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Ein Kleinkind hält Spezialnahrung in einem Raum mit Tisch und Stühlen.

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Afghanistan

Afghanistan: Hunger gefährdet immer mehr Kinder

Mehr als ein Drittel der Kinder haben bei weitem nicht genug zu essen. Auf der internationalen IPC-Skala, die weltweit Ernährungskrisen erfasst, zeigt sich: Es wird immer schlimmer in Afghanistan. 36 Prozent der Kinder im Land werden sich bis März 2026 in einer akuten Hungerkrise oder sogar einer Notlage befinden. Dies deckt sich mit den Berichten aus unseren Projekten, in denen immer mehr mangelernährte Kinder behandelt werden.

Eine Million Kinder sterben jedes Jahr durch oder an den Folgen einer schweren Mangelernährung. Es ist eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern weltweit.

Mit Einbruch des Winters werden immer mehr Familien nicht mehr wissen, wie sie sich versorgen sollen. Gleichzeitig gibt es immer weniger Mittel für lebensrettende Ernährungsprogramme.

Florian Westphal, Geschäftsführer von Save the Children Deutschland

So helfen wir mangelernährten Kindern

Viele Krisen bedrohen Kinderleben in Afghanistan

Kinder in Afghanistan leiden unter vielen Herausforderungen:

Hunger

Mehr als ein Drittel der Kinder in Afghanistan haben bei weitem nicht genug zu essen, verursacht durch die Folgen der Klimakrise, Naturkatastrophen und hohe Lebensmittelpreise. Etwa 85 Prozent der von Ernährungsunsicherheit betroffenen Menschen leben von weniger als einem Dollar pro Tag.

Frauen sind seit August 2021 erheblich benachteiligt – der Zugang zu Bildung und den meisten Arbeitsplätzen wird ihnen verwehrt. Frauengeführte Haushalte sind daher öfter von Ernährungsunsicherheit betroffen.

Naturkatastrophen

Afghanistan gehört weltweit zu den Ländern, die am stärksten von klimabedingten Dürren, Überschwemmungen, Stürmen und Erdbeben betroffen sind.

Die Klimakrise spielt dabei eine große Rolle: Überschwemmungen und lang anhaltende Dürren zerstören Ernten, töten Vieh, reduzieren lebenswichtige Lebensmittelvorräte, vertreiben Menschen und verursachen steigende Lebensmittelpreise, die für Millionen unerschwinglich werden.

25 Provinzen leiden derzeit unter dürreähnlichen Bedingungen, 67 Prozent der Haushalte haben Schwierigkeiten, an Wasser zu gelangen. Da etwa 60 Prozent des Oberflächenwassers in Afghanistan aus Schnee und Gletschern stammen, leiden die Wasserressourcen unter der schwindenden Schneedecke in den Bergen und unregelmäßigen Niederschlägen. 

Hinzu kommen Naturkatastrophen. In der Nacht zum 3. November 2025 forderte ein schweres Erdbeben Todesopfer, Hunderte Verletzte und nahm Familien ihr Zuhause. Ein mobiles Gesundheitsteam von uns war in der betroffenen Provinz Samangan im Norden des Landes im Einsatz.

Wirtschaftskrise

Die afghanische Wirtschaft ist fragil und stark von ausländischer Hilfe abhängig. Viele Menschen im Land leben in finanzieller Not.

Wegen der Machtübernahme durch die Taliban im August 2021 wurden Milliarden US-Dollar für internationale Hilfe zurückgezogen und afghanische Währungsreserven eingefroren.

Auch die wirtschaftliche Lage trägt zu akuter Ernährungsunsicherheit bei: Nur 16 Prozent der Menschen geben an, ihre Grundbedürfnisse decken zu können.

Gesundheitssystem

Fast 9,5 Millionen Menschen in Afghanistan haben nur eingeschränkten Zugang zu medizinischen Behandlungen, Medikamenten und Impfungen. Dies betrifft vor allem jene, die in ländlichen Gebieten leben.

Ein Grund: In Afghanistan gibt es nur zehn Gesundheitsfachkräfte pro 10.000 Einwohner*innen – bei weitem zu wenig.

Dabei ist die medizinische Versorgung wichtig: Mehr als neun Millionen Kinder im Land werden sich bis März 2026 in einer akuten Hungerkrise oder sogar einer Notlage befinden. Zudem verzeichnen wir viele akute Atemwegserkrankungen wie Lungenentzündung, Durchfall und Masern. Und: Täglich sterben 24 Mütter und 167 Säuglinge aufgrund vermeidbarer Ursachen.

Vertreibung

Alle 30 Sekunden kehrt ein Kind aus dem Iran oder Pakistan nach Afghanistan zurück – in ein Land, in dem fast die Hälfte der Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen ist. Die Machtübernahme der Taliban vor vier Jahren löste eine Fluchtbewegung in die benachbarten Länder aus. Doch seit der Einführung von Ausreisefristen für undokumentierte Afghan*innen in Pakistan und dem Iran kommen immer mehr Familien dorthin zurück. Laut Daten der Internationalen Organisation für Migration sind allein im Jahr 2025 mehr als 800.000 Kinder aus den beiden Ländern nach Afghanistan zurückgekehrt – und dort oft ohne ihr Hab und Gut oder ein Zuhause gestrandet.

Unser Spendenkonto

IBAN: DE96370205000003292912
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Stichwort: Spendenaufruf Afghanistan

Save the Children ist seit 1976 in Afghanistan tätig. Seit die Taliban im Jahr 2021 die Kontrolle wiedererlangten, haben wir mehr als 5,8 Millionen Menschen mit unseren Nothilfeprogrammen erreicht – die Hälfte von ihnen sind Kinder.

Derzeit führen wir Programme in 21 von 34 Provinzen durch – sowohl direkt als auch über Partner – in den Bereichen:

  • Bildung

  • Gesundheit und Ernährung

  • Kinderschutz

  • Ernährungssicherheit und Lebensgrundlagen

  • Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH)

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende. Vielen Dank.


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