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Publisher Save the Children09.11.2018

Rohingya-Krise: Keine verfrühten Rückführungen

Gemeinsam mit 41 weiteren Organisationen warnt Save the Children vor verfrühten Rückführung von Rohingya-Flüchtlingen nach Myanmar.

© Daphnee Cook / Save the Children

Die Rohingya sind in Myanmar nicht sicher. Obwohl immer noch Rohingya ins benachbarte Bangladesch fliehen, kündigten die Regierungen von Myanmar und Bangladesch an, geflüchtete Rohingya bereits Mitte November rückführen zu wollen. Save the Children und viele weitere internationale Organisationen warnen: Eine Rückführung zum jetzigen Zeitpunkt wäre lebensbedrohlich. 

Mein Bruder ist noch in Myanmar... Sie haben immer noch Angst nachts zu schlafen. Sie haben Angst in ihren Betten ermordet zu werden. Ich bin hier in Sicherheit, mein Bruder nicht.

Geflüchtete Rohingya-Frau

Seit Ende August 2017 sind innerhalb kurzer Zeit mehr als 700.000 Rohingya vor Gewalt durch das Militär aus Myanmar nach Bangladesch geflüchtet. UNO-Ermittler sprechen von einem „anhaltenden Völkermord“ mit mindestens 10.000 Toten. Die Angehörigen der muslimischen Minderheit werden seit Jahrzehnten in Myanmar diskriminiert. Derzeit leben in Cox’s Bazar im Süden Bangladeschs etwa eine Million Rohingya-Flüchtlinge auf engstem Raum.

Wir rufen die Regierungen von Bangladesch und Myanmar dazu auf,

  • ihre Zusagen einzuhalten und sicherzustellen, dass die Geflüchteten in Bangladesch freie und fundierte Entscheidungen über ihre Rückkehr treffen können,
  • sowie den Vereinten Nationen uneingeschränkten Zugang zu allen Teilen des Rakhine-Staates zu gewähren, damit sie unparteiische Informationen bereitstellen und die Situation für die potenziellen Rückkehrer einschätzen können.

Save the Children unterstützt die Rohingya seit 2012. In den Camps verteilen wir u.a. Materialien für Notunterkünfte, Hygienesets und Kochutensilien sowie Nahrungsmittel und behandeln mangelernährte Kinder mit Spezialnahrung und Vitaminpräparaten.

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