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Als im November 2020 gleich zwei starke Wirbelstürmen auf Nicaragua trafen, wurde das Haus der 12-jährigen Mirna und ihrer Familie zerstört. Durch den Klimawandel treten Stürme dieser Art immer häufiger auf.

Klimakrise
bedroht Kinderleben

Die Klimakrise bedroht die Zukunft aller Kinder

Die globale Klimakrise wirkt sich bereits jetzt in vielen Regionen der Welt massiv auf das Leben von Kindern aus. Denn als Folge des Klimawandels nehmen extreme Wetterphänomene zu oder verändern sich, wie Hitze, Dürren und ausbleibender Regen, aber auch Stürme und massive Regenfälle. Einer UN-Studie zufolge hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren die Zahl der klimabedingten Katastrophen weltweit gegenüber den vorherigen Jahrzehnten verdoppelt. Auch in Ostafrika, wo Dürren an sich kein neues Phänomen sind, sind diese häufiger und weniger vorhersehbar geworden.

 

KLIMA-BERICHT: KINDER KÖNNTEN SIEBENMAL MEHR HITZEWELLEN ERLEBEN

Die weltweite Zunahme an Wetterextremen und Naturkatastrophen führt dazu, dass die Zukunft der seit 2020 geborenen Kinder maßgeblich von den Auswirkungen des Klimawandels bestimmt sein wird – wenn wir nicht jetzt entschlossen dagegensteuern. Das zeigt der neue Klima-Bericht "Born into the Climate Crisis" von Save the Children auf alarmierende Weise. Demnach könnte die jüngste Generation ihr Leben lang einer weitaus höheren Anzahl klimabedingter Wetterextreme ausgesetzt sein als Menschen, die 1960 geboren wurden.

Diese Kinder könnten in ihrem Leben durchschnittlich siebenmal mehr Hitzewellen ausgesetzt sein als noch ihre Großeltern. Zudem könnten diese Kinder im Durchschnitt doppelt so viele Waldbrände, 2,8-mal mehr Ernteausfälle, 2,6-mal mehr Dürren und 2,8-mal mehr Überschwemmungen erleben müssen als Menschen, die vor 60 Jahren geboren wurden.

Grafik aus dem Klimareport 2021 "Born into the Climate Crisis" von Save the Children über die Zunahme von Wetterextremem im Laufe der Lebenszeit. © Save The Children
Als ihre Heimat Somalia von einer langanhaltenden Dürre heimgesucht wurde, mussten Adia* und Sahra* mit ihrer Familie fliehen. Save the Children unterstütze die Familie und behandelte die beiden Schwestern gegen Mangelernährung.

Adia* und Sahra*

Durch die Dürre fehlt es in unserer Gemeinde an Wasser und Lebensmitteln. Weil wir nicht genug davon für meine Familie haben, müssen meine Schwestern und meine Mutter hungern. Ich möchte genug Nahrung und Wasser haben und in die Schule gehen können.

Das sagt die achtjährige Sahra*. Aufgrund mehrerer Dürren musste ihre Familie ihr Zuhause verlassen, verlor den Großteil ihres Viehs und ist mit schwerer Wasserknappheit und Hunger konfrontiert. Save the Children unterstützte die Behandlung von Adia*, die an Unterernährung litt. Familien wie die von Sahra* und Adia* haben in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr klimabedingte Katastrophen erlebt, von Dürren bis hin zu verheerenden Überschwemmungen, Heuschreckenplagen und sogar Wirbelstürmen.

JETZT KLIMA-PETITION UNTERSCHREIBEN

Mädchen mit zerschlissenen Kopftuch

Die Klimakrise ist eine Kinderrechtskrise! Die Kinder von heute und künftige Generationen werden noch viel stärker als die gegenwärtig lebenden Menschen von der globalen Klimakrise betroffen sein. Jetzt gilt es Klimagerechtigkeit und den Schutz von Kinderrechten in der Klimakrise zu fordern!

Petition unterschreiben

Klimawandel verschärft Notlagen

Bleibt der Regen aus oder zerstören Stürme und Fluten die Lebensgrundlagen der Menschen, trifft das die Ärmsten besonders hart. Die Zukunftschancen der Kinder, die in diesen Regionen leben, verschlechtern sich weiter: Viele leiden an Mangelernährung oder erkranken etwa an Durchfällen, die sich bei Mangel an sauberem Wasser schnell verbreiten können. Oder sie können aufgrund der existenziellen Not nicht weiter zur Schule gehen und müssen arbeiten.

Zudem verschärft der Klimawandel akute Notlagen :

  • HUNGER UND KRANKHEITEN: Hitze und Brände, Krankheiten wie Malaria oder Durchfälle, die durch Mücken oder verunreinigtes Wasser übertragen werden, fordern Menschenleben. Ebenso können die Folgen von Mangelernährung in besonders armen Regionen tödlich sein – vor allem für Kinder.
  • ZU WENIG UND ZU VIEL WASSER: Der globale Temperaturanstieg könnte zwei unterschiedliche Effekte bewirken: Zum einen werden in ohnehin trockenen Regionen die Trinkwasser-Ressourcen knapper. Zugleich wird der Meeresspiegel weiter ansteigen und niedrig liegende Gebiete zunehmend überfluten und Küsten erodieren.
  • NATURKATASTROPHEN: Schon heute gibt es jedes Jahr doppelt so viele Naturkatastrophen wie noch vor 20 Jahren: Die Zahl stieg von etwa 200 Katastrophen auf rund 400. Nach UN-Schätzung werden in den kommenden zehn Jahren 175 Millionen Kinder von solchen Naturkatastrophen betroffen sein.
  • FLUCHTBEWEGUNGEN: Katastrophen wie Überflutungen, Waldbrände und Dürren zwingen immer mehr Familien zur Flucht.. Expert*innen schätzen, dass in den kommenden 30 Jahren zwischen 250 Millionen und einer Milliarde Menschen ihre Heimat aufgrund des Klimawandels verlassen werden.
  • RISIKO GEWALTSAMER KONFLIKTE: Wenn Ressourcen wie Wasser oder fruchtbarer Boden knapp werden, kann es zu Streit und auch Kämpfen kommen. Der Klimawandel beeinflusst diese Faktoren und gefährdet daher indirekt auch den Frieden in vielen Regionen.

Wir stehen Kindern in der Klimakrise bei

Als im November 2020 gleich zwei starke Wirbelstürmen auf Nicaragua trafen, wurde das Haus der 12-jährigen Mirna* und ihrer Familie zerstört. Save the Children unterstützte Familien wie Mirnas* mit Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser, Decken und anderen lebenswichtigen Dingen.

Die Klimakrise bedroht weltweit die besonders benachteiligten Mädchen und Jungen und verschärft die Probleme, mit denen ihre Familien ohnehin zu kämpfen haben. Save the Children hilft daher nicht nur mit konkreten Projekten vor Ort, sondern setzt sich auch für mehr Klimaschutz ein.

Die Folgen der Klimakrise werden immer spürbarer und gefährden die Zukunft aller Kinder. Daher müssen wir unsere Arbeit dringend ausweiten: Mit Ihrer Spende helfen Sie uns dabei, Kindern in der Klimakrise beizustehen.


 

Aktuelle Meldungen zur Klimakrise

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