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Ein Maedchen traegt ein Save the Children T-Shirt.

KINDERRECHTE
SIND MENSCHENRECHTE

Kinder haben Rechte – ohne Wenn und Aber

Eigentlich ist es selbstverständlich: Jedes Kind auf der Welt hat das Recht auf einen Namen. Genauso wie das Recht auf bestmögliche Gesundheit. Und natürlich sollte keinem Kind Gewalt zugefügt werden.



Schon gewusst?

Die Kinderrechtskonvention wurde am 20. November 1989 verabschiedet. Heute kennen wir das Datum als „Weltkindertag“.

30 Jahre Kinderrechtskonventionen

Doch der Weg zur Anerkennung solcher Selbstverständlichkeiten musste erst geebnet werden: Seit 1989 gibt es verbindliche Rechte, die eigens für Kinder gelten – also für alle, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Diese Rechte wurden von der Generalversammlung der Vereinten Nationen als „Übereinkommen über die Rechte des Kindes“ (oder auch UN-Kinderrechtskonvention) verabschiedet, das ist gerade einmal 30 Jahre her.

Seitdem haben – mit Ausnahme der USA – alle Staaten der Welt die Kinderrechtskonvention ratifiziert. Sie verpflichten sich dazu, dass alle Kinder gesund und sicher leben und selbstbestimmt aufwachsen können. Denn nur so können sich Mädchen und Jungen gut entwickeln.


Warum brauchen Kinder eigene Rechte?

Kinder brauchen besondere Fürsorge und Unterstützung. Darum gibt es gute Gründe, warum Kinder eigene Rechte brauchen. 

Erstens gehören Kinder weltweit zu den besonders benachteiligten Gruppen und werden im Alltag oft nicht als eigene Träger von Rechten wahrgenommen. Die UN-Kinderrechtskonvention verdeutlicht deshalb, dass Kinder als eigenständige Rechtssubjekte zu behandeln sind und an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt werden sollen. Wenn für sie gesprochen oder über sie hinweg entschieden wird, wird dieses grundlegende Verständnis missachtet.

Zweitens sind Kinder besonders schutzbedürftig. Je nachdem wie alt sie sind, haben sie kaum oder keine Möglichkeiten, ihre Rechte einzufordern. Ein Beispiel: Babys und Kleinkinder können sich noch nicht selbst versorgen. Und auch ältere Mädchen und Jungen können sich nicht immer zur Wehr setzen, Bedürfnisse formulieren und ihre Rechte einfordern.

Drittens sind Kinder von Rechtsverletzungen betroffen, die nur bei Minderjährigen auftreten können. Dazu zählen zum Beispiel Kinderarbeit und Frühverheiratung. Außerdem haben einige Rechte für Kinder eine besondere Bedeutung. Lernen zu können, ist eines davon.

Kinderrechte werden verletzt

  • Aktuell leben 420 Millionen Kinder in Konfliktgebieten.
  • Fast alle zwei Sekunden stirbt ein Kind unter fünf Jahren – oft, weil es keine medizinische Hilfe gibt.
  • Mehr als 200 Millionen Kinder unter fünf Jahren weltweit haben nicht genug oder nicht das Richtige zu essen.
  • Etwa 63 Millionen Kinder weltweit besuchen noch nicht einmal eine Grundschule.

Klimakrise bedroht Kinderrechte

Die Klimakrise gefährdet das Recht auf angemessene Lebensbedingungen, Gesundheit und Bildung – und bedroht oft auch das Leben von Kindern.

Mehr erfahren

Das sind nur einige, besonders gravierende Verletzungen der Kinderrechte, die aus ganz unterschiedlichen Gründen traurige Realität sind. Save the Children setzt sich dafür ein, dass sich das ändert: vor Ort in unseren weltweiten Projekten und auch auf politischer Ebene. Denn die in der UN-Kinderrechtskonvention verbürgten Rechte müssen für alle Kinder umgesetzt werden – und nicht nur auf dem Papier stehen.

Seit 100 Jahren setzt sich Save the Children weltweit für die Rechte von Kindern ein und ist heute die größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt.

Eglantyne Jebb

Die Menschheit schuldet den Kindern das Beste, was sie geben kann.

Eglantyne Jebb, Gründerin von Save the Children und 'Mutter der Kinderrechte'

Die Geschichte der Kinderrechte

1923

Eglantyne Jebb, die Gründerin von Save the Children, verfasst die „Erklärung der Rechte der Kinder“. Zu dieser Zeit hat der Save the Children Fund bereits Millionen hungernde Kinder mit Lebensmitteln versorgt. Doch eines ist Jebb klar: Diese praktische Hilfe allein reicht nicht. Langfristig sollen sich alle Staaten der Welt dazu bekennen, dass Mädchen und Jungen besonders geschützt werden müssen.

1924

Jebbs vehementem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Grundsätze ihrer Erklärung ein Jahr später vom Völkerbund als „Genfer Erklärung“ verabschiedet werden.

1959

Die „Erklärung der Rechte der Kinder“ wird von den Vereinten Nationen beschlossen. Die zehn Artikel sind der direkte Vorgänger der heutigen UN-Kinderrechtskonvention.

1989

Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen wird von der UN-Generalversammlung verabschiedet.

1992

In Deutschland tritt die Kinderrechtskonvention in Kraft. Sie beinhalten 54 Schutz- und Förderrechte sowie aktive Beteiligungsrechte für Kinder.

2010

Deutschland hatte die UN-Kinderrechtskonvention im Jahr 1992 mit einem Vorbehalt ratifiziert. Das Ausländerrecht hatte Vorrang vor den Rechten der Kinder. Im Juli 2010 wurde dies aufgehoben. Seitdem gilt die Konvention wirklich für alle Kinder in Deutschland, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus.

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