Sie haben kein Javascript aktiviert. Bitte beachten Sie, dass einige Elemente dieser Seite ohne Javascript nicht einwandfrei funktionieren.

DZI-Spendensiegel
15.12.2016 14:29

Syrien-Krieg: Aleppo ist kein Ort für Kinder!

Die Lage in Aleppo bleibt  katastrophal. Tausende Kinder harren noch immer im völlig zerstörten Ostteil der syrischen Stadt aus. Save the Children fordert, dass diese Mädchen und Jungen sofort evakuiert werden müssen. Alle Zivilisten, die evakuiert werden, müssen dorthin gehen können, wohin sie möchten. Außerdem muss der neu ausgehandelte Waffenstillstand überwacht und dringend eingehalten werden.

„Kriegsschauplätze sind keine Orte für Kinder“, sagt Helle Thorning-Schmidt, CEO von Save the Children International. „Das gestrige Scheitern und die offenbar langwierigen Gespräche über eine neue Feuerpause haben zu noch mehr toten Zivilisten geführt. In politischen oder militärischen Verhandlungen darf aber nicht um den Schutz der Zivilbevölkerung und humanitäre Hilfe gefeilscht werden. Kinder, Verletzte und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen in Aleppo können nicht länger warten. Die Evakuierung aller in Ost-Aleppo verbleibender Zivilisten muss nun sicher und vollständig durchgeführt werden.“

Save the Children erhält nach wie vor besorgniserregende Informationen nach dem gestern gescheiterten Waffenstillstandsabkommen. Tausende Kinder sind im besetzten Ost-Aleppo eingesperrt, viele von ihnen ohne ihre Eltern, weil sie entweder von ihnen getrennt wurden oder diese ums Leben gekommen sind. Die Kinder befinden sich in größter Gefahr, während sie in der unsicheren Situation ständige Angst vor weiteren Attacken haben und sich verstecken müssen. Es ist nicht möglich, diejenigen zu zählen, die allein gestern verletzt wurden. Die Verstecke für Familien sind immer spärlicher geworden, das medizinische Personal konnte wegen der intensiven Angriffe nicht mehr auf die Straßen, um die Opfer zu versorgen. Der Arzt Dr. Abu Rajab* berichtete uns gestern direkt aus Ost-Aleppo: „Es ist eine sehr düstere Situation, es gibt keine Krankenwagen. Die Menschen verbluten auf den Straßen.“

„Wir befürchten, dass zahlreiche Kinder in den gestrigen Beschüssen verletzt oder getötet wurden“, sagt Nick Finney, Save the Childrens Regionaldirektor in Nordsyrien. „Gestern war der Tag, an dem Verletzte aus Ost-Aleppo heraus gebracht werden sollten, um endlich behandelt zu werden und so überleben zu können. Auch Kinder und andere Zivilisten hätten eigentlich Aleppo auf sicheren Wegen verlassen sollen. Stattdessen wurde die Situation für sehr viele lebensbedrohte Kinder von Stunde zu Stunde schlimmer. Wenn die Evakuierung jetzt nicht klappt, dann sterben noch viele weitere Kinder.“

Save the Children ist in Syrien im Einsatz, um Kindern und ihren Familien zu helfen. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende.

 * Name aus Sicherheitsgründen geändert.

Newsletter

Erfahren Sie alles Wichtige über Save the Children in unserem Newsletter.

Kinder der Welt

Lesen Sie hier unser aktuelles Spendermagazin "Schule kann Leben retten".

zu teaserheadline