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Ein Flüchtlingslager im Bekaa Valley im Libanon. © Nour Wahid / Save The Children

Libanon: Verbesserung
der wirtschaftlichen Situation

Projekt: Verbesserung der Widerstandsfähigkeit und Schaffung von Einkommensmöglichkeiten für konfliktbetroffene Syrer und libanesische Aufnahmegemeinden durch Partnerschaften mit dem Privatsektor

Geldgeber: BMZ
Laufzeit: 1. Januar 2019 – 31. Dezember 2020

Projekthintergrund

© Nour Wahid / Save the Children

Der Libanon hat im Zuge des Syrien-Konflikts in den vergangenen acht Jahren mehr als 1,5 Millionen Syrer und Syrerinnen aufgenommen. Dies verschärft die ohnehin schon angespannte Situation auf dem libanesischen Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen ist hoch, insbesondere unter Jugendlichen, Frauen, Menschen mit Behinderungen und syrischen Geflüchteten. Hinzu beeinträchtigt die ökonomische Instabilität im Libanon die Verfügbarkeit von Beschäftigungsmöglichkeiten. Seit 2011 ist der Anteil der libanesischen Bevölkerung, der unter der Armutsgrenze lebt, auf 29 Prozent angestiegen. Der Wettbewerb um Arbeitsplätze und Ressourcen sorgt für zusätzliche Spannungen zwischen Aufnahme- und Geflüchtetengemeinden. In der Projektregion Bekaa, ist die Situation besonders prekär. Der Anteil der Geflüchteten beträgt knapp 40 Prozent. Ihr Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen ist meist ungenügend, weshalb diese Gruppe besonders von Ausbeutung und Missbrauch bedroht ist. Als Folge akzeptieren Geflüchtete niedrigere Gehälter bei längeren Arbeitszeiten, wodurch zusätzliche Spannungen mit den libanesischen Aufnahmegemeinden entstehen.


Projektumsetzung

Save the Children wird in diesem Projekt mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftlich Zusammenarbeit und Entwicklung dazu beitragen, dass syrische Geflüchtete und gefährdete Aufnahmegemeinden ihre wirtschaftliche Situation verbessern und so ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Risiken erhöhen. Dabei werden Kleinst- und Kleinunternehmen durch Trainings und Schulungen unterstützt, Geschäftspläne zu entwickeln und ein wettbewerbsfähiges Unternehmen aufzubauen. Damit wird zum einen die Privatwirtschaft gefördert, zum anderen neue Arbeitsplätze geschaffen. Gleichzeitig werden Jugendliche und Frauen geeignete und für den Arbeitsmarkt relevante Ausbildungen sowie Schulungen zu Berufskompetenzen erhalten, wodurch ihre Beschäftigungsmöglichkeiten langfristig verbessert werden. Neben der direkten Unterstützung von benachteiligten Menschen wird das Projekt dazu beitragen, dass die Kapazitäten der Partner und der nationalen Institutionen bei der Schaffung von einkommensgenerierenden Maßnahmen verbessert werden. In allen Projektmaßnahmen wird die Inklusion und Förderung von Haushalten mit Menschen mit Behinderungen besonders berücksichtigt. Insgesamt werden rund 2.500 Menschen von diesem Projekt direkt und indirekt profitieren.


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