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Stärkung von Vertriebenen
in Kunduz und Balkh

Projekt: Resilienzstärkung von Rückkehrern und Vertriebenen in Kunduz und Balkh durch die Verbesserung des Gesundheits- und Ernährungsstatus, Einkommensmöglichkeiten und Kinderschutz

Geldgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Laufzeit: 1. Dezember 2018 - 30. November 2020
 

Projekthintergrund

Der anhaltende Konflikt in Afghanistan, häufige Naturkatastrophen und die sich verändernde geopolitische Situation führten in den letzten Jahren verstärkt zu internen Vertreibungen sowie Rückkehrerwellen aus dem Iran und Pakistan – allein im Jahr 2016 kamen mehr als 650.000 Menschen aus diesen Ländern nach Afghanistan zurück. 2017 stieg die Zahl der bewaffneten Konflikte innerhalb Afghanistan auf den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt und führte dazu, dass rund 450.000 Menschen zu Binnenvertriebenen wurden. Die fragilen und unterfinanzierten Gesundheits- und Sozialsysteme sind durch die anhaltende Notsituation im Land stark überlastet. Bereits vor dem Zustrom an RückkehrerInnen und Binnenvertriebenen war es den bestehenden Gesundheitseinrichtungen häufig nicht möglich, den großen Bedarf an Gesundheits- und Ernährungsbedarfen zu decken. Schätzungsweise 30% der Bevölkerung haben keinen ausreichenden Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten. Die Ernährungssituation insbesondere von Frauen und Kindern ist prekär. Viele RückkehrerInnen und Binnenvertriebene sowie vulnerable Gastgemeinden können ihre Grundbedürfnisse kaum decken und sind von Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung betroffen. Konflikte und Unsicherheit verschärfen das Risiko von Kinderschutzverletzungen.


Projektumsetzung

Im Rahmen dieses Projekts trägt Save the Children in Kooperation mit dem Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) dazu bei, dass Rückkehrer-, Binnenvertriebene- und Aufnahmegemeinden in den Provinzen Kunduz und Balkh einen verbesserten Zugang zu hochwertigen Gesundheits- und Ernährungsdienstleistungen erhalten. Dazu werden Gesundheitseinrichtungen ausgestattet und deren Personal zu integrativen Gesundheitsdiensten und zur Behandlung von Unterernährung geschult. In diesem Zuge werden auch Gesundheitskomitees gegründet, die dafür sorgen, dass die Bevölkerung hinsichtlich Ernährungs- und Gesundheitsfragen sensibilisiert wird und dass Frauen und andere vulnerable Gruppen gleichermaßen in die Maßnahmen miteinbezogen werden. Eine weitere Projektkomponente wird durch Ausbildungsprogramme und die Vermittlung von Praktika dazu beitragen, dass die Lebensgrundlagen der Zielgruppen durch gesteigerte Chance auf dem Arbeitsmarkt verbessert werden. Des Weiteren wird das Projekt dazu beitragen, dass geschlechtersensible Kinderschutzdienste für gefährdete Kinder bereitgestellt werden und dass die Gemeinden über Sensibilisierungs- und Aufklärungskampagnen ein verbessertes Verständnis zu Kinderrechten und deren Gefährdungen erhalten. Über die Dienstleistungen, die im Rahmen dieses Projekts bereitgestellt werden, können rund 30.000 Menschen direkt und weitere 30.000 Menschen indirekt erreicht werden.


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