Jetzt spendenDZI Siegel

Stellungnahme zu Artikel auf der Internetseite "News Top-Aktuell"

An dieser Stelle möchten wir uns zu den auf der Internetseite „News-Top-Aktuell“ (https://newstopaktuell.wordpress.com/2013/11/15/save-the-children-und-wwf-die-fakten/) veröffentlichten "Fakten" über Save the Children äußern. Diese entsprechen größtenteils nicht der Wahrheit oder sind komplett aus dem Zusammenhang gerissen. Da die angesprochenen Themen sehr komplex und teilweise nicht nachvollziehbar sind, nehmen wir hier nur zu einigen Punkten kurz Stellung:

Werbespot: Alle Mädchen und Jungen, die in unserem TV Spot gezeigt werden, wurden von Save the Children behandelt und gesund aus den Gesundheitsstationen entlassen. Zum Beispiel wurde Firdaoussi im Stabilisierungszentrum für mangelernährte Kinder in Aguié in Niger eingeliefert. Bereits nach einer Woche konnte sie die Klinik verlassen und wurde noch einmal von einem unserer Ärzte zu Hause besucht. Eine weitere Überwachung des Aufwachsens der kleinen Patienten ist, wie auch in Deutschland, für Krankenhauspersonal nicht möglich. Bei der Meldung über den Tod eines Mädchens gleichen Namens handelt es sich nachweislich um ein anderes Mädchen.

Transparenz und Kontrolle: Transparenz und der verantwortungsvolle Umgang mit Spenden ist uns sehr wichtig. Deshalb lassen wir unsere Arbeit regelmäßig von externer Seite prüfen und erstellen jedes Jahr einen ausführlichen Jahresbericht. Alles zum Thema Transparenz und Kontrolle bei Save the Children Deutschland finden Sie unter www.savethechildren.de/transparenz.

Save the Children Schweiz trägt seit 2012 das Zewo-Gütesiegel und die Jahresberichte werden auf der Website veröffentlicht.

Save the Children ist ein Verbund aus 30 Länderorganisationen unter dem Dach von Save the Children International. Jede Länderorganisation erstellt eigene Jahresberichte, um unter anderem die eigenen Einnahmen und Ausgaben offenzulegen. Die Zahlen von Save the Children Deutschland und Save the Children Schweiz können sich dementsprechend unterscheiden und müssen differenziert betrachtet werden. Mehr zur Organisationsstruktur erfahren Sie hier.

Die Umsiedlungspolitik der Dergue in Äthiopien: Der Verfasser auf der Website "News Top-Aktuell" bezieht sich offenbar auf einen Artikel aus dem Tagesspiegel aus dem Jahre 2005, der sich sehr viel differenzierter und gründlicher mit der Thematik auseinandersetzt. Die Vorwürfe beziehen sich auf Geschehnisse in den 1980er Jahren. Zum damaligen Zeitpunkt haben nahezu alle Hilfsorganisationen mit der damaligen äthiopischen Regierung zusammengearbeitet und dabei indirekt die folgenschwere Umsiedlungsmaßnahmen tatsächlich mitgetragen. Wir haben aus Erfahrungen und Fehlern gelernt und wissen inzwischen sehr genau, welche Herausforderungen es mit sich bringt in instabilen Regionen und mit schwierigen Partnern zusammenzuarbeiten. Für Save the Children geht es stets darum, den Fokus auf die Bedürfnisse und das Wohl der Kinder zu richten – unabhängig davon, welcher Religion, welchen Geschlechts, welcher Ethnie, welcher politischen Gruppieren sie angehören. Wir agieren immer und überall unabhängig.

Der Vorfall in Myanmar: Im Jahr 2010 hat tatsächlich ein einzelner einheimischer Mitarbeiter von Save the Children in Myanmar einige Jugendliche an die UWSA "verkauft". Er tat dies aus finanziellen Motiven. Dies hat uns natürlich sehr schockiert und dem Mitarbeiter wurde sofort nach Bekanntwerden der Vorkommnisse gekündigt. Save the Children ist eine global tätige Organisation mit tausenden Mitarbeitern weltweit. Wir wissen, dass es überall zu Verfehlungen kommen kann, wo Menschen zusammenarbeiten. Wichtig ist, dass wir stets entsprechende Konsequenzen ziehen. Wir haben weiter an dem Thema "Kinderschutz" gearbeitet, strenge Richtlinien entwickelt und Prozesse eingerichtet, die diese Vorgaben kontrollieren. Alle Mitarbeiter von Save the Children Deutschland e.V. sind zum Beispiel verpflichtet, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen, regelmäßig an Schulungen zum Thema "Kinderschutz" teilzunehmen und die Richtlinien dazu streng einzuhalten.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte telefonisch oder per Mail an uns.

Ihre Ansprechpartnerin

Susanne Probst