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Publisher Save the Children26.04.2018

Malala Day: Kampf für Bildung

Die 15-jährige Malala Yousafzai war auf dem Nachhauseweg von der Schule im pakistanischen Swat Valley, als ihr Schulbus plötzlich gestoppt wurde. „Wer von euch ist Malala Yousafzai?“, fragte einer von zwei bewaffneten Männern. Malala wurde aus dem Bus gezerrt und in den Kopf und den Hals geschossen. Dabei wurden zwei weitere Mädchen ebenfalls schwer verletzt. Es sollte eine Strafe sein. Eine Strafe, weil Malala sich für die Bildung junger Mädchen in Pakistan einsetzt.

Kinder im Konflikt: 50 Millionen Kinder weltweit besuchen keine Schule

Im Alter von 12 Jahren beginnt Malala einen Blog für die BBC zu schreiben, auf dem sie von ihrem Leben unter den Regeln der Taliban und deren Einfluss auf die Bildung von Mädchen erzählt. Malalas Geschichte zeigt, welche sozialen und kulturellen Barrieren vor allem Mädchen überwinden müssen, um ihr Recht auf Bildung wahrzunehmen. Über 50 Millionen Mädchen und Jungen, die in von Konflikten betroffenen Ländern leben, wird die Chance auf eine Schulbildung verwehrt. 28,5 Millionen davon sind im Grundschulalter und über die Hälfte sind Mädchen. Diese Zahlen sind in den letzten drei Jahren sogar noch angestiegen. Während 2008 42 Prozent aller Kinder keine Schule in Konfliktgebieten besuchen konnten, waren es 2011 weltweit bereits 50 Prozent.

Das einzige „Verbrechen“ Malalas war ihr Wunsch, etwas zu lernen. Übergriffe wie der auf Malala sind jedoch keine Seltenheit. Die Anzahl an Kindern, denen der Zugang zur Bildung verweigert wird, die physisch angegriffen oder als Kindersoldaten rekrutiert werden, ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Schüler, Lehrer und Bildungseinrichtungen werden aus unterschiedlichsten politischen, militärischen, ideologischen, konfessionellen, ethnischen, religiösen oder strafrechtlichen Motiven bedroht oder angegriffen.


Neuer Bericht von Save the Children

Der neue Bericht von Save the Children „Attacks on Education“ beschäftigt sich mit den zerstörerischen Auswirkungen von Angriffen auf Bildung in unterschiedlichen Ländern. Allein in Syrien wurden bis Januar 2013 rund 4.000 Schulen beschädigt, besetzt oder zerstört. Nach Schätzungen von UNICEF ist diese Zahl in den letzen Monaten sogar noch einmal angestiegen. Von insgesamt 22.000 Schulen in Syrien können 22 Prozent derzeit nicht als Bildungseinrichtung genutzt werden.


Bildungssektor stark unterfinanziert

Trotz des enormen Einflusses von Konflikten auf Bildung gibt es nur ein niedriges Budget für diesen Bereich. 2011 wurde der Bildungssektor gerade mal mit 2 Prozent der humanitären Hilfe finanziert, 2012 waren es sogar nur 1,4 Prozent. Das verhindert ein schnelles und effizientes Handeln. 
Kinder in Konfliktgebieten haben oft schreckliches Erlebt. Sie zahlen für Konflikte einen enorm hohen Preis. Durch eine gute Schulbildung kann ihnen eine bessere Zukunft ermöglicht werden.


Save the Children für bessere Bildungschancen

Save the Children setzt sich weltweit für bessere Bildungschancen von Mädchen und Jungen ein. Im Za’atari Flüchtlingslager in Jordanien errichtete Save the Children beispielsweise kinderfreundliche Räume, in denen Kinder, die vom syrischen Bürgerkrieg betroffen sind, spielen, lernen und ihre Erlebnisse mit professioneller Unterstützung verarbeiten können.

Malala feiert heute ihren sechzehnten Geburtstag. Obwohl sie schwere Verletzungen von dem Angriff der Taliban davontrug, überlebten sie und ihre Freundinnen. Malala setzt sich auch weiterhin für das Grundrecht auf Bildung ein.


Unterstützen Sie Malala bei ihrem Kampf für Bildung und spenden Sie jetzt!
 

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