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700.000 Menschen in Syrien noch immer ohne Hilfe

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Berlin, 18.01.2017. Die meisten Menschen in belagerten Gebieten Syriens warten nach wie vor auf humanitäre Hilfe – und das trotz des Waffenstillstandsabkommens, das Russland und die Türkei am 30. Dezember initiiert haben. Zusätzlich haben sich die Bedingungen durch den Wintereinbruch drastisch verschärft.

Zahlreiche Notleidende, darunter auch Kinder, für die sofortige medizinische Hilfe lebenswichtig ist, können nicht evakuiert werden. Im Link weiter unten in dieser Pressemeldung finden Sie das Foto eines 10-jährigen Jungen in Madaya, der vor über einem Monat während eines Raketenangriffs schwer verletzt wurde. Da er die Stadt nicht verlassen konnte, fürchtet seine Familie, dass er sein Augenlicht verliert, weil er vor Ort nicht ausreichend behandelt werden kann.

Nach dem Ende der Belagerung von Ost-Aleppo leben laut UN immer noch ca. 700.000 Menschen, davon 300.000 Kinder in bis zu 15 über ganz Syrien verteilten besetzten Gebieten. Bislang hat nur eine einzige Region dieses Jahr Hilfe erhalten: Ein Konvoi erreichte am 7. Januar Moadamiya außerhalb von Damaskus. Geliefert wurden Nahrungsmittel, Bildungsmaterialien und einige medizinische Vorräte, allerdings wurden Operationsinstrumente und medizinische Apparaturen dem Konvoi entnommen, auch Notfallausrüstungen für Lungenentzündungen.

Nach über zwei Monaten war das die erste humanitäre Hilfslieferung in diese Gegend, im Dezember gab es nur eine einzige in das besetzte Gebiet Khan Eshieh. Folglich haben Hunderttausende Menschen in Syrien monatelang keine Unterstützung erhalten.

Madayas Bewohner berichten von eiskalter Witterung und haben gleichzeitig keinerlei Heizöl, während Scharfschützen verhindern, dass sie sich Brennholz suchen können. Die gleichen Szenen spielen sich in den anderen belagerten Gebieten ab. Ein Lehrer aus Madaya berichtete: „Die Situation ist schrecklich: Nicht nur werden wir pausenlos bombardiert und von Heckenschützen beschossen. Es ist auch eiskalt und schneit. Wir sind so müde und erschöpft.“

Save the Children verlangt, dass Kinder und ihre Familien, die seit Monaten, zum Teil schon seit Jahren eingekesselt sind und von der Versorgung mit Essen, Wasser und medizinischer Hilfe abgeschnitten wurden, bevorzugt behandelt werden müssen, sobald Kampfhandlungen unterbrochen oder beendet werden. Außerdem müssen die Konfliktparteien sofort sicherstellen, dass Hilfskonvois durchkommen und nicht durch verzögernde Genehmigungsverfahren gestoppt werden.

Für Interviewanfragen an unsere Mitarbeiter vor Ort (Englisch) wenden Sie sich bitte an unsere Presseabteilung.

Das Foto des verletzten Jungen in Madaya können Sie hier herunterladen.

Alle Zusatzmaterialien sind unter der Angabe ©Save the Children kostenlos verwendbar.

Für mehr Informationen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle:

Kontakt:
Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle
Markgrafenstr. 58
10117 Berlin
Tel.: +49 (30) 27 59 59 79 – 280
Mail: presse@savethechildren.de

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