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Publisher Save the Children26.04.2018

Friedenskonferenz zu Syrien: StC fordert Schutz der Kinder

Heute findet die Friedenskonferenz Genf ll zu Syrien statt. Save the Children will den Schutz der Kinder ganz oben auf die Agenda bringen und appelliert daher in einem offenen Brief an die Konferenzteilnehmer.

Knapp drei Jahre nach Beginn des Syrien-Konfliktes findet am 22. Januar 2014 die Friedenskonferenz Genf II zu Syrien statt. Save the Children will die Sicherheit der Kinder ganz oben auf die Agenda der Friedensgespräche bringen. In einem Brief richtet sich Save the Children daher gemeinsam mit anderen Organisationen an die Teilnehmer der Konferenz und fordert sie auf, syrische Kinder zu schützen und Mitstreiter des 3-Punkte-Plans zu werden:

  • Lebensrettende Hilfe soll alle Kinder in Syrien erreichen.
  • Der Einsatz von Sprengwaffen in bewohnten Gebieten soll gestoppt werden.
  • Schulen und Gesundheitseinrichtungen müssen vor Beschuss und  militärischer Nutzung geschützt werden.

Ich möchte Ihnen meine Geschichte erzählen. Sie beginnt mit dem Tod meiner zwei Söhne. Unsere Stadt wurde beschossen und bombardiert und meine zwei Söhne starben.  Kurze Zeit später kam meine Tochter Amal auf die gleiche Weise ums Leben. Rund tausend Bomben fielen auf unsere Stadt. Sie war erst sechs Jahre alt.

Za’ahir, floh mit ihrer restlichen Familie in den Libanon

Kinder zahlen im Syrien-Konflikt den höchsten Preis. Über 11.000 syrische Mädchen und Jungen haben bereits ihr Leben verloren. Sprengsätze explodieren in belebten Gegenden, Schulen und Krankenhäuser werden immer häufiger zum Ziel von Angriffen. Mehr als vier Millionen Kinder sind auf der Flucht, davon flohen mehr als 1 Million über die Grenzen in die Nachbarländer. 75 % aller syrischen Kinder haben den Tod oder den Verlust eines nahen Angehörigen erlebt, sie haben zu wenig zu Essen und benötigen dringend Unterkünfte und Schutz. Doch viele von ihnen sind zwischen den Konfliktzonen gefangen und haben keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu humanitärer Hilfe. Wir fordern daher alle Seiten dazu auf, den Zugang zu den Kindern in Syrien zu gewährleisten, sodass sie lebensrettende Hilfe bekommen können.

Der Brief wurde unterschrieben von: 
Desmond Tutu , ehemaliger Erzbischof von Kapstadt und Friedensnobelpreisträger
Tony Lake, UNICEF Direktor
Antonio Guterres, UN Hochkommissar für Flüchtlinge
Kristalina Georgieva, EU Kommissarin für Internationale Kooperationen, Humanitäre Hilfe und Krisenschutz 
Margaret Chan, Generaldirektorin WHO
Ertharin Cousin, Direktorin World Food Programme 
Leila Zerrougui, UN-Sonderbeauftragte des Generalsekretärs für Kinder und bewaffnete Konflikte
Mark Malloch Brown, ehemaliger stellvertretender Generalsekretär der Vereinten Nationen und Administrator UNDP 
Jan Egeland, Generalsekretär Norwegian Refugee Council
Louise Arbour, Präsident und Geschäftsführer International Crisis Group
David Miliband, Präsident und Geschäftsführer, International Rescue Committee
Jasmine Whitbread, Geschäftsführender Vorstand Save the Children International 
Winnie Byanyima, Geschäftsführender Direktor Oxfam International
Kevin Jenkins, Präsident und Geschäftsführer World Vision International

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