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Publisher Save the Children26.04.2018

7 Mio. Euro für Projekt gegen Kinderarbeit

Am 12.06.2014, dem Welttag gegen Kinderarbeit, stellten Save the Children und die IKEA Foundation ihr gemeinsames Projekt vor: 790.000 Kinder in Indien sollen vor potenzieller Kinderarbeit innerhalb der Baumwollindustrie geschützt werden.

In Indien müssen laut einer unabhängigen Studie schätzungsweise 12,6 Millionen Kinder arbeiten – die meisten von ihnen im Agrarbereich. So arbeiten allein in der Provinz Punjab rund 25 Prozent der Kinder auf Baumwollfeldern. Ziel des Programms ist es, Mädchen und Jungen Bildungschancen und das Recht auf eine Kindheit zu ermöglichen. 600.000 Kindern konnte bereits geholfen werden – jetzt werden weitere 7 Millionen Euro investiert, um das Programm auszuweiten.

„Wir wissen, es gibt keine schnelle Lösung, um Kinderarbeit komplett zu beenden. Aber langfristiges Engagement kann beeindruckende Ergebnisse hervorbringen“, so Per Heggenes, CEO der IKEA Foundation.

Besonders Mädchen und Wanderarbeiter sollen von dem gemeinsamen Projekt profitieren. In Indien herrscht eine tief verwurzelte Diskriminierung von Mädchen und Frauen, die bereits vor der Geburt beginnt. Um dies zu ändern, werden Mädchen besonders gefördert: Es soll ein Bewusstsein für diese Diskriminierung geschaffen werden, die Mädchen werden über ihre Rechte aufgeklärt und erhalten Bildungschancen. Wanderarbeit ist besonders in ländlichen Regionen Indiens ein großes Problem. Kinder verlassen ihr Zuhause, um in naheliegenden Baumwollregionen zu arbeiten. Das Projekt soll diesen Kindern helfen, wieder nach Hause zurückzukehren.

„Dank dieser Zusammenarbeit konnten wir für die am stärksten benachteiligten Kinder eine deutliche und dauerhafte Verbesserung erreichen. Der Ausbau dieser Partnerschaft bewirkt, dass viel mehr Kinder in Indien Bildung und Schutz erhalten sowie ihr Potenzial entwickeln können“, erläutert Thomas Chandy, CEO von Save the Children Indien.
 

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