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Ich lebe

Ich Lebe Buchvorschau

Gegründet kurz nach dem Ersten Weltkrieg, ist Save the Children seit 100 Jahren im Einsatz für Kinder in Not. Was ist aus den unzähligen Kriegskindern geworden, denen die Organisation im Laufe ihrer Geschichte geholfen hat? Antworten darauf gibt das anspruchsvoll gestaltete Fotobuch "Ich lebe".

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Auch in Kenia: Kein Essen, keine Schule – Kinder leiden besonders unter den katastrophalen Auswirkungen der Dürre

Pressemitteilung als PDF

Berlin/Nairobi, 5. August 2022 – Die langanhaltende Dürre hat auch im Nordosten Kenias verheerende Folgen. Die Zahl der Kinder, die von akuter Mangelernährung betroffen sind, ist dort in diesem Jahr bereits um 25 Prozent auf knapp eine Million gestiegen und wird sich weiter erhöhen, wenn die nächste Regenzeit ebenfalls ausbleibt.

„Kein Kind sollte hungrig zu Bett gehen, sich den Schulbesuch nicht leisten können oder für den Zugang zu sauberem Wasser kämpfen müssen“, fordert Yvonne Arunga, Länderdirektorin von Save the Children in Kenia. „Steigende Preise durch den Krieg in der Ukraine gepaart mit den Auswirkungen des Klimawandels und der Corona-Pandemie haben zu einer Hungerkrise ungeahnten Ausmaßes geführt. Sie gefährdet das Leben von Millionen Kindern. Die Welt muss jetzt handeln, um eine Katastrophe zu verhindern.“

Das Horn von Afrika wird von der schlimmsten Dürre seit 40 Jahren heimgesucht. Mindestens 18,6 Millionen Menschen in Kenia, Äthiopien und Somalia leiden unter akuter Ernährungsunsicherheit und zunehmender Mangelernährung. Diese Zahl könnte bis September auf 20 Millionen ansteigen. Im Norden und Osten Kenias sind mehr als zwei Millionen Kinder gefährdet, so die Zahlen des UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA).

Wie in Somalia und Äthiopien ist auch in Kenia die Lebensgrundlage vieler Hirtengemeinschaften in Gefahr. In dem beliebten Touristenland sind schon mehr als 1,5 Millionen Rinder verendet. Familien fehlen das Einkommen und die Milch, um ihre Kinder zu ernähren. Das wenige Vieh, das ihnen bleibt, ist zu abgemagert, um es zu verkaufen. Millionen Menschen sind in extreme Armut gerutscht, und etwa 3,3 Millionen Kinder in Kenia, Äthiopien und Somalia laufen Gefahr, deshalb die Schule abbrechen zu müssen. Die Zahl hat sich in nur drei Monaten verdreifacht (Quelle: Unicef).

Die zwölfjährige Mahad* lebt mit ihrer Mutter und sieben Geschwistern in einem Dorf im Norden des Bezirks Garissa nahe der Grenze zu Somalia. Hier hat es seit mehreren Jahren nicht mehr richtig geregnet, und ihre Familie hat durch die Dürre Hunderte Tiere verloren. Nun kämpfen sie ums Überleben. Das Schulgeld für Mahad* können sie sich nicht mehr leisten.

„Wenn ich groß bin, möchte ich Lehrerin werden. Ich möchte in der Schule bleiben“, erzählt Mahad. Ihr Vater Hussein* hat Existenzängste: „Wir sind zwar noch am Leben. Aber nur Gott weiß, was passieren wird, wenn die Regenzeit erneut ausfällt… An einigen Tagen haben wir nichts zu essen. Die Schulkosten können wir uns im Moment nicht leisten.“

Save the Children unterstützt seit 1950 Kinder in Kenia und führt unter anderem Programme in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Existenzsicherung, Kinderschutz, Bildung und humanitäre Hilfe durch. Zusammen mit lokalen Partnern hat die Kinderrechtsorganisation auch auf die Dürrekrise in Nordkenia reagiert und bisher 381.232 Menschen erreicht, darunter 204.691 Kinder. Haushalte bekommen Bargeld für den Kauf von Nahrungsmitteln, Wasser, Viehfutter und anderen lebenswichtigen Gütern. Außerdem soll sichergestellt werden, dass Kinder unter fünf Jahren sowie schwangere und stillende Mütter Zugang zu medizinischen Untersuchungen und Behandlungen gegen Mangelernährung und andere Krankheiten erhalten.

Save the Children Deutschland betreibt derzeit drei Projekte in Kenia mit finanzieller Unterstützung vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem European Commission Humanitarian Office (ECHO) sowie von privaten Spendern. Somit kann die Organisation umfassende Hilfe in den Bereichen Kinderschutz, Bildung, Kinderrechte, Gesundheit und Ernährung leisten. Diese richtet sich unter anderem an geflüchtete Kinder und ihre Familien, aber auch Inlandsvertriebene und Gemeinden im Norden des Landes, die besonders von der Dürre betroffen sind. Ihnen hilft Save the Children mit speziell abgestimmten Ernährungsprogrammen, die akute Ersthilfe leisten und die Resilienz der Menschen langfristig stärken sollen. Zusätzlich unterstützt die Organisation Kinder im Bildungsbereich, zum Beispiel mit digitalen Lernprogrammen.

* Name zum Schutz geändert

Fotoserie des preisgekrönten Fotografen Tommy Trenchard aus dem Epizentrum der Dürre:
www.contenthubsavethechildren.org/Package/2O4C2S8VBXML

Videomaterial:
https://www.contenthubsavethechildren.org/Share/rt72t654ciyk063x01651t8672kcpdje
https://www.contenthubsavethechildren.org/Share/7l58x68176x3381b710l71jqf62juf8w

Unter © Save the Children ist das Material honorarfrei auch zur Weitergabe an Dritte nutzbar.

Bei Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an unsere Pressestelle.
Aktuelle Informationen finden Sie auf Twitter @SaveChildrenDE.  

Kontakt:  
Save the Children Deutschland e.V.  
Pressestelle – Marie-Sophie Schwarzer
Tel.: +49 (0)30 – 27 59 59 79 – 226  
Mail: marie.schwarzer@savethechildren.de

Silke Zorn
Tel.: +49 30 27 59 59 79 232
Mail: silke.zorn@savethechildren.de

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