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Ein Kind erntet Pfeffer

Schule statt
Kinderarbeit

Schule statt Kinderarbeit: Unser Fund für echte Wirkung

LkSG, CSDDD, CSRD und viele weitere ESG-Regulatorien – die öffentliche Aufmerksamkeit liegt aktuell auf den Unternehmen und wie sie sich verändern. Doch was verändert sich durch diese Neuerungen vor Ort in den Ländern, aus denen die Rohstoffe stammen und in denen produziert wird? Was ändert sich für Kinder und ihre Familien, die in den Lieferketten arbeiten?  Während die Unternehmen mit neuen Anforderungen umgehen und Prozesse und Strukturen rund um Sorgfalts- und Reportingpflichten etablieren, sehen wir mit unserer Präsenz in rund 120 Ländern, dass sich die Lebensrealitäten in den Produktions- und Beschaffungsländern bisher nicht maßgeblich verändern.

Wir möchten diese Wirklücke mit Ihnen gemeinsam schließen. 

Ein Junge in einer Plantage.

Wie viele Kinder sind davon betroffen?

Weltweit gibt es etwa 160 Millionen Kinder, die arbeiten. Insbesondere Kinder in den tieferen Ebenen der Lieferketten sind durch Armut und Krisen weiterhin von Schulabbruch und Kinderarbeit bedroht. Da auf diesen Ebenen meist Unter-auftragsnehmer und kleine Zulieferer aktiv sind oder sie auf der Rohstoffstufe in Landwirtschaft und Bergbau liegen, sind sie zu weit weg von den Wirkmechanismen derzeitiger Nachhaltigkeitsgesetzgebungen. Bei den betroffenen Kindern kommt die staatlich und gesellschaftlich gewünschte Veränderung schlichtweg nicht an.  

Kinderarbeit strukturell begegnen - Unsere Ansätze zur Ursachenbekämpfung  

Unsere praxiserprobten Ansätze begegnen dem Problem an der Wurzel und schützen insbesondere Kinder in den unsichtbaren Ebenen der Lieferketten. Wir unterstützen Kinder, die durch Krisen und Konflikte erschwerten Zugang zu Bildung haben und von Armut und Kinderarbeit bedroht sind. 

Unterstützen Sie uns 

Ihre Investition in unsere Bildungs- und Präventionsprojekte in Beschaffungsländern führt zu nachweisbarer Wirkung vor Ort.  

  • Flexibel, wo die Not am größten ist, oder auf Ihre Fokusländer angepasst
  • Halbjährliche Berichte für Ihr Nachhaltigkeitsreporting (etwa ESRS S3 unter CSRD)  
  • Spendenbescheinigungen  
  • Kommunikation zu Ihrem Engagement möglich  

So kann Ihr Beitrag wirken

Kinder stehen in einem Kreis und halten sich an den Händen

Was sind Catch-up Clubs?

Catch-up Clubs sind eine gezielte Maßnahme, um genau jene Kinder im Lesen, Schreiben und Rechnen zu unterstützen, die Gefahr laufen, mangels Lernfortschritten die Schule abzubrechen. Denn unsere Erfahrung zeigt, dass Bildung eine wirksame Strategie ist, den Kreislauf von Kinderarbeit und Armut zu durchbrechen.

Catch-up Clubs

Auf den Philippinen waren die Schulen während der Covid-19-Pandemie lange geschlossen. Neun von zehn Zehnjährigen haben als Folge Schwierigkeiten, einfache Texte zu lesen und zu verstehen (PISA 2022). Genau hier setzen wir an: Im letzten Jahr haben 2000 Kinder an unseren Catch-up Clubs teilgenommen. Mit rund 15.000 Euro können wir einen Catch-up Club an einer neuen Schule aufbauen, die ihn anschließend eigenständig und langfristig umsetzt.


Ein Kind bei der Kaffee-Ernte.

Individuelle Abhilfe bei Kinderarbeit

Oft erreichen uns besonders komplexe Fälle von Kinderarbeit, die nur mit langfristiger und intensiver, über den Standardprozess hinausgehender Unterstützung gelöst werden können. Wenn beispielsweise die Kinder von Verschleppung betroffen sind, durch gravierende Arbeitsunfälle besondere medizinische Betreuung benötigen oder auch nach Erreichen des lokalen Arbeitsalters gern weiter zu Schule gehen würden. Unsere Child Labour Action Hubs in wichtigen Beschaffungsländern wie Malaysia, Bangladesch oder der Demokratischen Republik Kongo unterstützen in solchen Fällen mit einem Nothilfe- und einem Bildungsfonds. Unser Ziel der Einzelfallhilfe: Die Kinder, wo möglich, wieder mit ihren Familien zusammenzubringen und sie in ein lang-fristiges (Aus)Bildungsangebot integrieren.

Mit einer Spende von 50.000 Euro können wir z.B. im Durchschnitt fünf Fälle von Kinderarbeit intensiv betreuen, bis die Kinder nicht mehr schulpflichtig sind, und sie anschließend dabei unterstützen, weiter zu lernen oder eine Ausbildung zu machen oder den Eintritt in die Arbeitswelt zu sicheren Bedingungen zu finden. 

Ein Kind hält ein Handy in der Hand.

Digitale Lösungen

Nach den Erdbeben im Frühjahr 2023 in der Türkei mussten wir Lösungen finden, die Bildung unter schwierigsten Umständen zugänglich machen. Mit unserer Smartphone-App können Lerninhalte nun auch außerhalb von Schulen genutzt werden. Mit 160.000 Euro können wir zum Beispiel die App weiterentwickeln und ein Jahr lang landesweit Lehrkräfte schulen und Bildungseinrichtungen mobilisieren. 

Unsere Fokusländer*

Weltkarte mit Fokusländern der Lieferketten-Arbeit von Save the Children

Nutzen Sie jetzt die Chance, eine reale Wirkung für betroffene Kinder zu erzielen. Alle Infos finden Sie kompakt in unserem Flyer. Kommen Sie auf uns zu!

Ihre Ansprechpartnerin

Anne Reiner, Mitarbeiterin bei Save the Children Deutschland

Anne Reiner

Fachleitung Nachhaltige Lieferketten