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Publisher Save the Children26.04.2018

Unzufrieden mit Niebels Bildungsstrategie

Die Mitgliederorganisationen der Globalen Bildungskampagne sind sich einig: Der neuen Bildungsstrategie von Minister Niebel fehlt ein Umsetzungsplan. Das NGO-Bündnis kämpft gemeinsam dafür, dass das Menschenrecht auf BILDUNG FÜR ALLE verwirklicht wird.

Ihre Mitglieder sind Kinderrechts- und Entwicklungsorganisationen und Bildungsgewerkschaften. Seit mehreren Jahren ist Save the Children ein aktives Mitglied. Am 09. Februar 2012 gab die Kampagne gemeinsam eine Presseerklärung heraus. Sie fordert: Den Worten müssen Taten folgen!


Pressemitteilung:
Save the Children und die Globale Bildungskampagne kritisieren Niebels Bildungsstrategie für arme Länder

Berlin, 09. Februar 2012
Die Globale Bildungskampagne Deutschland, ein Bündnis von zehn deutschen Nichtregierungsorganisationen, kritisiert die heute vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vorgestellte Strategie zur Förderung von Bildung in armen Ländern. Unter dem Titel „Zehn Ziele für mehr Bildung. BMZ-Bildungsstrategie 2010-2013“ kündigt der Entwicklungsminister an, Bildung als Schlüsselbereich der deutschen Entwicklungspolitik zu verankern.


„Herr Niebel muss in den kommenden Monaten noch beweisen, ob es bei öffentlichkeitswirksamen Ankündigungen bleibt, oder ob das BMZ seine Anstrengungen wirklich signifikant erhöht, um bis 2013 Millionen von Kindern das Recht auf gebührenfreie und gute Grundbildung zu ermöglichen“, so Maren Jesaitis, Koordinatorin der Globalen Bildungskampagne Deutschland. Unklar sei, wie die Strategie finanziert werden soll. Der BMZ-Etat für 2013 wird vermutlich um 581 Millionen Euro schrumpfen. Die Mittelerhöhungen für Bildung dürften aber auf keinen Fall zulasten anderer wichtiger Bereiche wie Gesundheitsfürsorge oder ländliche Entwicklung gehen.


Die Globale Bildungskampagne kritisiert zudem, dass die Bildungsstrategie nicht ambitioniert genug sei. Zwar betone das BMZ in der Strategie die Notwendigkeit, Chancengleichheit für Mädchen und Jungen zu gewährleisten. Die Qualität von Bildung fände jedoch zu wenig Beachtung. Die Förderung von Lehrkräften sei nicht als eigenständiges Ziel berücksichtigt.

„Hinzu kommt, dass derzeit 28 Millionen Mädchen und Jungen in fragilen Konfliktstaaten das Recht auf Bildung verwehrt wird. Somit leben 42% der Out of School Children in Kriegs- und Krisenstaaten“, erklärt Kathrin Wieland, Geschäftsführerin der deutschen Sektion der weltweit größten unabhängigen Kinderrechtsorganisation Save the Children. „Gleichzeitig fließen nur 2% der internationalen humanitären Hilfsgelder in den Bildungsbereich. Geberländer wie Deutschland sind daher auch finanziell in einer besonderen Verantwortung“. betont Wieland nachdrücklich.


Hintergrund 

Die Globale Bildungskampagne ist Teil der Global Campaign for Education, eines internationalen Bündnisses, das dafür kämpft, dass das Menschenrecht auf Bildung weltweit für alle Menschen verwirklicht wird. Ihre Mitglieder sind Kinderrechts- und Entwicklungsorganisationen und Bildungsgewerkschaften. In Deutschland wird die Kampagne getragen von CARE Deutschland-Luxemburg, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der Kindernothilfe, Oxfam Deutschland, Plan International Deutschland, Save the Children, UNICEF Deutschland, der Deutschen Welthungerhilfe, dem World University Service und World Vision Deutschland.


Unser Einsatz

Bildung in Krisengebieten ist seit langem ein Schwerpunktthema von Save the Children. Bis 2010 haben wir es 3 Millionen Kindern in betroffenen Ländern ermöglicht, zum ersten Mal eine Schule zu besuchen. Wir setzen uns dafür ein, dass Schule ein sicherer Ort ist, an dem Kinder friedlich lernen können und vor Konflikten geschützt sind. Jedes Kind hat das Recht auf Bildung, egal welcher Herkunft und egal in welchem Umfeld es aufwächst!

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