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Weltkarte, in der Afrika rot markiert ist

Abgeschlossene Projekte
in Afrika

Erfolgreich beendete Projekte in Afrika

Hier erhalten Sie nähere Informationen über erfolgreich abgeschlossene Projekte in Afrika, die wir aus Deutschland unterstützt haben. 

Kenia

Abgeschlossene Projekte in Kenia

Projekt: Sektorübergreifende Verbesserung der Überlebenschancen von Kindern in marginalisierten Gemeinden in Kenia
Geldgeber:
The Light Foundation
Laufzeit: 1. September 2019 - 31. August 2022

In Kenia stirbt knapp jedes 20. Kind vor seinem fünften Geburtstag, ein Drittel davon sind Neugeborene. Die meisten Kinder sterben an behandelbaren Krankheiten wie Lungenentzündung, Malaria und Durchfallerkrankungen. Weit verbreitete Mangelernährung verschlimmert den Gesundheitszustand von Kindern zusätzlich. Die Mehrheit der Mütter entbindet zu Hause, oftmals ohne medizinische Betreuung. Dies gefährdet das Leben des Kindes und der Mutter selbst. Das Risiko für kenianische Frauen, während der Schwangerschaft oder Geburt zu sterben, ist besonders hoch. Sanitäre Einrichtungen fehlen, Gesundheitseinrichtungen sind schlecht ausgestattet. Es mangelt an Ärzt*innen und ausreichend geschultem Gesundheitspersonal. Die Situation ist besonders in den ländlichen und von Dürre betroffenen Gebieten im Norden des Landes prekär. Dort ist die Zahl von mangelernährten Kindern besonders hoch und ein großer Teil der Bevölkerung lebt weit entfernt von Gesundheitseinrichtungen. In den städtischen Armenvierteln sind die hygienischen Bedingungen unzureichend, Kinder erkranken schnell. Die Senkung der Kindersterblichkeitsrate vor Ort gestaltet sich sehr schwierig aufgrund von mangelnder Finanzierung, schlechter geografischer Zugänglichkeit und einem Mangel an qualifizierten Gesundheitsdienstleister.

Save the Children ist seit rund 70 Jahren in Kenia tätig und unterstützt mit Entwicklungsprogrammen und humanitärer Hilfe vor allem im Bereich von Kinder- und Müttergesundheit. In dem gemeinsamen Projekt mit The Light Foundation wollen wir die Kindersterblichkeitsrate in Kenia senken. Die Projektaktivitäten finden in der ländlichen und von Dürre betroffenen Region Turkana sowie im Slum Mathare in der Hauptstadt Nairobi statt. In den ländlichen Gegenden sorgen wir dafür, dass akut mangelernährte Kinder durch mobile Kliniken und sogenannte gemeindebasierte Gesundheitshelfer*innen behandelt werden. Wir stellen sicher, dass ihre Familien über genügend Mittel verfügen, um ihre Kinder zu ernähren. Im urbanen Raum stärken wir bestehende Gesundheitseinrichtungen und frühkindliche Bildungsstätten und verbessern die hygienischen und sanitären Bedingungen vor Ort. In allen Projektregionen haben Kinder unter fünf Jahren außerdem einen besseren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Save the Children arbeitet vor Ort mit dem Gesundheitsministerium, den Gesundheitseinrichtungen, freiwilligen Helfern im Gesundheitswesen, Gemeindekomittees, Elterngruppen sowie direkt mit armen Familien zusammen.

Somalia

Abgeschlossene Projekte in Somalia

Projekt: Lebensrettende Gesundheitsmaßnahmen für krisenbetroffene Gemeinden in Somalia
Geldgeber:
 The Light Foundation
Laufzeit: 1. September 2019 - 31. August 2022

Seit über zwei Jahrzehnten herrscht in Somalia eine der am längsten anhaltenden humanitären Krisen der Welt: Bewaffnete Konflikte, Massenvertreibung, wiederkehrende Dürren, Überschwemmungen und extreme Armut gefährden Menschenleben. Die Menschen in Somalia leben in einer der schlechtesten Gesundheits- und Ernährungssituationen weltweit. Die Ernährungsunsicherheit führt zu Unterernährung und einer höheren Anfälligkeit für Krankheiten bei der Bevölkerung. Damit gehört die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren in Somalia zu den höchsten weltweit. Die Gesundheitseinrichtungen sind nach jahrelangen bewaffneten Konflikten im Land stark beschädigt, vollständig geplündert oder sogar komplett zerstört. Oft sind wichtige Medikamente nicht zugänglich. Mädchen und Jungen sterben an Krankheiten, die vermeidbar und behandelbar sind: Lungenentzündung, Fieber oder Durchfallerkrankungen.

