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Publisher Save the Children26.04.2018

Flutkatastrophe in Pakistan: Millionen von Kindern in Gefahr

Ein Jahr nach der Flutkatastrophe in Pakistan führen anhaltende starke Regenfälle wieder zu dramatischen Überschwemmungen im südlichen Pakistan. Über 5 Millionen Kinder und ihre Familien sind betroffen.

In einigen Dörfern stieg das Wasser bis zu 3 Meter hoch und hinterließ 950,000 Häuser ganz oder teilweise zerstört.

In den überfluteten Gebieten der südlichen Provinz Sindh sind zehntausende Kinder von Malaria bedroht. Durchfall und weitere durch verunreinigtes Trinkwasser übertragene Krankheiten sind eine tödliche Gefahr vor allem für Babys und Kleinkinder.

Save the Children ist seit 1979 in Pakistan tätig und arbeitet bereits vor Ort mit den betroffenen Gemeinden zusammen, um die dringendsten Bedürfnisse zu bestimmen. Mehr als 500 Mitarbeiter arbeiten in Pakistan in den betroffenen Gebieten Badin, Tharparkur, Mirpurkhas und Tando Allahyar, um Kindern und ihren Famileien zu helfen.

Bisher hat Save the Children mehr als 153,000 Menschen mit lebensrettenden Maßnahmen erreicht.  Die Hilfsmaßnahmen umfassen Ernährung, medizinische Versorgung, die Bereitstellung von Notunterkünften, Trinkwasser und Haushaltsgegenständen.

Unsere Teams arbeiten gemeinsam mit den Gemeinden daran, für die am stärksten betroffenen Familien Soforthilfe zu leisten und haben das Ziel so viele gefährdete Kinder, wie möglich zu erreichen.


Was Save the Children vor Ort erreichen will:

  • Verteilung von Notunterkünften und Haushaltsgegenständen an Kinder und ihre Familien. Darin enthalten sind Zeltplanen, Decken, Wassereimer und andere dringend benötigte Gegenstände, um Kinder vor den andauernden Regenfällen zu schützen so wie Töpfe und Pfannen zur Nahrungszubereitung.
  • Verteilung von Nahrungsmitteln an 15,000 Familien für die Dauer von 3 Monaten in den Gebieten Badin und Tharparker.
  • Betreiben mobiler Kliniken. Mit der Ausbreitung der Flut sind vor allem Kinder sehr gefährdet von Krankheiten, die durch verschmutztes Trinkwasser übertragen werden. Unsere mobilen Kliniken sind besetzt mit einem Arzt und einer weiblichen Gesundheitsmitarbeiterin, die in der Lage sind die am stärksten gefährdeten Familien zu erreichen und ihnen die nötige Grundversorgung zukommen zu lassen. Akut gefährdete Patienten können an Krankenhäuser weitergeleitet werden.
  • Kinder, Schwangere und stillende Mütter auf Unterernährung prüfen.  Diejenigen, die mäßig bis stark unterernährt sind, werden mit den nötigen Medikamenten und therapeutischer Nahrung versorgt.
  • Bereitstellen von Kinderschutzräumen (so genannten Child Friendly Spaces), damit Kinder in einer geschützten Umgebung spielen, lernen und psychologische Betreuung erhalten können. Eltern wird die Zeit gegeben, ihr Leben wiederaufzubauen und ihre Existenz wiederherzustellen.
  • Abhalten öffentlicher Veranstaltungen, um das Bewusstsein für Hygiene und Gesundheitsvorsorge zu stärken.
  • Zusätzlich zu der lebensrettenden Arbeit vor Ort suchen wir nach Maßnahmen zur langzeitlichen Besserung der Lage, auf der Grundlage unserer Erfahrung mit der Flutkatastrophe im letzten Jahr, bei der wir über 3 Millionen Menschen helfen konnten. Wir werden weiterhin die am stärksten gefährdeten Familien unterstützen und ihnen helfen ihr Leben wieder aufzubauen, ihre Existenz wiederherzustellen und ihnen den Zugang zu medizinischer Versorgung und zu Bildung für ihre Kinder ermöglichen.

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