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MakerLabs II

Das Projekt

MakerLabs II
Machen. Begreifen. Digital teilhaben.
 

Ziel: Bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche in ihrem Recht auf digitale Bildung und Teilhabe stärken  
 Laufzeit: 01.10.2023 – 31.12.2025  
Zielgruppe: Fachkräfte aus Grundschulen, weiterführenden Schulen, Bibliotheken und Jugendfreizeiteinrichtungen sowie Kinder und Jugendliche im Alter von 6-18 Jahren
 

Die Umsetzungsstandorte

Grafik der Umsetzungsstandorte von MakerLabs II

Die Idee

Digitale Bildung ist und bleibt eine der großen Herausforderungen im deutschen Bildungssystem. Besonders Kinder und Jugendliche aus Haushalten, die mit wenig Geld auskommen müssen, haben es schwer. Hardware wie Tablets und Computer können sie sich oft nicht leisten, familiäre Unterstützung ist nicht selbstverständlich. Insbesondere an sie richtet sich das Projekt „MakerLabs II — Machen. Begreifen. Digital teilhaben.“ daher.   

Das Projekt nutzt den erprobten Ansatz des Making. Er ermöglicht, digitale Tools im Schulunterricht oder auch in Angeboten außerschulischer Bildungseinrichtungen auf kreative Art und Weise einzusetzen. 

Making schließt niemanden aus, sondern weckt das Interesse von Kindern und Jugendlichen am Digitalen spielerisch. Es geht ums Ausprobieren, um Kollaboration, Kreativität und Kommunikation sowie darum, Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen. Neben digitalen Kompetenzen werden so auch Mut und Zuversicht für das eigene Handeln gestärkt und Selbstwirksamkeit erfahrbar.  

Bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche durch Making stärken, bedeutet: 

Das Projekt baut auf Erfahrungen und Erfolgen der Projekte 'MakerSpace' und 'MakerLabs I — Freiräume für digitale Zukunft' auf.


Die Umsetzung

Mit dem Projekt erreichen wir Kinder und Jugendliche, die im deutschen Bildungssystem in ihrem Recht auf allgemeine sowie auf digitale Bildung und Teilhabe im Besonderen benachteiligt sind. Wir konzentrieren uns auf Kinder und Jugendliche, die in einkommens-schwachen Haushalten aufwachsen und/oder von Transferleistungen leben. Zielgruppe sind schulpflichtige Kinder und Jugendliche im Alter von 6-18 Jahren.  

Um diese anzusprechen, führen wir das Projekt in Sozialräumen durch, in denen nachweislich die Kinderarmut besonders hoch ist. Indem wir neben Fachkräften aus Schule mindestens zwei weitere Bildungseinrichtungen (z. B. Bibliotheken und Jugendfreizeiteinrichtungen) vor Ort in das Projekt einbeziehen, erreichen wir auch Kinder und Jugendliche mit negativen schulischen Erfahrungen. Die folgenden Bausteine tragen zum nachhaltigen Erfolg des Projekts bei:  

Besonders wichtig sind uns: 

Peer-Trainer*innen/Peer-Learning

In gemeinsamen Trainings lernen erwachsene Bildungsfachkräfte und Jugendliche im Alter von 13-18 Jahren das Maker-Mindset und verschie-dene digitale Technologien und Fertigungsverfahren kennen. Sie setzen sich mit agilen und iterativen Entwicklungsmethoden auseinander. Und sie beschäftigen sich damit, wie Lehr- und Lernsettings im Making-Kontext aussehen können.  

Zusätzliche Unterstützungsangebote bereiten die Jugendlichen auf ihre Rolle als Peer-Trainer*innen und damit als Mitgestalter*innen von Making-Angeboten für Gleichaltrige und für jüngere Kinder (6-12 Jahre) vor.  

In eigenständigen Trainings können sie Themen zielgruppenspezifisch vertiefen. Außerdem bekommen sie Raum für Reflexion zu geplanten und umgesetzten Peer Learning-Formaten. Die Trainings werden unterstützt von unserem Partner Junge Tüftler*innen

Ein Erfahrungsbericht aus dem Vorgängerprojekt 'MakerLabs I – Freiräume für die digitale Zukunft' gibt Tipps für die Einbindung zum Einsatz Jugendlicher als Peer-Trainer*innen. 

Vernetzung von Bildungsakteuren

Wir denken in regionalen Settings und wollen über Hospitationen und (Netzwerk-)Treffen zwischen sich räumlich nahen Projektstandorten Begegnungs- und Erfahrungsräume schaffen/ermöglichen, die sich langfristig selbst tragen.  

Regionale Fachgespräche und regionale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit begleiten und unterstützen dieses Vorhaben und sollen Multiplikatoren-Effekte auch auf nicht direkt projektbeteiligte Einrichtungen und die relevanten bildungspolitischen Steuerungsgremien auf Landesebene haben.  

Ähnlich verhält es sich auch auf Bundesebene, wo etwa über die jährliche Ausrichtung eines Fachtags dem Thema Digitale Teilhabe zu einer breiten fachöffentlichen Diskussion verholfen werden soll.  

Neben exemplarischen Lösungsansätzen aus dem Spektrum von Making (Education) und Peer Learning geht es uns als Kinderrechtsorganisation um die Sensibilisierung für Teilhabeausschlüsse und bildungspolitische Entwicklungsnotwendigkeiten. 



Das Projektteam

Sophia Sprengel

Regina PIROGOFF

Farsi Arghawan, Mitarbeiterin Save the Children Deutschland

ARGHAWAN FARSI

Carlotta Frank Hakimi

Carlotta FRANK-HAKIMI