Britta Steffen unterstützt unsere Kampagne EVERY ONE gegen Kindersterblichkeit.
Bitte schicken Sie keine weiteren Mützen!
Wir haben uns sehr über die Mützenflut gefreut - herzlichen Dank an alle Strickerinnen und Stricker. Viele fragen sich warum unsere Strickaktion nicht weiterläuft: Zum einen sind wir hier in Berlin beim Verpacken Zehntausender Mützen an personelle und räumliche Grenzen gestoßen. Zum anderen fehlen Sponsoren, die den Mützen-Transport kostenlos übernehmen.
Das Verteilen der Babymützen ist nur ein Schritt von vielen, die nötig sind, um die Säuglingssterblichkeit zu senken. Zusätzlich müssen Geburtshelferinnen ausgebildet werden. Die Neugeborenen brauchen Impfungen und Medikamente. All das kostet Geld! Die Säuglinge sind deshalb weiter auf Ihre Hilfe angewiesen!
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Kampagne: Eine Mütze voll Leben
Jede Babymütze kann ein Leben retten – deshalb haben wir im November 2008 eine große Strick-Aktion gestartet. 50.000 Mützen – das war das Ziel unserer Kampagne „Eine Mütze voll Leben“. Vom Erfolg unserer Aktion waren wir selbst überrascht. In nur wenigen Monaten schnellte das Mütz-O-Meter, das den Stand der bei uns eingegangenen Mützen anzeigt, nach oben. Am Ende waren es mehr als 200.000 Mützen, die wir in unsere Gesundheitsprojekte nach Ruanda, Afghanistan, Bangladesch, Bolivien und Sri Lanka schicken konnten.
Einfache Mittel sichern Überleben
Die meiste Wärme verliert ein Baby über den Kopf. Deshalb ist es besonders wichtig, den Kopf eines Neugeborenen warm zu halten. So ist es besser vor Infektionen wie Lungenentzündungen geschützt. Vier Millionen Neugeborene sterben jedes Jahr an vermeidbaren Krankheiten und Infektionen, die meisten von ihnen in Entwicklungsländern. Mit einfachen Mitteln wie Impfungen, besserer Hygiene bei der Geburt oder einer Babymütze könnten jedoch bis zu 60 Prozent der Kinder gerettet werden.
Prominente Unterstützer
Save the Children hatte bereits Strick-Aktion in Großbritannien, den USA und Südkorea erfolgreich gestartet. Parlamentsmitglieder strickten dort ebenso wie die Hollywood-Stars Gwyneth Paltrow, Patricia Arquette und Mischa Barton. In Deutschland unterstützen die Unternehmerin Dana Schweiger und der Sänger Ben die Kampagne: „Für mich ist eine Mütze zum Markenzeichen geworden“, so Ben. „ Sie gehört wie Socken, Hosen und Schuhe einfach zu meiner Kleidung. Für Babys in Entwicklungsländern bedeutet eine Mütze aber viel mehr, nämlich Leben.“ Auch Dana Schweiger hat zu den Stricknadeln gegriffen: „Wenn ich so einfach einem Baby helfen kann zu überleben, dann ist es für mich ganz klar, dass ich Save the Children beim Kampf gegen Säuglingssterblichkeit unterstützte.“
Strickrekorde
Überall in Deutschland folgten fleißige Strickerinnen und Stricker dem prominenten Beispiel. Immer neue Rekorde konnten wir vermelden: Spitzenreiter mit mehr als 4.000 Mützen war Paderborn, dicht gefolgt von Rahden in Westfalen. Hier produzierten allein die Landfrauen in Rekordzeit 1.000 Babymützen! Die örtliche Fleischerei verschenkte für jede selbstgestrickte Mütze noch eine Wurst. Auch im fränkischen Konradsreuth war das Strick-Fieber ausgebrochen. Im örtlichen Textilgeschäft liefen die Fäden zusammen. Hier wurden Mützen gezählt, Wolle organisiert und Strickanleitungen erklärt. Am Ende schickten die Konradsreuther mehr als 2.000 Mützen zu Save the Children.
Mehr Einsatz der Bundesregierung
Zusätzlich zu den selbstgestrickten Mützen sammelte Save the Children Tausende Briefe, in denen Strickerinnen und Stricker aus ganz Deutschland mehr Engagement der Bundesregierung im Kampf gegen die Säuglingssterblichkeit forderten. Im August haben wir diese Briefe Bundeskanzlerin Merkel in Berlin übergeben. Eine langfristige Verbesserung der Situation von Neugeborenen in Entwicklungsländern ist nur dann möglich, wenn auch die Bundesregierung alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel nutzt, um die Überlebenschancen von Neugeborenen zu erhöhen.