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Publisher Save the Children26.04.2018

Monsun in Nepal: Tausende Neugeborene in Gefahr

Einen Monat ist es her, dass ein schweres Erdbeben verheerende Schäden in Nepal anrichtete. Nun naht der Monsun und mit ihm neue Gefahren für die betroffenen Menschen. Save the Children warnt, dass besonders tausende Neugeborene in Gefahr sind.

Schätzungsweise 92.900 schwangere Frauen leben in den vom Erdbeben betroffenen Regionen in Nepal. Viele von ihnen haben ihr sicheres Zuhause verloren. Sie leben – z.T. mit ihren wenige Tage alten Babys – in provisorischen Unterkünften, die oft nur aus einfachen Plastikplanen bestehen. Es ist kalt und die hygienischen Bedingungen sind unzureichend.

Wenn in ein paar Wochen der Monsun beginnt und heftige Regenfälle einsetzen, wird sich ihre Lage noch verschlechtern. Das Risiko von Krankheiten steigt enorm an. Krankheiten wie Cholera könnten für kleine Kinder lebensbedrohlich werden. Eine ausreichende Versorgung von Müttern und Kindern ist nicht gewährleistet. So wurden in den vom Erdbeben betroffenen Regionen wie Sindhupalchok, Dolakha und Gorkha rund 73% der Gesundheitseinrichtungen zerstört oder beschädigt. 

Dr. Lousia Baxter, Save the Children-Gesundheitskoordinatorin in Nepal, warnt: "Die ersten Tage im Leben eines Kindes sind besonders kritisch. Einfache Dinge, wie das Fehlen steriler Instrumente beim Trennen der Nabelschnur oder keinen sauberen, warmen Schlafplatz zu haben, können zum Tod führen."

Unsere Teams vor Ort tun alles, um Müttern und Kindern in den betroffenen Regionen zu helfen. Unsere Nothilfemaßnahmen umfassen u.a. die Verteilung von Neugeborenen-Sets an Mütter sowie die Ausstattung von Kliniken mit Geburtshilfe-Material. Außerdem betreiben wir mobile Kliniken und richten provisorische Krankenstationen ein. 

Bisher konnten wir in Nepal mehr als 127.531 Menschen mit Nothilfemaßnahmen erreichen. Unter ihnen ist auch Kesang. Sie war hochschwanger, als die zum ersten Mal Erde bebte. Fünf Tage später – inmitten des Chaos und der allgegenwärtigen Angst vor Nachbeben – brachte sie ihr Baby zur Welt. Im Video erzählt sie von ihren Ängsten und wie Save the Children ihr nach der Geburt half:

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