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Publisher Save the Children26.04.2018

20 Jahre Genozid in Ruanda

1994 machte der Völkermord in Ruanda unzählige Kinder zu Waisen und Flüchtlingen. Einige von ihnen hat Save the Children damals fotografiert – und sie nun wiedergetroffen.

In annähernd 100 Tagen töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit etwa 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit sowie moderate Hutu, die sich am Völkermord nicht beteiligten oder sich aktiv dagegen einsetzten. Fast 900.000 Menschen wurden während des Genozids in Ruanda umgebracht. Damals kümmerte sich Save the Children um Kinder, die von ihren Angehörigen getrennt wurden, und registrierte und fotografierte sie. Mit Hilfe dieser Bilder wurde ab 1994 versucht, überlebende Verwandte zu finden und sie mit den Kindern zusammen zu führen. Bilder von etwa 8.000 Mädchen und Jungen finden sich im Archiv. Zum 20. Jahrestag des Genozids in Ruanda öffnet Save the Children erstmals dieses Bildarchiv.

Eine der Überlebenden ist Gloriose. Als sie fünf Jahre alt war, wurden ihre Eltern umgebracht. Heute ist sie Studentin der Veterinärmedizin und sagt: ,,Als dieses Foto geschossen wurde, glaubte ich immer noch, dass alles gut werden und dass meine Eltern mich gut versorgen würden. Ich appelliere an die internationale Gemeinschaft und humanitäre Hilfsorganisationen, dass sie anderen Kindern helfen, die sich in der gleichen Situation befinden, wie ich damals. Sie sind Opfer von Umständen, die sie selbst nicht kontrollieren können“. 

Mehr Informationen zu den Fotos finden Sie in unserer Fotogalerie auf Flickr.

Save the Children setzt sich für den Schutz von Kindern und ihrer Rechte ein. In Ruanda arbeitet Save the Children eng mit der Regierung, anderen Partnern und Interessensvertretern zusammen, um mehr als 100.000 Menschen über lokale Kinderschutznetzwerke zu erreichen.

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