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Publisher Save the Children26.04.2018

Gefährliche Flucht über das Mittelmeer: Das Leben tausender syrischer Kinder steht auf dem Spiel

Auf der Suche nach Schutz und Sicherheit fliehen viele Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Italien – und gehen dabei ein lebensgefährliches Risiko ein. Auch immer mehr syrische Flüchtlinge machen sich auf die gefährliche Reise.

Zwischen  Januar und Mai 2014 erreichten bisher 6620 Syrer die italienische Küste. Damit sind sie nach den Flüchtlingen aus Eritrea die zweitgrößte Gruppe, die in Italien ankommt – das geht aus dem neuen Save the Children-Bericht „The boat is safe and other lies“ hervor.

Besonders gefährlich ist die Reise für Kinder. Sie sind im Durchschnitt erst  5 Jahre alt bei ihrer Flucht und müssen manchmal alleine, ohne einen Angehörigen, die gefährliche Flucht antreten. Auf seeuntüchtigen und völlig überladenen Booten werden sie zu horrenden Preisen von Schlepperbanden nach Italien transportiert. Bis zu 15 Tage kann die Reise unter extremen Bedingungen dauern. Überlebende berichten von beängstigenden Beinah-Unfällen, von wenig Nahrung und Trinkwasser sowie von der traumatischen Wartezeit bis zur Rettung aus Seenot – die nicht immer erfolgt.

Doch vielen syrischen Flüchtlingen bleibt keine Wahl. „Auf der Suche nach Schutz und Sicherheit mussten sie  extreme Notlagen, Ausbeutung, Diskriminierung und Gefahren in anderen Ländern überstehen, bevor sie sich zur Flucht unter Lebensgefahr auf dem Seeweg entschlossen haben“, berichtet Carlotta Bellini, Kinderschutzbeauftragte von Save the Children Italien.

In einem offenen Brief fordert Save the Children gemeinsam mit anderen humanitären Organisationen die europäische Regierungschefs dazu auf, bessere Bedingungen für Flüchtlinge aus Krisengebieten zu schaffen.

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