Save the Children arbeitet seit über 65 Jahren in Somalia und seit mehr als 10 Jahren im Gesundheitsbereich. Mit Unterstützung von The Light Foundation setzt Save the Children lebensrettende Gesundheitsmaßnahmen für Kinder und Frauen um und senkt die Kinder- und Müttersterblichkeitsrate. Ziel ist es, dass sich Kinder unter fünf Jahren von Unterernährung und Krankheiten erholen. Die Gesundheit von schwangeren und stillenden Frauen wird gestärkt. Werdende Mütter sollen ihre Kinder sicher zur Welt bringen. Die Projektaktivitäten finden in zwei verschiedenen Regionen statt, in denen die Menschen besonders betroffen sind: die von Dürre geplagte ländliche Region Moroodijeh in Somaliland im Norden und die städtischen Regionen Baidoa und Mogadischu in Südwestsomalia, in denen Binnenvertriebene Zuflucht vor Dürre und Konflikten suchen. In der ländlichen Region bildet Save the Children pro Dorf eine Frau als Gesundheitshelferin aus, damit Fieber, Durchfall und Lungenentzündung auch in abgelegenen Gebieten behandelt werden. Auch die Entwicklung einer neuen App soll helfen, Kinderkrankheiten und Unterernährung zu behandeln. In allen Regionen sorgen wir außerdem für die Renovierung der Gesundheitseinrichtungen und statten diese besser aus, um die medizinische Versorgung vor Ort zu verbessern. Durch dieses Projekt werden rund 250.000 Menschen direkt unterstützt, davon 150.000 Kinder unter fünf Jahren. Zusätzlich profitieren 350.000 Menschen indirekt, zum Beispiel durch Gesundheitsaufklärung von dem Projekt. Bei der Umsetzung aller Projektmaßnahmen arbeiten wir eng mit dem Gesundheitsministerium von Somalia zusammen.


Projekt: Resilienzstärkung von ländlichen Gemeinden und Re-Integration von Binnenvertriebenen durch Einkommensdiversifizierung und berufliche Bildung in Somaliland
Geldgeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Laufzeit: 1. November 2018 – 31. Dezember 2021

Seit Projektbeginn hat sich die Dürrekrise weiter verstetigt. Auch wenn durch die umfassende humanitäre Hilfe in 2017 und 2018 eine Hungersnot abgewendet werden konnte, haben die schwachen Regenfälle in der Regenzeit 2018/2019 sowie eine außergewöhnlich heiße Trockenzeit Anfang 2019 dazu geführt, dass die Erholung des Land- und Viehwirtschaftssektors langsamer als geplant voranschreiten und die Binnenvertriebenenzahlen weiter zunehmen statt zurückzugehen. Landesweit wird die Zahl der Binnenvertriebenen inzwischen auf 2,6 Millionen Menschen geschätzt – in Somaliland handelt es sich bei neuen Binnenvertriebenen vor allem um Familien aus ländlichen Gebieten, die in Folge der Dürre ihre Viehherden größtenteils oder vollständig verloren haben und aktuell abhängig von lokalen oder internationalen Hilfsleistungen sind. Einige Bevölkerungsgruppen, die ihr Einkommen durch Viehzucht sichern, sind durch die verheerende Dezimierung ihrer Viehbestände in einer akuten Notlage. Die Binnenvertriebenen Menschen treffen in den Aufnahmegemeinden auf Arbeitsmärkte, die durch hohe Arbeitslosenquoten und fehlende Qualifikationen geprägt sind. Besonders bei Jugendlichen ist die Zahl der Arbeitslosen sehr hoch.

Save the Children reagiert mit diesem Projekt in Zusammenarbeit mit dem BMZ auf die Bedarfe der Menschen in den Zielregionen.  Dürrebetroffene, ländliche Gemeinden (Land- und ViehwirtInnen) werden durch die Gründung von Landwirtschaftsgruppen und Schulungen zu bewährten landwirtschaftlichen Praktiken, der Bereitstellung von landwirtschaftlichen Betriebsmitteln, sowie die Instandsetzung von Bewässerungssystemen zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion unterstützt. Dadurch werden die Erträge gesteigert und die Resilienz der von Land- und Viehwirtschaft lebenden Gemeinden gestärkt. Ziel des Projekts ist es, dass Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder in den Zielregionen über nachhaltigere Lebensgrundlagen verfügen und dadurch Widerstandsfähiger sind. Benachteiligten Jugendlichen aus binnenvertriebenen Familien wird der Zugang zu marktgerechten und praxisnahen Berufsschulkursen ermöglicht. Dadurch verfügen sie über verbesserte Chancen am Arbeitsmarkt. Cash-Transfers werden als ergänzende Maßnahme an allen Projektstandorten eingesetzt, um besonders vulnerablen Frauen und Männern die Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen und Berufsausbildungen zu ermöglichen und bereits währenddessen ein ausreichendes Haushaltseinkommen zur Grundversorgung zu sichern. Insgesamt wird dieses Projekt 22.350 Menschen erreichen.


