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Publisher Save the Children27.12.2018

Tsunami trifft Sumatra und Java

Ein Tsunami auf den indonesischen Inseln Sumatra und Java hat Hunderte Menschen das Leben gekostet und schwere Schäden angerichtet.

© Thomas Gustafian / Save the Children

(Letzte Aktualisierung: 27.12.2018)

Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde wurden über 400 Menschen getötet und mehr als 1400 Menschen verletzt. Auch Kinder sind betroffen, weitere Menschen gelten als vermisst. Die Behörden gehen davon aus, dass die Opferzahlen weiter steigen. Denn die Flutwellen seien mitten in der Urlaubssaison über mehrere Touristenstrände hereingebrochen. Auch wird vor weiteren Flutwellen gewarnt, denn der Vulkan Anak Krakatau zeigt weiter hohe Aktivität.

Der Ausbruch des Vulkans und ein folgender Unterwasser-Erdrutsch waren Ursache der Riesenwellen. Der Vulkan liegt in der Meerenge zwischen den Inseln Java und Sumatra. Die Eruption geschah am Samstagabend gegen 21 Uhr Ortszeit. Nur rund 20 Minuten später sei der Tsunami auf Land getroffen. Die Zeit reichte somit nicht, um die Bevölkerung noch rechtzeitig zu warnen.

Lage durch Flut verschlimmert

Verschlimmert wurde die Situation durch die gleichzeitig vorherrschende Flut. Laut eines Sprechers des Katastrophenschutzes kamen sowohl in der zu Sumatra gehörenden Provinz Lumpang auf der nördlichen Seite der Meerenge Menschen zu Tode als auch in Javas Provinz Banten, die südlich der Meeresenge liegt und an die Hauptstadt Jakarta grenzt.

Einige der sehr stark betroffenen Gebiete befinden sich in Banten, wo es viele Strandunterkünfte für Touristen gibt. Zurzeit herrscht Urlaubssaison und somit Hochbetrieb. Es seien mindestens 430 Häuser, neun Hotelanlagen und zahlreiche Schiffe beschädigt. Schwere Tsunami-Schäden wurden unter anderem vom Urlauberstrand Carita gemeldet.

Ein Jahr der Katastrophen – Zehntausende Kinder betroffen

Erst im August und Oktober wurden die indonesischen Inseln Lombok und Sulawesi von Erdbeben und Tsunamis heimgesucht. Save the Children hat nach diesen Katastrophen sofort Nothilfe-Einsätze gestartet. Allein auf Sulawesi benötigten mehr als 50.000 Kinder lebensrettende Hilfe. Um die betroffenen Regionen zu versorgen, ermittelt Save the Children mit einem erfahrenen lokalen Partner, was besonders dringend benötig wird.

Save the Children arbeitet seit 1976 im Land und hat in Indonesien bereits nach vielen Naturkatastrophen schnelle humanitäre Hilfe geleistet. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende für die Not- und Katastrophenhilfe! Denn nur so können wir in Situationen wie jetzt auf Java und Sumatra schnell handeln und Kinder und ihre Familien unterstützen.

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