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Kinder dürfen nicht ertrinken!

Amena* ist eines von mehr als 500 Flüchtlingskindern, die wir mit unserem Rettungsschiff aus dem Mittelmeer retten konnten. Doch unser Einsatz geht weiter. Bitte unterstützen Sie uns dabei!

Auf Leben und Tod: Amenas Flucht übers Mittelmeer

Tausende Flüchtlinge stehen jeden Tag vor der schweren Entscheidung: Bleiben in einem Land, in dem sie nicht sicher sind und keine Zukunft haben? Oder Fliehen und sich dabei auf gefährliche Wege, wie den über das Mittelmeer, begeben? Noch schwerer wird diese Entscheidung, wenn es um das Leben der eigenen Kinder geht. Auch der syrische Vater Fadi* stand vor dieser Entscheidung. Mit seiner Familie überlebte er nur knapp die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer.

Wenn das Leben deiner Kinder auf dem Spiel steht

„Es war eine sehr schwere Entscheidung, die ich niemandem wünsche. Ich konnte vor Sorge tagelang nicht schlafen. Wenn auf dem Meer etwas passiert – wer ist dann schuld?"

Fadi sah für seine Familie keinen anderen Weg als die Flucht. Die medizinische Versorgung seiner Tochter Amena* (5), die unter Asthma und einer Herzerkrankung leidet, war in Syrien nicht mehr gesichert. Der Krieg hat die medizinische Infrastruktur zerstört, Fadi fand keine Arbeit und konnte die hohen Kosten für Amenas Behandlung nicht mehr bezahlen. Und auch für seinen Sohn Samer* (8) wünschte sich Fadi ein Leben ohne Krieg, Gewalt und Angst.

Den Schleusern hilfslos ausgeliefert

Die Familie floh zunächst nach Libyen. Hier kam Fadi mit Schleusern in Kontakt, die Flüchtlinge über das Mittelmeer bringen. Sie versprachen ihm, dass nicht mehr als 150 Menschen auf einmal in einem stabilen Holzboot über das Meer gebracht werden. Innerhalb von vier bis fünf Stunden wären sie in Europa. Fadi zahlte den Schleusern viel Geld, um seiner Familie einen vermeintlich sicheren Platz auf dem Boot zu kaufen. Doch als Fadi mit seiner Familie am verabredeten Treffpunkt ankam, saßen bereits doppelt so viele Menschen in dem Boot.  

„Sie sagten, wir sollten an Bord gehen. Ich konnte nichts tun. Die Männer waren bewaffnet. Ich machte mir keine Sorgen um mich, doch ich hatte schreckliche Angst um meine Kinder.

Todesangst auf dem Meer

„Papa, wo fahren wir hin?“ fragte Fadis achtjähriger Sohn Samer. Er fürchtete sich und weinte. Fadi versuchte, ihn zu beruhigen. Er sagte, sie würden nur eine kurze Reise über das Meer machen. Doch diese kurze Reise wurde zu einem Horrortrip. Es regnete und hohe Wellen brachten das Boot fast zum Kentern. Mehrmals fiel der Motor aus, bis er schließlich ganz den Dienst versagte – die Schleuser setzten sich mit anderen Booten ab. „Bitte bring uns zurück“, flehte Samer immer wieder.

Dramatische Rettung

10 Stunden trieb die Familie mit hundert anderen Flüchtlingen hilflos im Meer, dann fand die „Vos Hestia“ das Boot und ein dramatischer Rettungseinsatz begann.

„Als ich das Schiff von Save the Children sah, weinte ich vor Freude”, erzählt Fadi.

Amena war eine der ersten, die von dem Boot gerettet wurde. Als unsere Mitarbeiter sie fanden, bekam sie keine Luft. Ihre Sauerstoffvorräte waren aufgebraucht – für sie kam die Rettung in letzter Sekunde. Die Ärzte sagten später, ohne die schnelle Hilfe hätte sie keine weitere Stunde überlebt.

Von unserem Rettungsschiff wurde Amena umgehend mit einem Hubschrauber in ein italienisches Krankenhaus gebracht, wo sie umfassend medizinisch versorgt wurde. Ihre Mutter begleitete sie.

In Sicherheit auf dem Rettungsschiff

Fadi und Samer blieben zunächst auf dem Rettungsschiff. Hier wurden sie unter anderem von dem Kulturmediator Mutasem Hayatla betreut. Unsere Kulturmediatoren übernehmen eine wichtige Rolle bei der Versorgung von Kindern und ihren Familien an Bord des Rettungsschiffs. Sie helfen bei der Verständigung mit den Teammitgliedern und leisten emotionale Unterstützung für die Geflüchteten. Außerdem helfen sie, die Bedürfnisse der Kinder bzw. der verschiedenen Gruppen unter den Geflüchteten zu erkennen.

Wieder vereint

Sobald Fadi und Samer in Italien an Land gehen konnten, brachten unsere Mitarbeiter sie zu Amena ins Krankenhaus. Amena ging es bereits viel besser und sie konnte wieder lachen. Die Familie war in Sicherheit wieder vereint.

Wiedersehen nach sechs Monaten

Sechs Monate nach ihrer Rettung lebt die Familie in einer Unterkunft für Asylsuchende in den Niederlanden. Amena hat sich erholt und die Familie blickt optimistisch in die Zukunft. Kulturmediator Mutasem besuchte die Familie in ihrer neuen Unterkunft. Er musste selbst aus seiner Heimat fliehen und die Geschichte hat ihn sehr berührt. Sehen Sie hier das emotionale Wiedersehen von Mutasem und der Familie. 


Unser Einsatz geht weiter

Amena und Samer sind zwei von mehr als 500 Kindern, die wir mit unseren Rettungseinsätzen auf dem Mittelmeer retten konnten. Doch unser Einsatz geht weiter.

Weit mehr als 180.000 Menschen haben im letzten Jahr die gefährliche Flucht nach Italien über den Seeweg angetreten. Zu viele haben nicht überlebt. Solange es keine sicheren Fluchtwege gibt, werden wir mit unserem Rettungsschiff „Vos Hestia“ auf dem Mittelmeer unterwegs sein und in Not geratenen Flüchtlingen helfen. Bitte unterstützen Sie uns dabei mit Ihrer Spende!

Spendenkonto

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Stichwort: Spendenaufruf Flucht Europa

* Alle Namen wurden zum Schutz der Familie geändert.

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