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Publisher Save the Children02.07.2018

Rohingya-Kinder: Eine verlorene Generation

Fast 400.000 Rohingya-Kinder in Bangladesch können derzeit nicht zur Schule gehen. Sie brauchen dringend einen besseren Zugang zu Bildungsprojekten.

Rohingya-Kinder in Bangladesch

Anlässlich des Besuchs von UN-Generalsekretär António Guterres im Flüchtlingslager bei Cox´s Bazar fordert Save the Children dringend besseren Zugang zu Bildungsprojekten für Rohingya-Kinder. „Fast 400.000 Rohingya-Kinder in Bangladesch haben derzeit keinen Zugang zu Schulbildung. Ihnen wird ihr Recht auf Bildung verwehrt, sie lernen weder Lesen noch Schreiben. Eine ganze Generation steht vor einer düsteren Zukunft", sagt Susanna Krüger, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland. „Bildung ist kein Luxusgut, sondern kann Leben retten. Sie bietet Kindern die Möglichkeit, die verheerenden Einflüsse von Gewalt und Vertreibung auf ihre psychische Gesundheit zu verarbeiten und schützt Kinder vor weiterer Ausbeutung und Missbrauch", so Krüger weiter.

Nur jedes Vierte Kind kann zur Schule gehen

Save the Children bietet im Flüchtlingslager in Cox's Bazar Lernmöglichkeiten für Kinder an, um den Jungen und Mädchen wenigstens ein bisschen Bildung zu vermitteln. Weil allerdings nicht ausreichend Projekte vorhanden sind, kann nur etwa jedes vierte Rohingya-Kind zur Schule gehen, oftmals nur für zwei Stunden am Tag und in Klassen, die nicht ihrem Lernstadium entsprechen.

Langfristige Lösung gefordert

Save the Children fordert eine langfristige Lösung für die andauernde Krise und die desolaten Zustände. Es muss eine sichere, menschenwürdige und freiwillige Rückkehr für Rohingyas ermöglicht werden, die die Grundrechte von Kindern und ihren Familien gemäß internationalem Recht achtet und sicherstellt.

Save the Children ist seit 2012 in der Rohingya-Krise und seit 1970 in Bangladesch tätig. Mit der Unterstützung der Regierung von Bangladesch sowie weiterer Partner betreibt Save the Children in den Flüchtlingslagern in Cox's Bazar fast 100 Bildungszentren für Kinder. Mehr Informationen: 

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