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Publisher Save the Children26.04.2018

Flüchtlingswelle aus Burundi: StC weitet Aktivitäten in Tansania aus

Kurz vor der Präsidentschaftswahl warnt das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR vor einem dramatischen Ansturm burundischer Flüchtlinge auf Tansania. Save the Children weitet seine Aktivitäten vor Ort aus, um der drohenden humanitären Krise entgegenzuwirken.

Die Zahl der burundischen Flüchtlinge in Tansania könnte in den nächsten Wochen von 70.000 auf 500.000 Menschen anwachsen. Grund dafür sind die anstehenden Präsidentschaftswahlen, die zu vermehrten Spannungen in Burundi führen. Fast alle Flüchtlinge, die in Tansania ankommen, berichten über vermehrte Gewalt in den ländlichen Gebieten Burundis. 

Etwa die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder. Viele sind auf der Flucht von ihren Familien getrennt worden oder haben sich von vorne herein alleine auf den Weg gemacht. Sie sind durch das, was sie in Burundi erlebt haben, traumatisiert. Um diese Kinder zu schützen und für ihre psychosoziale Unterstützung zu sorgen, betreibt Save the Children Betreuungszentren, die jedoch schon jetzt ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben. 

Allein in den letzten drei Junitagen sind nach offiziellen Angaben über 6.500 Flüchtlinge nach Tansania gekommen. Die Flüchtlingslager sind hoffnungslos überfüllt. Save the Children fürchtet, dass diese humanitäre Krise vollständig aus dem Ruder läuft und somit die ganze Region destabilisiert. Obwohl der burundische Konflikt im Grunde politischer Natur ist, birgt eine derartig labile Situation in diesem Teil der Welt immer die Gefahr ethnischer Auseinandersetzungen, die sich meist extrem zerstörerisch auswirken. In diesen Konflikten sind vor allem Kinder die Leidtragenden. 

Gemeinsam mit Plan International und dem IRC engagiert sich Save the Children vor Ort besonders für den Schutz und die Bildung von Kindern. Aktuell konzentrieren wir uns jedoch darauf, unsere Aktivitäten auszuweiten, um die Flüchtlingskinder angemessen betreuen zu können und der drohenden humanitären Krise entgegenzuwirken. 

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