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Publisher Save the Children17.12.2018

Sulawesi nach der Katastrophe

Ende September starben bei der Erbeben- und Tsunamikatastrophe in Indonesien mehr als 2.000 Menschen, immer noch werden etwa tausend Menschen vermisst. Während der Katastrophe und in den Stunden danach haben viele Kinder Schlimmes erlebt, einige sind traumatisiert. Dank der großartigen Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender konnte Save the Children vor Ort bereits viel erreichen.

Schnelle Hilfe

Bereits 72 Stunden nach der Katastrophe haben wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Partnerorganisation Yayasan Sayangi Tunas Cilik (YSTC) in die betroffenen Regionen aussenden können. Das Team hat die Lage vor Ort schnellstmöglich erfasst, ermittelt, was am dringendsten benötigt wird und die wichtigsten Maßnahmen sofort in die Wege geleitet. Inzwischen sind 61 Mitarbeiter vor Ort. Bis Ende November konnten wir insgesamt 49.675 Menschen helfen, davon 22.891 Kindern.

Folgende Maßnahmen haben wir ergriffen:

Unterkünfte

Kinder brauchen ein Dach über dem Kopf – und sei es auch noch so provisorisch. Zu unseren ersten Maßnahmen gehörten deshalb das Verteilen von Nothilfe-Paketen für den Bau einfacher Unterkünfte.

Hygienemaßnahmen

Wir sorgen dafür, dass Kinder und ihre Familien Zugang zu sauberem Wasser und Latrinen haben. Wir klären außerdem über die wichtigsten Hygieneregeln in Notsituationen auf, um Krankheiten vorzubeugen.

Gesundheit

Nach einer Katastrophe solchen Ausmaßes ist medizinische Hilfe besonders wichtig. Deshalb sorgen wir mit mobilen und lokalen Gesundheitsstationen dafür, dass die Kinder und ihre Familien medizinisch versorgt werden können.

Bildung

Durch den Aufbau temporärer Lernzentren stellen wir sicher, dass Kinder weiter lernen können. Das ist nicht nur wichtig für ihre kognitive Entwicklung, sondern gibt ihnen auch Routine und Halt in der Ungewissheit nach der Katastrophe.

Ernährung

Wir verteilen Lebensmittel und richten auch öffentliche Küchen ein. Dabei hat für uns die Versorgung von Kleinkindern und stillenden Müttern immer Vorrang.

Schutzmaßnahmen

Kinder sind verängstigt, verunsichert und brauchen Hilfe, um das Erlebte zu verarbeiten. Wir unterstützen die Jungen und Mädchen und leisten psychosoziale Unterstützung. Sehr stark betroffene Kinder erhalten individuelle und ihrem Alter angemessene psychologische Hilfe.

Weitere Hilfe notwendig

Wir haben mit unseren Partnern schon viele Kinder und Familien erreicht und mit dem Nötigsten versorgt, aber es liegt noch viel vor uns. Nach wie vor sind Zehntausende Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Besonders in entlegeneren Gebieten werden weitere Notunterkünfte und Zelte benötigt. Außerdem muss die Hygiene-Infrastruktur weiter ausgebaut werden, damit sich Krankheiten nicht ausbreiten. Auch die Familienzusammenführung benötigt weitere Ressourcen genauso wie die psychosoziale Betreuung von den zum Teil stark verängstigten und traumatisierten Kindern.

Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende, damit wir Kindern und ihren Familien weiterhin zur Seite stehen können.

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