Stärkung der Widerstandsfähigkeit konfliktbetroffener gefährdeter palästinensischer Haushalte, die von Jugendlichen und Frauen geführt werden, in Gaza und im Westjordanland (Masafer Yatta)
Geber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Laufzeit: 19. Dezember 2023 - 31. Dezember 2026
Dieses Projekt wurde im Oktober 2023 konzipiert und startete im Dezember 2023, vor den Gewaltausbrüchen in den palästinensischen Gebieten.
Projekthintergrund
Das Projekt zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit konfliktbetroffener palästinensischer Haushalte im Gazastreifen und im Westjordanland zu stärken – insbesondere jener, die von Frauen und Jugendlichen geführt werden. Hintergrund ist die langanhaltende politische und wirtschaftliche Krise, die zu hoher Arbeitslosigkeit, Armut, Ernährungsunsicherheit und psychischer Belastung geführt hat. Das Vorhaben unterstützt die Menschen durch Maßnahmen zur Einkommenssicherung, Nahrungsmittelhilfe und psychosoziale Betreuung. Dabei werden lokale Partner eingebunden, um nachhaltige Strukturen zu schaffen und die Selbstständigkeit der Zielgruppen zu fördern. Ziel ist es, die Lebensgrundlagen zu verbessern und die Menschen in die Lage zu versetzen, künftige Krisen besser zu bewältigen.
Projektumsetzung
Die Umsetzung des Projekts erfolgt durch Save the Children in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen im Gazastreifen und im Westjordanland. Dabei werden gezielte Maßnahmen in drei Bereichen durchgeführt: Erstens werden landwirtschaftliche und unternehmerische Aktivitäten gefördert, um Einkommen zu sichern – etwa durch Schulungen, Saatgutverteilung und Unterstützung von Jungunternehmer*innen. Zweitens erhalten besonders gefährdete Haushalte monatlich Lebensmittelkörbe oder Bargeldhilfen, um ihre Grundbedürfnisse zu decken. Drittens werden psychosoziale Unterstützungsangebote bereitgestellt, um das psychische Wohlbefinden zu stärken. Die Projektaktivitäten sind auf die lokalen Gegebenheiten abgestimmt und binden die Gemeinden aktiv in die Planung und Umsetzung ein.
Das Vorhaben wurde während seiner Laufzeit an die sich drastisch verschlechternde Situation im Gazastreifen und in Westjordanland angepasst und um gezielte Maßnahmen zur Stabilisierung der Grundversorgung ergänzt. Hierzu zählen insbesondere erweiterte Unterstützungsleistungen im Bereich der Ernährungssicherung – etwa zusätzliche Lebensmittelkörbe und Mehrzweckbargeldhilfen – sowie verstärkte psychosoziale Angebote und psychologische Erste Hilfe für besonders belastete Kinder, Betreuungspersonen und Familien. Diese Erweiterungen stellen sicher, dass akut entstandene Bedarfe adressiert und die Resilienz der betroffenen Haushalte unmittelbar gestärkt werden.

