Aktivismus gegen die Ohnmacht: Haltung zeigen hilft
Anschlag CSD Berlin
Am 25. Juli 2026 fuhr ein Auto in Menschen, die zuvor auf dem Christopher Street Day (CSD) in Berlin für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte demonstriert und gefeiert hatten. Eine Frau starb, mehrere Menschen wurden teils schwer verletzt. Zeigen Sie den Betroffenen: Ihr seid nicht allein, ich stehe an eurer Seite.
Die Nachrichten zu schauen, kann bedrücken: Gewalt und Konflikte weltweit, Polarisierung und zunehmende Angriffe auf Demokratie, Menschen- und Kinderrechte – auch in Deutschland. Der Anschlag am Tag des CSD in Berlin (2026) ist das jüngste Beispiel. Was kann man tun, um nicht zu verzweifeln? Wir finden: Eine Menge! Deshalb haben wir diese Tipps für Sie zusammengestellt.
1. Bewusstsein schaffen
Wissen ist Macht. Bleiben Sie informiert über aktuelle politische Ereignisse und deren Auswirkungen. Nutzen Sie vertrauenswürdige Quellen, um Falschmeldungen und Panikmache zu entkommen. Teilen Sie dieses Wissen in Ihrem Umfeld.
2. Aktiv werden
Nutzen Sie Ihre Stimme für das, was Ihnen wichtig ist. Sie können zum Beispiel für die Kinder- und Menschenrechte auf die Straße gehen oder sich online positionieren. Unterstützen Sie demokratische Parteien, die die Rechte aller Menschen schützen. Informieren Sie sich über Demonstrationen in Ihrer Nähe und nehmen Sie daran teil. Oder Sie bewirken etwas mit Ihrer Unterschrift für Petitionen oder unterstützen Kampagnen. Jede Aktion zählt, egal wie klein sie scheint.
3. Netzwerk aufbauen
Man kann sich schnell allein fühlen, aber die Wahrheit ist: Wir sind Viele. Vernetzen Sie sich mit Gleichgesinnten und verabreden Sie sich im Freundes- und Bekanntenkreis, um z. B. gemeinsam zu Demonstrationen zu gehen. Andere Menschen können Ihnen emotionalen Rückhalt geben und helfen, das Gefühl der Isolation zu überwinden.
4. Auf die eigenen Grenzen achten
In politisch beunruhigenden Zeiten, insbesondere nach Anschlägen, kann alles etwas viel sein. Achten Sie auf Ihre eigene Gesundheit und die Ihrer Liebsten und nehmen Sie sich regelmäßig Zeit für Selbstfürsorge. Meditation, Sport oder Gespräche mit Freund*innen können z. B. helfen, Stress abzubauen.
Bonus-Tipp: Wie kann ich mit Kindern über die Nachrichten sprechen?
Sprechen Sie ruhig auch mit Kindern über aktuelle Ereignisse, wenn diese dazu Fragen haben. Ermutigen Sie sie, ihre Gefühle und Gedanken zu äußern, und schaffen dafür Zeit. Erklären Sie die Situation so, dass ein Kind sie verstehen kann. Auch dafür haben wir Tipps zusammengestellt, etwa:
- wie Sie mit Kindern über Rassismus und Diskriminierung sprechen können
- wie Sie mit Kindern über Queerness sprechen können
- wie Sie mit Kindern über den Krieg sprechen können
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