Lebensrettende Gesundheits-, Nutrition- und Kinderschutzmaßnahmen für Binnenvertriebene in der Provinz Balkh, Afghanistan und afghanische Flüchtlinge sowie Gastgemeinden in Baluchistan, Pakistan
Geldgeber: Auswärtiges Amt
Laufzeit: 15. Oktober 2023 - 14. Oktober 2027
Projekthintergrund
Afghanistan steht vor einer schweren humanitären Krise aufgrund langjähriger Konflikte, wirtschaftlicher Probleme und chronischer Armut, insbesondere betroffen sind Frauen und Kinder. Der Regimewechsel im Jahr 2021 und die COVID-19-Pandemie haben die Lage verschärft, mit steigenden Bedürfnissen und neuen Risiken für Frauen und Kinder. Im Jahr 2023 benötigten laut den Vereinten Nationen rund 29,2 Millionen Menschen humanitäre Hilfe, während es an grundlegender Gesundheitsversorgung und Ernährung mangelt. In der Provinz Balkh in Afghanistan sind interne Vertriebene und Rückkehrerende hohen Belastungen ausgesetzt, darunter Nahrungsmittelunsicherheit und Gesundheitsprobleme. In Pakistan leben 1,4 Millionen afghanische Flüchtlinge, viele davon in Belutschistan und Khyber Pakhtunkhwa, wo der Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung begrenzt ist. Die Versorgungssituation in den Gesundheitseinrichtungen ist schlecht, und Flüchtlingsgemeinschaften sind von psychischen Problemen, begrenztem Zugang zu Dienstleistungen und wirtschaftlicher Unsicherheit betroffen.
Projektumsetzung
Save the Children wird mit Unterstützung des Auswärtigen Amts lebensrettende Gesundheits- und Ernährungsunterstützung, sowie Kinderschutzmaßnahmen für gefährdete Personen bereitstellen, die von Vertreibung betroffen sind, einschließlich Flüchtlingen, Binnenvertriebenen, Rückkehrenden und Gastgemeinden. Das Hauptziel des Projekts ist es, 151.607 der am stärksten marginalisierten Personen in der Provinz Balkh, Afghanistan, und der Provinz Belutschistan, Pakistan, zu unterstützen. Das Projekt ist eng mit den Plänen der Vereinten Nationen für Afghanistan und afghanische Geflüchtete abgestimmt.
Eines der Kernelemente des Projektes ist es, in den Zielgemeinden auf beiden Seiten der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan Gesundheitszentren aufzubauen und zu stärken, um sie für besonders schutzbedürftige Zielgruppen gut zugänglich zu machen. Diese Einrichtungen werden nicht nur Gesundheitsdienste anbieten, sondern auch als Zentren für eine Vielzahl von Kinderschutzdiensten, einschließlich psychosozialer Unterstützung, dienen. Darüber hinaus werden maßgeschneiderte Gemeindeprogramme implementiert, um die fortlaufende Unterstützung und Sicherheit von behandelten Personen zu gewährleisten. Dies wird durch die Entwicklung von Kinderschutznetzwerken und verschiedene Aktivitäten erreicht, bei denen Jungen, Mädchen und ihre Betreuungspersonen mitwirken. Auch Beratung und Weitervermittlung bei (geschlechtsbezogener) Gewalt werden angeboten. In beiden Ländern sind lokale zivilgesellschaftliche Partnerorganisationen an der Umsetzung beteiligt.




