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Publisher Save the Children26.04.2018

Dramatische Lage in Südsudan: 1/2 Million Kinder von Gewalt, Krankheit und Hunger bedroht

Mehr als eine Million Menschen aus dem Südsudan sind auf der Flucht – die Hälfte von ihnen sind Kinder. Es mangelt an allem, mehr Hilfe ist dringend nötig. In Oslo findet zu diesem Thema gerade eine Konferenz statt.

Das Leben einer halben Million Kinder ist von Gewalt, ansteckenden Krankheiten und Mangelernährung bedroht. Ende des Monats beginnt die Regenzeit – das wird die Situation weiter verschlechtern. Hilfsflugzeuge und Fahrzeuge werden die ländlichen Gebiete kaum mehr erreichen können.“Unsere Kinder werden sterben, weil es nichts mehr zu essen gibt”, klagt eine Mutter in einem Projekt zur Behandlung von Mangelernährung von Save the Children. Die Vereinten Nationen und die norwegische Regierung sprechen in diesen Tagen über die aktuelle Lage des Landes und die internationalen Hilfsmöglichkeiten.

Der gewaltsame Konflikt im Südsudan brach Ende 2013 nach der  Unabhängigkeitserklärung 2011 zwischen Anhängern des Präsidenten und denen seines ehemaligen Stellvertreters aus. Seitdem sind mehr als eine Million Menschen vor den gewaltsamen Auseinandersetzungen auf der Flucht. Schon vor dem Beginn des Konflikts war der Sudan eines der Länder mit der höchsten Kindersterblichkeitsrate weltweit.

Save the Children setzt sich sowohl für die physische als auch psychische Versorgung der Kinder ein. Außerdem sorgt Save the Children für die Zusammenführung von Familien, die sich im Konflikt verloren haben. Bislang konnten 169 Kinder wieder mit ihren Eltern vereint werden. Doch die finanziellen Mittel sind zu gering, um die Menschen im Süd-Sudan richtig versorgen zu können.

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