Die Klimakrise bedroht die Zukunft aller Kinder
Die globale Klimakrise wirkt sich bereits jetzt in vielen Regionen der Welt massiv auf das Leben von Kindern aus. Denn als Folge des Klimawandels nehmen extreme Wetterphänomene zu oder verändern sich, wie Hitze, Dürren und ausbleibender Regen, aber auch Stürme und massive Regenfälle. Einer UN-Studie zufolge hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren die Zahl der klimabedingten Katastrophen weltweit gegenüber den vorherigen Jahrzehnten verdoppelt. Auch in Ostafrika, wo Dürren an sich kein neues Phänomen sind, sind diese häufiger und weniger vorhersehbar geworden.
KLIMA-BERICHT: MILLIONEN KINDER KÖNNTEN GESCHÜTZT WERDEN
Im Engagement gegen die Klimakrise macht die Reduzierung der Erderwärmung um wenige Grad einen großen Unterschied für Kinder: So könnte ein Drittel der heute Fünfjährigen, rund 38 Millionen Kinder weltweit, durch eine ambitionierte Klimapolitik vor gefährlichen Hitzewellen bewahrt werden. Hierfür müsste es gelingen, das Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, eine maximale Erwärmung um 1,5 Grad Celsius über vorindustriellem Niveau.
Das zeigt der neue Klima-Bericht „Born Into the Climate Crisis 2“ von Save the Children, der die Folgen unterschiedlicher Erwärmungs-Szenarien auf Kinder miteinander vergleicht – hier findet sich eine deutschsprachige Kurzfassung. Die Studie betrachtet dabei die zu erwartende Häufigkeit von Hitzewellen, Ernteausfällen, Hochwasser, tropischen Wirbelstürmen, Dürren sowie Wald- und Flächenbränden. Derzeit steuert die Welt – auf Basis aktueller Klimaschutz-Maßnahmen und Zusagen – auf eine Erwärmung von 2,7 Grad Celsius zu.


Klimawandel verschärft Notlagen
Bleibt der Regen aus oder zerstören Stürme und Fluten die Lebensgrundlagen der Menschen, trifft das die Ärmsten besonders hart. Die Zukunftschancen der Kinder, die in diesen Regionen leben, verschlechtern sich weiter: Viele leiden an Mangelernährung oder erkranken etwa an Durchfällen, die sich bei Mangel an sauberem Wasser schnell verbreiten können. Oder sie können aufgrund der existenziellen Not nicht weiter zur Schule gehen und müssen arbeiten.
Zudem verschärft der Klimawandel akute Notlagen:
- HUNGER UND KRANKHEITEN: Hitze und Brände, Krankheiten wie Malaria oder Durchfälle, die durch Mücken oder verunreinigtes Wasser übertragen werden, fordern Menschenleben. Ebenso können die Folgen von Mangelernährung in besonders armen Regionen tödlich sein – vor allem für Kinder.
- ZU WENIG UND ZU VIEL WASSER: Der globale Temperaturanstieg könnte zwei unterschiedliche Effekte bewirken: Zum einen werden in ohnehin trockenen Regionen die Trinkwasser-Ressourcen knapper. Zugleich wird der Meeresspiegel weiter ansteigen und niedrig liegende Gebiete zunehmend überfluten und Küsten erodieren.
- NATURKATASTROPHEN: Schon heute gibt es jedes Jahr doppelt so viele Naturkatastrophen wie noch vor 20 Jahren: Die Zahl stieg von etwa 200 Katastrophen auf rund 400. Nach UN-Schätzung werden in den kommenden zehn Jahren 175 Millionen Kinder von solchen Naturkatastrophen betroffen sein.
- FLUCHTBEWEGUNGEN: Katastrophen wie Überflutungen, Waldbrände und Dürren zwingen immer mehr Familien zur Flucht.. Expert*innen schätzen, dass in den kommenden 30 Jahren zwischen 250 Millionen und einer Milliarde Menschen ihre Heimat aufgrund des Klimawandels verlassen werden.
- RISIKO GEWALTSAMER KONFLIKTE: Wenn Ressourcen wie Wasser oder fruchtbarer Boden knapp werden, kann es zu Streit und auch Kämpfen kommen. Der Klimawandel beeinflusst diese Faktoren und gefährdet daher indirekt auch den Frieden in vielen Regionen.
Wir stehen Kindern in der Klimakrise bei

Die Klimakrise bedroht weltweit die besonders benachteiligten Mädchen und Jungen und verschärft die Probleme, mit denen ihre Familien ohnehin zu kämpfen haben. Save the Children hilft daher nicht nur mit konkreten Projekten vor Ort, sondern setzt sich auch für mehr Klimaschutz ein.
Die Folgen der Klimakrise werden immer spürbarer und gefährden die Zukunft aller Kinder. Daher müssen wir unsere Arbeit dringend ausweiten: Mit Ihrer Spende helfen Sie uns dabei, Kindern in der Klimakrise beizustehen.


