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Publisher Save the Children26.04.2018

Afghanische Kinder hoffen auf Frieden

Afghanische Kinder wünschen sich von dem neugewählten Präsidenten ihres Landes vor allem eins: Frieden.

„Wenn ich Präsident wäre, würde ich vor allem dafür sorgen, dass die Menschen friedlich zusammenleben können“, sagt Issa Khan, der nicht genau weiß wie alt er ist. Er ist eines von unzähligen Kindern, die in  Mazar-i-Sharif auf der Straße leben. Er schleppt einen Wassereimer und bietet den vorbeieilenden Menschen einen Schluck Trinkwasser an. Er braucht das Geld für seine Familie. Seit sein Vater von einer bewaffneten Bande erschossen wurde, versorgt er seine Mutter und seine Geschwister.


Wenn ich Präsident wäre...

„Wenn ich Präsident wäre, würde ich alle Kinder zur Schule schicken“, sagt die 16-Jährige Zarghoona. „Jedes Kind soll lesen und schreiben lernen, damit wir eine Zukunft für unser Land aufbauen können.“ Zarghoona selbst arbeitet so lange sie denken kann. Ihre Mutter ist Wäscherin. Um die Familie zu ernähren, müssen Zarghoona und ihre Geschwister zu Hause mitarbeiten. Sie näht, bessert Kleidung aus und verpackt Süßigkeiten, die ihr Bruder dann in auf der Straße verkauft.


Einfache Wünsche

Die Wahlen in Afghanistan sind für diese Kinder ein wichtiges Ereignis, auch wenn sie selber keine Stimme abgeben dürfen. Sie haben ganz einfache Wünsche: Geld für Medikamente, eine gute Schulausbildung, genügend Feuerholz im Winter. Ob die Wahl des neuen Präsidenten Auswirkungen auf ihr Leben hat weiß Zarghoona nicht. Die Hauptstadt Kabul ist sie unvorstellbar weit entfernt.


Für die Armen und Kinder

„Wir brauchen einen Präsidenten, der sich nicht selbst die Taschen füllt und andere Menschen auf der Straße sterben lässt“, sagt Issa Khan. Er hofft auf einen Präsidenten, der „endlich den Armen gibt, nicht den Reichen.“

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