Spenden DZI Siegel
Kinder sitzen im Kreis und legen die Hände aneinander.

Quarterly Juni 2026
Gemeinsam mehr bewegen

Was mich bewegt: So helfen wir in Gedaref und Port Sudan

Die größte Fluchtbewegung, die größte humanitäre Krise der Welt: Das ist die aktuelle Situation im Sudan. Doch im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung stehen diese beiden traurigen Superlative nicht. Deshalb möchte ich Ihnen unbedingt davon erzählen. Denn wie wir Kinder in dieser Situation unterstützen, habe ich im April 2026 in Gedaref und Port Sudan gesehen.

Florian Westphal sitzt neben einer sudanesischen Frau in einem Gesundheitszentrum.

Ein Übersetzer hilft mir, mit Maha* (rechts) zu sprechen: In einem von Save the Children unterstützten Ernährungszentrum hielt sie zwei Kinder im Arm: ihre Zwillinge Halil* und Mustafa*, gerade einmal sieben Monate alt. Ihr Mann sucht seit Monaten erfolglos nach Arbeit, sie haben sehr wenig Geld. Die Zwillinge hatten Malaria, zusätzlich zeigten sich Ödeme auf der Haut. Eine Untersuchung ergab: Sie waren mangelernährt. Seit über einem Monat werden sie nun mit therapeutischer Spezialnahrung behandelt – und sind auf dem Weg der Besserung.

Als ich hierherkam, hatte ich alle Hoffnung verloren, aber jetzt geht es ihnen so viel besser.

Maha*, deren Kinder in einem Ernährungszentrum von Save the Children behandelt wurden
Eine sudanesische Frau steht zwischen Pflanzen und schaut in die Kamera.

In Gedaref unterstützen wir auch ein Camp für Geflüchtete, etwa 2.000 Menschen leben hier. Unter ihnen ist Sakina*, die mit ihren sieben Kindern aus der Hauptstadt Khartum geflüchtet ist. Ihr Mann wurde bei einem Luftangriff getötet. Sakina ist Lehrerin und sagt: „Ich möchte meinen Kindern ein sicheres Zuhause und eine gute Bildung ermöglichen. Ich möchte nicht für immer von humanitärer Hilfe abhängig sein.“ Um selbst für die Familie zu sorgen, baut sie rund um ihre einfache Unterkunft Bohnen und Gemüse an. Und da wir im Camp auch Bildungsprogramme umsetzen, können ihre Kinder weiter lernen.

Eine Frau füllt Essen in Schüsseln.

Auf der Reise besuche ich auch eine von uns unterstützte Mädchenschule etwas außerhalb von Port Sudan. Hier finanzieren wir einen Teil des Schulessens. Die Schule ist aufgrund der vielen Vertriebenen nahezu überfüllt, aber die fröhliche Atmosphäre ist ansteckend. Ich erfahre, dass Poesie im Sudan eine wichtige Rolle spielt und eine Schülerin trägt ihr liebstes Gedicht vor. Ein anderes Mädchen erzählt mir von ihrer Leidenschaft für die Geschichte des Sudans.

Ich würde ihnen allen so gern sagen, dass sich die jüngste Geschichte ihres Landes zum Guten wenden wird. Doch Kriege beenden, das können wir leider nicht. Aber wir können an der Seite der Menschen stehen – auch und gerade in schweren Zeiten.  

Impact: Unsere Hilfe nach dem Ebola-Ausbruch in der DR Kongo

Kinder waschen sich die Hände.

Ihre Unterstützung macht schnelle und wirksame Hilfe möglich – wie zum Beispiel in Ituri. Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort konnten wir mehr als 19.000 Menschen erreichen. Unter anderem haben wir: 

  • Mehr als 300 Personen aus dem Gesundheitsbereich und aus Schulen in der Ebola-Prävention geschult 
  • Mit Expert*innen unseres mobilen Gesundheitsteams bei der sicheren Untersuchung und Isolation von Erkrankten unterstützt 
  • Schutzkleidung und Chlor für 62 Gesundheitseinrichtungen bereitgestellt
  • Kinder und Familien vor den langfristigen Folgen der Krise geschützt 

Wir konnten bereits wichtige Fortschritte erzielen und Tausende Kinder und Familien erreichen. Doch die Ebola-Krise und ihre Folgen sind noch nicht überwunden. Deshalb setzen wir unsere Hilfe entschlossen fort.

Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen und Ihre wichtige Unterstützung.

Events: Art with Impact

Auktionator Simon de Pury spricht mit Mikrofon vor dem Publikum.

Am 29. April stand unsere Benefizauktion ganz unter dem Motto: Kunst, die Gutes tut! Denn wir versteigerten Werke von Bisky bis Picasso zugunsten unserer weltweiten Projekte – über 400.000 Euro waren der Gesamterlös, über den wir uns sehr freuen! Besonders berührend: Der achtjährige Oleksandr aus der ukrainischen Region Mykolajiw steuerte im Rahmen unseres Projekts HEART (Healing through Education and Arts) ein Acrylbild bei. Für eine Überraschung sorgte unsere langjährige Botschafterin Anne-Sophie Mutter, die mit dem Pianisten Roman Borisov spontan ein Duett spielte.

Von Herzen danken wir allen, die vor Ort oder online mitgeboten haben und damit unsere Arbeit für Kinder in Not unterstützen!

Webinar zur aktuellen Nothilfe in Venezuela am 1. Juli 2026

Gerne möchten wir Sie zu einem exklusiven Webinar einladen, um über die aktuelle Situation in Venezuela zu berichten. Sie erfahren aus erster Hand, wie wir mit Partnerorganisationen im Land betroffene Kinder und Familien unterstützen und welche Herausforderungen in den kommenden Wochen zu bewältigen sind. Los geht's am 1. Juli 2026 um 15 Uhr.

Mit * gekennzeichnete Namen sind zum Schutz der Kinder und Familien geändert.