Jetzt spendenDZI Siegel

PRESSE
IHRE QUELLE FÜR THEMEN UND REPORTAGEN

MIT IHRER HILFE GEBEN WIR DEN AM MEISTEN VERNACHLÄSSIGTEN KINDERN EINE STIMME

Aktuelle Pressemeldungen

Hier finden Sie unsere Pressemitteilungen zur aktuellen Situation von Kindern weltweit. Gerne nehmen wir Sie auch in unseren Presseverteiler auf, dann erhalten Sie unsere Meldungen künftig per E-Mail. Zum Anmelden können Sie uns eine kurze Nachricht schreiben an: presse@savethechildren.de.

Erste heftige Monsun-Regenfälle erreichen Rohingya-Flüchtlingscamp – Dringend mehr Geld nötig

Pressemeldung als PDF

Berlin, 19. April 2018. Die ersten heftigen Regenfälle der Monsunsaison 2018 haben bereits die Flüchtlingsunterkünfte der Rohingya in Cox’s Bazar in Bangladesch getroffen. Dort leben inzwischen rund 898.000 Rohingya - mehr als die Hälfte von ihnen sind Kinder.

Save the Children appelliert an die internationale Gemeinschaft, Hilfsorganisationen ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen. Susanna Krüger, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland, hat Cox’s Bazar vor wenigen Monaten besucht. „Ich habe gesehen, unter welch widrigen Umständen die Familien leben müssen, die vor Gewalt und Verfolgung aus ihrer Heimat Myanmar hierher geflohen sind“, betont Krüger. „Wenn das Camp nun von den massiven Regenfällen bedroht wird, sind Erdrutsche, Überflutungen, der Ausbruch von Krankheiten und mangelnde Versorgung mit Lebensmitteln zu befürchten. Vor allem die Kinder in Cox’s Bazar brauchen dringend unsere Unterstützung. Noch können wir eingreifen und vorbeugen – allerdings nur mit einer ausreichenden Finanzierung. Wir müssen sicherstellen, dass die Kinder auch in der Monsunzeit medizinisch versorgt werden und ausreichend gesundes Essen bekommen. Und wir wollen und müssen für sie da sein, wenn sie durch die Unwetter von ihren Eltern getrennt werden“, so Krüger weiter.

Save the Children hat in den vergangenen Monaten seine Monsun-Vorbereitungen massiv verstärkt, Schutzpakete verteilt, Abwasserkanäle und Brücken verbessert, Hanglagen verstärkt und den Kindern Identitätsarmbänder zur Verfügung gestellt. Die Hilfsorganisation hat auch Gesundheitszentren und kinderfreundliche Räume ausgebaut und bietet viele dieser Dienste „mobil" an, um für diejenigen erreichbar zu sein, die aufgrund der Regenfälle möglicherweise abgeschnitten werden. 

„Es ist wichtig, dass die internationale Gemeinschaft die humanitäre Hilfe vorantreibt und vollständig finanziert, noch bevor die schlimmste Zeit der Monsuns-Saison startet“, betont  auch Daphnee Cook, Save the Children-Sprecherin, die in Cox’s Bazar selbst arbeitet. „Zudem sollten den Rohingya-Familien andere Wohnflächen zur Verfügung gestellt werden, die nicht von Überschwemmungen oder Erdrutschen bedroht sind. Kommen neben starken Regenfällen auch noch Zyklone dazu, wäre das eine Katastrophe.“ Susanna Krüger ergänzte: „Das Mega-Camp befindet sich auf hügeligem Gelände, viele der notdürftigen Behausungen der Rohingya sind übereinander an den Hängen hoch gebaut. Man mag sich nicht vorstellen, wie bei Regen und Sturm alles ins Rutschen gerät.“

Hintergrund:

Save the Children arbeitet seit 2012 in Cox's Bazar. Nach der Ankunft von mehr als 686.000 Flüchtlingsfamilien in den vergangenen beiden Jahren hat die Hilfsorganisation ihre Operationen drastisch ausgeweitet. Sie verteilt Nahrungsmittel, stellt Notunterkünfte und Haushaltsgegenstände, und sichert die medizinische Grundversorgung. Es wurden Toiletten aufgebaut und Brunnen gebohrt. Außerdem gibt es rund hundert Schutzräume, in denen Kinder spielen und lernen können. Die Monsunzeit in Bangladesch dauert in der Regel von Mai bis Oktober.

Kontakt in Deutschland:
Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle – Claudia Kepp
Tel.: +49 (30) 27 59 59 79 – 280
Mail: presse@savethechildren.de

Kontakt in Bangladesch:
Daphnee Cook in Cox’s Bazar Tel.: +880 170 121 2608
oder Evan Schuurman in Bangkok Tel.: +66 989 725 908.

Weitere Pressemeldungen

Ihre Ansprechpartnerinnen

Claudia Kepp

Martina Dase