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Publisher Save the Children26.04.2018

Save the Children unterstützt Schulen in Ebola-Gebieten

Save the Children ist stark in die Wiedereröffnung der liberianischen Schulen involviert, um sicherzustellen, dass die Schulen kein Ort für ein Wiederaufflammen der Epidemie werden.

Nachdem die Zahlen der Neu-Infektionen mit dem Ebola-Virus in den vergangenen Wochen stetig zurückgegangen sind, hat sich die Regierung Liberias für die Schulwiedereröffnung entschieden. Auf dem tragischen Höhepunkt der Epidemie Mitte 2014 infizierten sich pro Woche mehr als 300 Menschen mit dem tödlichen Virus, in der ersten Februarwoche waren es nach Angaben der WHO nur noch drei. 

„Für Liberia, das neben Guinea und Sierra Leone äußerst hart vom schlimmsten Ebola-Ausbruch der Geschichte getroffen wurde, ist das offensichtlich ein Grund zum Feiern“, sagt der Landesdirektor von Save the Children Liberia, Greg Duly. „Trotzdem ist es wichtiger denn je, hinsichtlich der Ansteckungsgefahren wachsam zu bleiben, wenn wir Liberias Zukunftsträger wieder in die Schule schicken.“

Die liberianische Regierung hat strenge Richtlinien erlassen, um sicherzustellen, dass Kinder in ein Ebola-freies Umfeld zurückkehren. Alle Schulen müssen Einrichtungen zum Hände waschen genauso vorweisen, wie exakte Thermometer, die die Temperatur ohne direkten Körperkontakt erheben, sie müssen Räumlichkeiten für eine temporäre Isolierung bereithalten, falls ein Lehrer oder Kind Symptome zeigt, und sie müssen zuverlässig dafür Sorge tragen, dass Verdachtsfälle schnell in eine nahe gelegene medizinische Einrichtung überwiesen werden können. 

Save the Children arbeitet eng mit dem liberianischen Gesundheitsministerium und anderen Partnern vor Ort zusammen, um Lehrer und Gemeindemitglieder intensiv in der Prävention zu schulen. In mehr als 840 Schulen haben wir in diesem Zusammenhang auch Ebola Schutz-Komitees und zuverlässige Systeme zur Patientenüberführung eingerichtet. 

In 546 dieser Schulen haben wir außerdem Hunderte von Schutzausrüstungen verteilt, die aus digitalen Thermometern, Chlor, Seife, Eimern, Reinigungsbesen, Aufklärungsmaterial, Gummihandschuhen und –stiefeln bestehen. Zusätzlich statten wir die Schulen mit Stationen zum Händewaschen und zuverlässiger Wasserversorgung aus. 

„Die Wiedereröffnung der Schulen ist ein Start- und kein Endpunkt in der Ebola-Krise“, betont Duly. „Gerade vor dem Hintergrund des Erfolgs, den alle Organisationen und die Regierung im Kampf gegen Ebola erzielt haben, sind die Vorsichtsmaßnahmen von großer Bedeutung. Mehr als der Hälfte aller liberianischen Schulen mangelt es an zuverlässigen Wasserquellen, sie leiden an maroden Baustrukturen und generellen Infrastrukturproblemen, abgesehen davon, dass auch viele Lehrer an Ebola verstorben sind.“

Von der langen Schließzeit der Schulen aufgrund des Ebola-Ausbruchs  waren mehr als eine Million Schüler betroffen. In den vergangenen sechs Monaten war Save the Children gemeinsam mit Unicef und lokalen Partnern von der liberianischen Regierung zu einer Task Force zusammengerufen worden, um innovative Lernkonzepte zu entwickeln, inklusive Lehrertraining, Radiounterricht und das Verteilen von Schulmaterial an Haushalte mit Kindern. Nicht zuletzt ist Save the Children darum bemüht, Gesundheitscheckups für Schüler einzuführen, um sicherzustellen, dass sie altersentsprechend geimpft sind. 

Laut WHO haben sich in Liberia bis zum 8. Februar dieses Jahres 8.881 Menschen mit Ebola infiziert, 3.826 Menschen sind daran gestorben.

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