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Publisher Save the Children05.02.2018

Bericht: Dangerous Grounds

Trotz anhaltender Gewalt und Bombardierungen kehren immer mehr syrische Flüchtlinge in ihre Heimat zurück. Das geht aus der Studie „Dangerous Grounds“ hervor, die von mehreren Hilfsorganisationen gemeinsam durchgeführt wurde.

Nach dem Tod ihres Mannes ist Raghda mit ihren Kindern in den Libanon geflohen. © Nour Wahid/Save The Children
Faysal und seine Schwester Aya sind aus Aleppo in den Libanon geflohen. © Ahmed Bayram/Save the Children

Die Gründe für eine Rückkehr sind vielfältig: Die öffentliche Meinung richtet sich zunehmend gegen Flüchtlinge, die Lebensbedingungen in den Nachbarländern werden immer schwieriger und viele Stimmen suggerieren, der Krieg in Syrien sei vorbei. Die Zahl der Rückkehrer in den letzten beiden Jahren ist von 560.000 auf 721.000 angestiegen. Die meisten von ihnen waren Binnenvertriebene, die sich in ihre Heimatregionen zurückgewagt haben.

Doch gerade die aktuellen Auseinandersetzungen in Idlib und Ost-Ghouta zeigen, dass der Krieg noch lange nicht vorbei  ist. Die Hälfte der interviewten Menschen aus dem Süden Syriens berichten, dass ihre Häuser vollständig zerstört sind. Im Nordwesten Syriens gab nur jeder fünfte Interviewte an, noch eine Unterkunft zu haben. Die Hälfte der Krankenhäuser ist zerstört, jede dritte Schule ist stark beschädigt oder wird für andere Zwecke genutzt. Allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 flohen rund 2,4 Millionen Syrer von zu Hause.

Amina* (Name aus Schutzgründen geändert) lebt mit ihrer Familie seit sechs Jahren im Libanon. © Ahmed Bayram/Save the Children

Die Hilfsorganisationen klagen vor allem das mangelnde Engagement von Drittstaaten bei der Aufnahme von Syrern an: Bis zum heutigen Tag wurden lediglich drei Prozent der syrischen Flüchtlinge in wohlhabendere Länder umgesiedelt. Eine Rückkehr nach Syrien ist nur möglich, wenn Frieden herrscht und der Wiederaufbau massiv unterstützt wird.

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