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Burkina Faso: Hunger nimmt immer dramatischere Ausmaße an

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Berlin/Ouagadougou, 14. Mai 2024 – Im westafrikanischen Burkina Faso könnten bis zur Jahresmitte laut Berechnungen von Save the Children 210.000 Kinder von einer Hungersnot bedroht sein, wenn nicht schnell gegengesteuert wird. Das wären mehr als fünfmal so viele Kinder wie aktuell. Fast zwei Drittel dieser Kinder leben in den Regionen Sahel und Nord, wo der anhaltende Konflikt viele Familien vertrieben hat.

Neben der schlechten Sicherheitslage verschärfen auch die ertragsarme Zeit zwischen den Ernten und steigende Lebensmittelpreise die Ernährungssituation. Immer mehr Familien wissen nicht, woher sie die nächste Mahlzeit bekommen sollen. Landesweit sind auch die Unterernährungsraten nach wie vor hoch. Da die Temperaturen in der Sahelzone um das Anderthalbfache schneller steigen als im weltweiten Durchschnitt, steht das Land auch an vorderster Front der Klimakrise. Dennoch liegen die internationalen Hilfszahlungen seit Jahren weit unter der benötigten Summe.

„Die Kinder tragen die Hauptlast der Auswirkungen von Hunger, Gewalt und Klimakrise“, sagt Benoit Delsarte, Länderdirektor von Save the Children für Burkina Faso. „Viele Familien wissen sich nicht anders zu helfen, als ihre Kinder aus der Schule zu nehmen oder zu verheiraten. Die internationalen Geber müssen ihre Unterstützung für Burkina Faso dringend verstärken, um zu verhindern, dass sich die ohnehin schon katastrophale Lage zwischen Juni und September noch verschlimmert. Außerdem brauchen wir weltweit mehr Maßnahmen gegen den Klimawandel, unter dem Kinder in den ärmsten Ländern der Welt besonders stark leiden.“

Eine drohende Hungersnot entspricht Phase 4 der fünfstufigen IPC-Skala, die zur Einstufung der Ernährungssituation in Gemeinden verwendet wird. Insgesamt 1,4 Millionen Kinder in Burkina Faso - jedes siebte Kind – könnten den Prognosen zufolge bis Mitte des Jahres mindestens von einer Hungerkrise (IPC-Phase 3 und darüber hinaus) betroffen sein. Das wäre ein Anstieg um 500.000 Kinder, von denen die meisten (fast 443.000) jünger als fünf Jahre sind.

Save the Children ist seit 1982 in Burkina Faso tätig und setzt Programme in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Kinderschutz um. Die Kinderrechtsorganisation arbeitet in acht der 13 Regionen des Landes in den Bereichen Ernährungssicherung, Förderung der Einschulung (insbesondere von Mädchen), Beendigung von Frühverheiratungen, Kinderschutz sowie Sensibilisierung für Kinderrechte.

Hinweise für die Redaktion:

  • Die oben genannten Zahlen basieren auf dem Cadre Harmonisé, einer regionalen Skala zur Ermittlung der Nahrungsmittel- und Ernährungsunsicherheit in der Sahelzone und in Westafrika. Demnach werden 2,7 Millionen Menschen mit einem Hungerniveau konfrontiert sein, das den IPC-Phasen (IPC = Integrated Food Security Phase Classification) 3 bis 5 entspricht; derzeit sind es 1,7 Millionen Menschen. Davon werden 423.000 in die IPC-Phase 4 fallen (aktuell: 76.000). Save the Children hat den Anteil der Kinder unter 18 Jahren in diesen Gruppen berechnet, indem ein Kinderanteil von 49,8 Prozent gemäß der Schätzung der UN World Population Prospects zugrunde gelegt wurde.
  • Weitere Informationen zum Thema Hunger finden Sie hier.

 

Bei Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an unsere Pressestelle. 

Kontakt: 
Save the Children Deutschland e.V. 
Pressestelle – Susanne Sawadogo 
Tel.: +49 (0)30 – 27 59 59 79 – 120 
Mail: susanne.sawadogo@savethechildren.de

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Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 120 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet, in der alle Kinder gesund und sicher leben sowie frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können – seit über 100 Jahren.

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