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Publisher Save the Children11.01.2018

Bürgerkrieg in Jemen: „Ich will nicht, dass andere Kinder so enden wie ich.“

Heute ist es 1.000 Tage her, dass der Konflikt im Jemen eskalierte. Seitdem sind unzählige Kinder durch Gewalt, Hunger oder Krankheiten wie Cholera gestorben. Save the Children appelliert an die Weltgemeinschaft, auf die Beendigung des Embargos einzuwirken, damit dringend benötigte Hilfsgüter unverzüglich zu den Menschen in Not gelangen können.

Noran* muss seit einem Bombenangriff im Rollstuhl sitzen © Mohammed Awadh/Save the Children

Die Situation im Jemen ist ein Alptraum: Jede Stunde stirbt ein Mensch aus der Zivilbevölkerung. 15.000 Luftangriffe hat es seit März 2015 gegeben. Unabhängige Untersuchungen zeigen, dass 92 Prozent der Opfer Zivilisten sind. Viele Bombenangriffe treffen dicht bewohnte Städte, sogar Schulen werden bombardiert.

Tausende Kinder wurden lebensgefährlich verletzt, wie die 13-jährige Noran *, die durch einen Bombenangriff schwerste Behinderungen erlitten hat und seitdem auf den Rollstuhl angewiesen ist.

„Früher bin ich zu Fuß in die Schule gegangen, das Leben war schön, denn ich konnte gehen und aufrecht an einem Tisch sitzen und schreiben“, sagt Noran*. Jetzt kann ich nicht mal mehr einen Stift in der Hand halten…Wir Kinder haben das Recht, in die Schule zu gehen und eine gute Zukunft zu haben. Ich will nicht, dass andere Kinder so verletzt werden wie ich, das ist nicht fair! Ich will nicht, dass sie so enden wie ich.“

Save the Children appelliert im Namen der Kinder an die Weltgemeinschaft, sofort auf die Beendigung des Embargos einzuwirken, damit Hilfsgüter, Nahrungsmittel, Wasser und medizinische Versorgung unverzüglich zu den Menschen in Not gelangen können. Der UN-Sicherheitsrat muss umgehend einen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen veranlassen.

Save the Children ist im Einsatz, um Kindern in Jemen zu helfen. Bitte unterstützen Sie unsere Nothilfe mit Ihrer Spende.
 

*Name geändert

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