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Publisher Save the Children26.04.2018

Soweit die Füße tragen

Jeden Tag suchen allein in Äthiopien 2000 Somalis Rettung in den Flüchtlingscamps – doch die Hilfsgüter reichen bei weitem nicht aus.

Täglich erreichen uns neue Berichte aus den Flüchtlingscamps am Horn von Afrika. Die Geschichten vieler Familien übersteigen jegliche Vorstellungskraft. „Nach einem Überfall auf unser Dorf mussten meine sieben Kinder und ich unser Dorf verlassen. Mein Mann kam bei dem Angriff ums Leben, das Wenige was wir noch hatten haben sie mitgenommen“ berichtet Hudet. Hudets Heimat ist Somalia - ein Land seit Jahren gezeichnet von Konflikten und Armut. Die anhaltende Dürre hat den Familien jegliche Lebensgrundlage genommen, der einzige Ausweg scheint die Flucht.

Wenn es die Menschen über die äthiopische Grenze schaffen, müssen sie oft Tage warten, bis sie offiziell in den Camps registriert werden und Hilfsmittel erhalten. Die Organisationen vor Ort können die Versorgung der ankommenden Familien nicht mehr schneller gewährleisten. Allein in Dolo Ado, Äthiopien, wurden im Juni über 23.000 neue Flüchtlinge aus Somalia registriert.

Mehr als 2,85 Millionen Menschen aus Somalia sind derzeit auf Hilfe angewiesen – anschaulicher formuliert: Jeder dritte Somali kann sich nicht mehr alleine ernähren. Besonders schlimm trifft es die Kinder. Sie haben seit Wochen nicht mehr ausreichend gegessen, sind geschwächt und schnell anfällig für Infektionen.

„Zwar ist die Hilfsbereitschaft der Menschen groß, aber die Lebensumstände hier sind sehr schwierig“ erklärt Hudet weiter. „Nach Wochen unterwegs haben wir gedacht in Äthiopien endlich Ruhe zu finden. Aber es hat 14 Tage gedauert, bis wir in dem Camp registriert werden konnten. Die Helfer konnten uns nur Essen für sechs Tage geben, da es sonst nicht für alle reicht.“ Viele Familien leben seit Wochen von nur eine Mahlzeit am Tag.

Save the Children arbeitet in allen drei besonders betroffenen Ländern unter Hochdruck an der Versorgung der betroffenen Kinder und Familien. Besonders mangelernährte und dehydrierte Kinder bekommen in speziellen Ernährungsstationen Infusionen und Spezialnahrung, um schnell wieder gesund zu werden. Eine dauerhafte Mangelernährung im Kindesalter kann lebenslange Folgeschäden mit sich ziehen.

Auch Amina und ihren Kindern konnten wir helfen: „Ich komme heute zum dritten Mal mit meinen Kindern in die Station von Save the Children. Sie bekommen hier Plumpy Nut – wovon sie schnell wieder zu Kräften kommen sollen. Ich habe gesehen, wie andere Kinder davon wieder gesund wurden und glaube fest daran, dass auch meine Kinder bald wieder fit werden.“

Über 10 Millionen Menschen sind von den Auswirkungen der Dürre betroffen – die bereitgestellten Hilfsgelder reichen nicht aus, um alle Familien zu versorgen. Save the Children sammelt international 100 Millionen US$ für die betroffenen Kinder und ihre Familien.

Helfen Sie jetzt den Kindern und ihren Familien am Horn von Afrika mit Ihrer Spende!

Weiterführende Informationen

Hier können Sie Sie mehr zum Thema Hungersnot am Horn von Afrika erfahren.

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