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Publisher Save the Children26.04.2018

Kälteeinbruch in Europa: Kinderflüchtlinge brauchen dringend Schutz

Eisige Temperaturen in Europa gefährden Kinderflüchtlinge und ihre Familien. An der Grenze zwischen Serbien und Mazedonien sind die Temperaturen auf minus 20 Grad gefallen. Besonders für Kinder können Unterkühlung und Lungenentzündungen lebensgefährlich werden.

In der serbischen Grenzstadt Presovo liegen derzeit mehr als 15 cm Schnee, es herrschen eisige  minus 20 Grad. Unsere Mitarbeiter vor Ort berichten von Kinderflüchtlingen, die mit blauen Lippen und zitternd vor Kälte im Erstaufnahmezentrum ankommen. Völlig erschöpfte Mütter erzählen, dass sie ihre Babys kaum warm halten können und mit ihnen auf dem Arm auf dem vereisten Boden ausrutschen. In Belgrad gab es bereits die ersten Fälle von Unterkühlung und Erfrierungen.

Trotz der widrigen Umstände begeben sich jeden Tag tausende Familien auf die gefährliche Flucht nach Europa. Sie haben keine andere Wahl. Nasir, der mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Kindern aus Syrien flüchtete sagt:"Ich habe Angst um meine Kinder. Wir konnten nicht in Syrien bleiben, aber dort ist es nicht so kalt wie hier. Wir haben  noch nie so gefroren."

Save the Children ist in über einem Dutzend Transitländern aktiv, um Kinderflüchtlingen und ihren Familien zu helfen. In Presevo haben wir beispielsweise einen warmen, geschützten Raum eingerichtet, in dem Mütter und Kinder die Nacht verbringen können. Außerdem verteilen wir  Decken, wasserfeste Winterkleidung sowie  heißes Wasser und Hygiene-Artikel.

Der Winter ist noch lange nicht vorbei. Wir fordern die europäischen Regierungen auf, sofort mehr zu tun, um Kinder auf der Flucht zu beschützen. Tausende Kinder laufen sonst weiterhin Gefahr, Opfer der bitteren Kälte zu werden. In der Zwischenzeit müssen wir unsere Nothilfe dringend ausweiten. Bitte unterstützen Sie uns dabei mit Ihrer Spende.

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