Rita (Name geändert), 12, aus Syrien, über den Schutz- und Spielraum in der Flüchtlingsunterkunft Tempelhof

Erfolgreiches Vorzeigeprojekt

Das von IKEA und IKEA Stiftung geförderte Pilotprojekt legte einen Grundstein für die weitere Flüchtlingsarbeit von Save the Children in Deutschland: Das gewonnene Wissen und die Erfahrungen helfen nun dabei, weitere Schutz- und Spielräume zu errichten.

Damit möglichst viele Kinder von der Weiterentwicklung des Konzepts profitieren können, teilt Save the Children das gewonnene Wissen außerdem mit anderen Organisationen und Einrichtungen.

IKEA und Save the Children verbindet eine mehr als zwanzigjährige Partnerschaft. Während dieser haben wir uns immer gemeinsam für den Schutz und die Unterstützung von Kindern eingesetzt. Seit 2015 tun wir dies verstärkt in Deutschland. Bei der Einrichtung der Schutz- und Spielräume passten die Aufgabe und unsere Kompetenzen perfekt zusammen. Jetzt ist es eine Freude zu sehen, wie die Kinder in Tempelhof aufblühen, wenn sie in den Räumen toben, spielen und lernen können.

Kai Hartmann, Sustainability, People & Communities, IKEA Deutschland

Die "Let`s Play for Change"- Kampagne

© IKEA

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Partnerschaft mit IKEA ist eine seit 2003 jährlich durchgeführte Cause-Related Marketing Kampagne: Bis 2015 war das die "Sofftoys for Education"- Kampagne. Seit 2016 heißt sie "Let`s Play for Change". Dabei setzt IKEA den Schwerpunkt auf das Kinderrecht auf Spielen und Entwicklung.

Das Recht auf Spielen

Spielen ist nicht nur Spaß, sondern ein Recht, denn Kinder entdecken die Welt spielerisch: Sie lernen im Spiel Neues kennen, probieren sich aus und setzen sich mit ihrer Umwelt auseinander.
Für eine gesunde Entwicklung ist dies vor allem in den ersten Lebensjahren wesentlich. Spielen Kleinkinder mit anderen Kindern, üben sie zum Beispiel zu teilen und Rücksicht zu nehmen, aber auch ihre Interessen zu kommunizieren und durchzusetzen. Älteren Kindern hilft Spielen, ihre Erlebnisse zu verarbeiten, ihre Kreativität zu entwickeln oder sich zu erholen.

Spielen ist für Kinder so wichtig, dass die UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung als wesentliches Kinderrecht festgeschrieben hat. Doch viele Kinder haben kaum Möglichkeiten zu spielen – zum Beispiel, weil sie in Konflikt- oder Krisengebieten leben, in denen es an sicheren Orten zum Spielen mangelt.

Hier setzt die Kampagne der IKEA Foundation „Let´s Play for Change“ an, die Kindern in ihrem Recht auf Spielen stärken will.

UN Kinderrechtskonvention - Artikel 31

Beteiligung an Freizeit, kulturellem und künstlerischem Leben; staatliche Förderung

  1. Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes auf Ruhe und Freizeit an, auf Spiel und altersgemäße aktive Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben.
  2. Die Vertragsstaaten achten und fördern das Recht des Kindes auf volle Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben und fördern die Bereitstellung geeigneter und gleicher Möglichkeiten für die kulturelle und künstlerische Betätigung sowie für aktive Erholung und Freizeitbeschäftigung.

Cause-Related Marketing

© IKEA

Während der Let’s Play for Change Kampagne im November und Dezember 2017 unterstützt IKEA Foundation Projekte von Save the Children und anderen Organisationen durch den Verkauf der Produkte aus dem IKEA-Kindersortiment.

Im Kampagnenzeitraum finden Veranstaltungen in den IKEA Einrichtungshäusern statt: Unsere Teams sind vor Ort und informieren Kunden über die Arbeit von Save the Children.

Insgesamt unterstützt IKEA Foundation sechs gemeinnützige Partnerorganisationen von 2016 bis 2018 mit insgesamt 45 Millionen Euro. Damit soll das Kinderrecht auf Spiel, Erholung und Freizeit durch Projektarbeit in verschiedenen Ländern sichergestellt werden.

Die Programme

Gefördert durch die Einnahmen aus der "Let’s Play for Change"- Kampagne setzen wir das Programm „I play, I learn and I’m safe“ in Bangladesch und Äthiopien um.

In beiden Ländern ziehen besonders viele Kinder aus ihren Heimatorten weg. Die Gründe dafür sind vielfältig: sie reichen von Armut, Naturkatastrophen, Konflikten, Missbrauch bis hin zu Mangel an Bildungsmöglichkeiten und Perspektiven.

In dieser Situation sind Kinder besonders gefährdet. Sowohl auf ihrer Reise, als auch an ihrem neuen Wohnort sind sie Diskriminierung, Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung und Ausbeutung schutzlos ausgesetzt. Staatliche Infrastrukturen sind oft nur unzureichend, um diese Kinder zu schützen und ihnen Bildungs- und Freizeitangebote bereitzustellen. Hierdurch wird oft die Entwicklung, der Lernerfolg und das Wohlbefinden der Kinder langfristig behindert - die daraus resultierenden Folgen zeichnen sich bei den  Kinder oft ihr Leben lang ab.

Bangladesch

Bangladesch ist eines der am stärksten von Naturkatastrophen bedrohten Länder weltweit und hat außerdem eine der höchsten Urbanisierungsraten. Immer mehr Kinder migrieren von den ländlichen Gebieten in Städte und sind dadurch großen Risiken und Gefahren ausgesetzt.

Äthiopien

Trotz großer Bemühungen, die Lebenssituation von Kindern zu verbessern, ist das Land laut des Human Development Index unter den letzten 20. Über 30 Millionen Menschen leben in Äthiopien in absoluter Armut.

Unser Ansatz

Wir begegnen den Gefahren unsicherer Migration durch Kinderschutzmaßnahmen, Bildungsangebote und Spiel. Spielerische Ansätze werden eingesetzt zur Freizeitgestaltung, als Lernmethode und auch als Methode zur Verarbeitung traumatischer Erlebnisse. Weitere Aktivitäten der Programme sind unter anderem:

  • Wir sensibilisieren das Umfeld der Kinder für die Risiken von unsicherer Migration.
  • Wir ermöglichen Kindern den Zugang zu formeller und informeller Bildung, sowohl an ihrem Zielort, als auch auf dem Weg dorthin.
  • Wir minimieren das Risiko von Gewaltanwendung an Kindern, indem wir Eltern und Lehrer in Methoden positiver Disziplinierung schulen.
  • Wir etablieren Freizeitzentren, in denen Kinder spielen, sich erholen und lernen können.

Mit den Programmen wollen wir mehr als 60.000 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren in Bangladesch und Äthiopien erreichen. Weitere Informationen zu den Programmen finden Sie hier.


Ob durch Cause-Related-Marketing-Kampagnen, Unternehmensspenden oder Mitarbeiterengagement - IKEA unterstützt uns im Rahmen unserer Partnerschaft auf unterschiedliche Weisen.

Wollen auch Sie mit uns gemeinsam Kinderleben verändern? Dann kontaktieren Sie uns und wir besprechen, welche Arte des Engagements zu Ihrem Unternehmen passt.

Franziska Lauer & Team