Projekt: Nachhaltige Stärkung des Gesundheitssystems und Behandlung von Kinderkrankheiten in Somaliland durch gemeindebasierte Gesundheitshelfer*innen
Geldgeber:
Else Kröner-Fresenius Stiftung (EKFS) und private Spenden
Laufzeit: 1. Juni 2018 – 30. November 2021

Somalia bleibt nach jahrelangen bewaffneten Konflikten, Massenvertreibungen und Dürren weiterhin eins der am stärksten gefährdeten Länder der Welt. Die allgemeine humanitäre Situation, die von extremer Armut, schlechten Lebensbedingungen und schwindenden Existenzmöglichkeiten geprägt ist, sorgt für eine weitere Verschärfung der Ernährungsunsicherheit. Der fehlende Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen, eine allgemein unzureichende sanitäre Situation sowie die hygienischen Bedingungen begünstigen die Ausbreitung und Anfälligkeit gegenüber Krankheiten wie Cholera, Diarrhöe, Lungenentzündungen und Masern. Rund 5,5 Millionen Menschen benötigen dringende lebensrettende Gesundheitsmaßnahmen – besonders gefährdet sind hierbei Kinder unter fünf Jahren und Frauen im gebärfähigen Alter. Dies trifft insbesondere auf den Distrikt Gabiley im Westen Somalias zu, in dem die Bevölkerung von der seit 2015 andauernden Dürre betroffen ist.

Mit Unterstützung der Else Kröner-Fresenius-Stiftung trägt Save the Children zu einer Verbesserung der Gesundheitsversorgung im Distrikt Gabiley bei, indem der Zugang zu lebensrettenden Dienstleistungen für Kinder unter fünf Jahren und Frauen im gebärfähigen Alter sichergestellt wird. Dazu wird ein Krankenhaus in New Gabiley, in dessen Einzugsgebiet mehr als 30.000 Menschen leben, organisatorisch, logistisch und materiell unterstützt und mit dringend benötigten Medikamenten und medizinischer Ausrüstung ausgestattet. Das Gesundheitspersonal wird in der Erkennung und Behandlung von Unterernährung und verschiedenen Krankheiten geschult und fachliche Beratung wird über den gesamten Projektzeitraum bereitgestellt. Um die Gesundheitsversorgung in weiter entfernt liegenden Dörfern sicherzustellen, wird pro Dorf eine Frau als Gesundheitshelferin ausgebildet und für die lokale Behandlung bzw. die Überweisung ausgestattet und ausgebildet. Alle Projektmaßnahmen werden in Zusammenarbeit mit dem lokalen Gesundheitsministerium umgesetzt.

Sudan

Abgeschlossene Projekte im Sudan

Projekt: Einkommensstärkung, Katastrophenvorsorge und Aufbau grundlegender Gemeinde-Infrastruktur in North und Central Darfur, Sudan
Geldgeber: BMZ
Laufzeit: 1. November 2020 – 31. Dezember 2023

Infolge der politischen Krise im Sudan von 2018 bis 2019 kam es zu einem wirtschaftlichen Einbruch, der dazu führte, dass Nahrungsmittelpreise im Land stiegen und Haushaltseinkommen zurückgingen. Schätzungsweise 9,6 Millionen Menschen im Sudan befinden sich in ernsten Krisensituationen – North und Central Darfur zählen zu den am stärksten betroffenen Regionen und leiden unter besonderer Ernährungsunsicherheit. Mit der Förderung vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) möchte Save the Children instabile Konflikt- und Dürre-betroffene Gemeinden in North und Central Darfur stärken. Im Rahmen des Projekts werden Gemeinden befähigt, sich durch Frühwarnsysteme und Katastrophenvorsorge besser auf Naturkatastrophen vorzubereiten und auf diese zu reagieren. Zudem sollen Menschen durch eine verbesserte Land- und Viehwirtschaft Zugang zu ausreichender und diverser Ernährung erhalten.

Südsudan

Abgeschlossene Projekte im Südsudan

Projekt: Wiederherstellung von Lebensgrundlagen, Stärkung von Resilienz und Reintegration von Binnenvertriebenen, Rückkehrer*innen und aufnehmenden Gemeinden in Eastern Equatoria, Südsudan
Geldgeber: BMZ
Laufzeit: 1. August 2019 – 31. August 2022

Die Entwicklung des Südsudans ist auch in den Jahren nach der Unabhängigkeit des Landes durch Konflikte, Vertreibung und wirtschaftliche Krisen geprägt. Gründe für die hohe Ernährungsunsicherheit und Vulnerabilität der Bevölkerung sind die schwache Produktion, besonders in der Landwirtschaft, bedingt durch die Konflikte und Inflation sowie die hohe Zahl der Binnenvertriebenen, die häufig ihren gesamten Besitz verloren haben und ihren eigenen Lebensunterhalt nicht mehr decken können. In Kooperation mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) plant Save the Children, die Ernährungssicherheit und Resilienz von Binnenvertriebenen, Rückkehrenden und Aufnahmegemeinden in Eastern Equatoria dauerhaft zu verbessern. Wir setzen verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensgrundlage von Menschen im Südsudan um, insbesondere im Bereich Ernährung und Gesundheit. Außerdem identifizieren und behandeln wir unterernährte Kinder und stärken die Strukturen für den Schutz von Kindern.

Zu den aktiven Projekten

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Afrika

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Kind sitzt an Save the Children Schultisch

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Kleines geschminktes Mädchen mit Krone auf dem Kopf

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