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Save the Children Deutschland

Save the Children

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Die Geschichte von Save the Children

Save the Children wurde 1919, kurz nach dem Ersten Weltkrieg, von der Lehrerin Eglantyne Jebb in Großbritannien gegründet. Für sie gab es keine Sieger und Besiegte, sondern nur Kinder, die unter Hunger und Armut litten. Mädchen und Jungen in Deutschland gehörten zu den ersten, denen Save the Children half. Sie bekamen Kleidung, Lebensmittel und Medikamente, Save the Children betreute Waisenkinder und schenkte in sogenannten Kakaostuben Milch aus.

Unsere Gründerin Eglantyne Jebb rief nicht nur Save the Children ins Leben, sie ist auch Vorreiterin der internationalen Kinderrechtsbewegung. Die von ihr 1923 verfasste Erklärung über die Rechte des Kindes ist heute Bestandteil der UN-Kinderrechtskonvention und gilt in fast allen Ländern der Welt.

In den vergangenen 95 Jahren hat Save the Children Kindern in allen großen Katastrophen geholfen: Nach den beiden Weltkriegen, während des Vietnamkrieges, in Ruanda, Irak und Afghanistan, wann immer und wo immer Kinder durch Konflikte, Kriege oder Naturgewalten wie Erdbeben, Wirbelstürme und Flutwellen bedroht sind, ist Save the Children vor Ort. 

Wie die Kinderrechtsbewegung begann

Im November 1989 verabschiedeten die Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention, die heute von den meisten Staaten der Erde ratifiziert worden ist. Die Konvention schreibt universelle Rechte fest, die vor allem für Kinder gelten sollen: das Recht auf Bildung und die Entfaltung der Persönlichkeit werden ebenso gefordert wie der Schutz vor Gewalt und Ausbeutung. Die Kinderrechtskonvention ist aber keine Erfindung der Vereinten Nationen. Sie geht auf die Forderungen der Gründerin von Save the Children, Eglantyne Jebb, zurück. Sie wandte sich bereits 1923 an den Völkerbund, um den Rechten von Kindern Gehör zu verschaffen. 

Eglantyne Jebb. Eglantyne Jebb: Gründerin von Save the Children und Pionierin der Kinderrechte. (Copyright: Save the Children UK)Alle Kriege sind Kriege gegen Kinder

1876 geboren, wuchs Eglantyne Jebb in England auf und arbeitete nach ihrem Studium als Grundschullehrerin. Das war damals für eine Frau aus der gesellschaftlichen Oberschicht sehr ungewöhnlich. Sie engagierte sich für benachteiligte Menschen und reiste deshalb 1913 auf den Balkan. Dort wollte sie mit zuvor gesammelten Spenden den Menschen in der Region helfen. Als sie sah, wie vor allem Flüchtlingskinder unter den Auswirkungen des Krieges litten, wusste Eglantyne Jebb: „Ich muss zurück nach England. Die Menschen sterben, sterben, sterben.“ Sie wollte dem Leiden nicht zusehen, sondern helfen.

1915, nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, berichtete kaum eine britische Zeitung von den katastrophalen Auswirkungen der Blockade der Alliierten. Die britische Öffentlichkeit wußte nicht, dass im Deutschen Reich eine Hungersnot drohte. Es fehlte an Nahrung, Kleidung und Medikamenten. Besonders Babys und Kinder litten. Für Eglantyne Jebb stand fest: „Alle Kriege, gerechtfertigt oder ungerechtfertigt, verhängnisvoll oder siegreich, sind Kriege gegen Kinder.“

Die Gründung von Save the Children

Im April 1919 gründete sie deshalb gemeinsam mit ihrer Schwester Dorothy den „Save the Children Fund“, um Kindern im kriegszerstörten Europa zu helfen. Ein Augenzeuge berichtet, wie die Schwestern die Gründung der Organisation am 19. Mai in der Albert Hall in London verkündeten: „Die Menschen kamen mit faulen Äpfeln, die sie den Verräterinnen an den Kopf werfen wollten, die Gelder für die Kinder der Feinde sammeln wollten. Aber sie taten es nicht, sondern hörten Eglantyne Jebb zu. Sie begann zögerlich. Aber angetrieben durch die Leidenschaft für ihre Aufgabe wurde ihre Stimme immer lauter.“ Die Gründung von Save the Children war ein großer Erfolg, und bereits  wenige Wochen später konnte die Organisation Kindern in Berlin und Wien helfen.

Im Dezember 1919 traf Eglantyne Jebb Papst Benedikt XV. und überzeugte ihn davon, Save the Children zu unterstützen. Dieser erklärte daraufhin den 28. Dezember zum "Tag der unschuldigen Kinder" und sammelte Spenden für Save the Children. Aber auch andere setzten sich für die Kinderhilfsorganisation ein.

Die Genfer Erklärung und die UN-Kinderrechtskonvention

Nach Ausbruch der Hungersnot in Russland 1921 erkannte Eglantyne, dass Hilfe für Kinder langfristig angelegt sein muss. Wenn die Aufmerksamkeit der Menschen nur bei Katastrophen gewonnen werden kann, wie kann man Kinder dann dauerhaft unterstützen? Diese Überlegung führte zur ersten Erklärung der Rechte der Kinder, die Eglantnye Jebb 1923 im Save the Children-Magazin „The World’s Children“ veröffentlichte. Ihrem vehementen Einsatz für die Kinderrechte ist es zu verdanken, dass diese Grundsätze 1924 zunächst vom Völkerbund als „Genfer Erklärung“ verabschiedet wurden. Später bildeten sie die Grundlage für die „Erklärung der Rechte der Kinder“ der Vereinten Nationen. Am 20. November 1989 nahm die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Kinderrechtskonvention an und schuf endlich eine völkerrechtliche Grundlage für Kinderrechte.

Kinderrechte - ein aktuelles Thema

Seit mehr als 90 Jahren macht sich Save the Children für die Rechte von Kindern stark, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft oder ihrem Glauben: Save the Children kämpft für den Schutz von Kindern nach Kriegen und Naturkatastrophen. Wir kümmern uns um Flüchlingskinder in Gaza, Sri Lanka, Simbabwe und Pakistan. Dank unserer Programme gegen Säuglingssterblichkeit konnten wir Tausende Neugeborene in Bangladesch, Ruanda und Afghanistan retten. Dies sind nur einige Beispiele unserer Arbeit. Sie zeigen, dass es wichtig ist, für die Rechte von Kindern zu kämpfen. Eglantyne Jebb legte dafür den Grundstein.